Stephan Kohn

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»Stephan Kohn (* 1962) ist ein deutscher Politologe und Verwaltungswissenschaftler.[1] Er war bis Anfang Mai 2020 im Bundesinnenministerium (BMI) im Rang eines Oberregierungsrates im Referat Krisenmanagement und Bevölkerungsschutz tätig (Referat KM4, Abteilung 4 Schutz kritischer Infrastrukturen).

Öffentlich bekannt wurde Kohn bereits 2010 als einer der Geschädigten im Ahrensburger Missbrauchsskandal.

Am 08.05.20 versandte Kohn einen auf der Grundlage verschiedener Gutachten verfassten „Auswertungsbericht“ mit dem Titel Coronakrise 2020 aus Sicht des Schutzes Kritischer Infrastrukturen, Ergebnisse der internen Evaluation des Corona Krisenmanagements an führende Beamte im Innenministerium, darunter auch den Staatssekretär Hans-Georg Engelke und an die Innenministerien der Länder. Das BMI distanzierte direkt nach dem Schreiben in Mitteilungen an die Gutachter und am 10.05.20 auch öffentlich von Kohns Handlungsweise und von Inhalten des Berichts. Kohn wurde vom Dienst suspendiert.« (Vorlage / Wikipedia) Laut dem Urteil des Verwaltungsgerichts Berlin vom 16.03.22 wurde ihm der Beamtenstatus entzogen (siehe unten).

Auswertungsbericht (92 Seiten)

Auf Seite 1 steht:

»Interne Analyse KM 4 ergibt:
  • gravierende Fehlleistungen des Krisenmanagements
  • Defizite im Regelungsrahmen für Pandemien
  • Coronakrise erweist sich wohl als Fehlalarm«[2]

Auswertungsbericht (192 Seiten)

Bericht KM4 Corona 192-seitiges PDF

Medien

Massenmedien

⭕ 14.05.20 | Focus Online: »Stephan Kohn | Kandidierte für SPD-Vorsitz: Das ist der Autor des brisanten Corona-Papiers«
 »Das Coronavirus sei ein "Fehlalarm" - so heißt es in dem Papier eines Beamten des Bundesinnenministerium. Es ist von "gravierenden Fehlleistungen" im Krisenmanagement die Rede. Wer steckt hinter dem Skandal-Papier?«

⭕ 14.05.20 | NZZ: »Corona-«Fehlalarm»: Eine ungefragt erstellte Analyse befeuert die Debatte über das deutsche Krisenmanagement«
 »Aus eigenem Antrieb hat ein Beamter des Innenministeriums in Berlin ein Papier über die seiner Ansicht nach fehlgeleiteten Massnahmen der Bundesregierung verfasst. Der Mann rechtfertigte sich mit «Gefahr im Verzug», er wurde inzwischen freigestellt. … Oberregierungsrat Stephan Kohn, so der Name des Beamten, hatte mit seinem Bericht unter dem Titel «Coronakrise 2020 aus Sicht des Schutzes Kritischer Infrastrukturen» für einige Aufregung in Berlin gesorgt.«

Alternative Medien

⭕ 18.03.22 | Achgut.com: »Ende einer Beamtenkarriere: Shooting the Messenger«
 »Am Mittwoch wurde Stephan Kohn, ehemaliger Mitarbeiter des Innenministeriums und Verfasser des 2020 skandalisierten Corona-Papiers, vom Verwaltungsgericht in Berlin der Beamtenstatus entzogen. Die heutige Situation gibt Kohns Lagebericht recht, aber darum ging es in der Verhandlung gar nicht.«

⭕ 02.04.22 | Polizisten für Aufklärung e.V.: »Der Fall Stephan Kohn: Schuld ist der Überbringer der schlechten Nachricht«
 »Das Verwaltungsgericht Berlin fällte am 16.03.2022 das folgende Urteil: Der Beamte Kohn wird aus dem Dienst entfernt, das Beamtenverhältnis aufgelöst.«

Vernetzung

Weblinks

Wikipedia

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Youtube

Siehe auch

Einzelnachweise