Klimawandel

Aus FreeWiki
Wechseln zu: Navigation, Suche
Diese Seite ist noch als ein Fragment zu betrachten, d.h. es gibt noch keinen strukturierten Artikel zu dem Thema, sondern nur eine Sammlung von Material oder einzelne Textvorschläge.
Die Tatsache, daß hier ein Artikel-Fragment begonnen wurde, bedeutet, daß wir den entsprechenden Wikipedia-Artikel nicht für ausreichend, für unzuverlässig oder für manipuliert halten und hier eine sachlich korrekte Version zu erstellen versuchen.
Bitte beteiligen Sie sich gern daran.

Für Fragen rund um den anthropogenen Klimawandel wird auf das sehr ausführliche und wissenschaftlich fundierte Wiki Klimawandel verwiesen.

 

Diskussion nicht löschen, sondern ggf. auf Disk-Seite verschieben. Danke. --Logos (Diskussion) 14:09, 27. Sep. 2019 (CEST)

 


Diskussion

Obwohl innerhalb der mit dem Thema Klimawandel beschäftigten Wissenschaft seit Jahren eine nahezu vollständige Einigkeit darüber herrscht, dass der derzeit stattfindende Klimawandel ebenso wie die globale ökologische Krise und das Artensterben durch menschliches Verhalten verursacht wird, gibt es einzelne Personen, die diesen Standpunkt in Frage stellen. Exemplarisch sollen hier auch solche Außenseiter-Standpunkte genannt werden.

"Während wir heute mit Blick auf die letzten 100 Jahre von wenigen Zehntelgrad Temperaturänderungen reden, erlebten die Menschen der Weichsel-Kaltzeit (ca. 120.000-10.000 v. h.) Klimasprünge von mehreren Grad während einer Lebenszeit. All das geschah ohne anthropogenes CO2."[1] Günstig auf die Ernten verhielt sich die mittelalterliche Warmzeit (ca. 1000 bis 1300), während die „Kleine Eiszeit“ (ca. 1400-1800), deren kälteste Phase in der zweiten Hälfte des 17. Jahrhunderts zusammen mit dem solaren Maunder-Minimum auftrat die landwirtschaftliche Produktion von Lebensmitteln erschwerte. "Glaziologen stellen fest, dass die Temperaturen während der letzten 10.000 Jahre zu zwei Drittel der Zeit höher waren als heute. Daher waren die Alpengletscher in allen stärkeren Warmperioden fast verschwunden, etwa, als Hannibal mit Elefanten die Alpen über­querte. In den heißen Sommern der mittelalterlichen Warmzeit führten die europä­ischen Flüsse kaum noch Wasser."[1] Weltweit finden Wetterdienste keine Trends zu mehr Extremwetter. Selbst das Intergovernmental Panel on Climate Change (IPCC) schreibt in seinem Dritten Sachstandsbericht von 2001 in Kapitel 2.7, dass eine Zunahme von Extrem­wetterereignissen nicht nachweisbar ist." http://www.science-skeptical.de/blog/beispiellose-erwarmung-oder-beispiellose-datenmanipulation/001195/ nach Wolfgang Behringer, Kulturgeschichte des Klimas: Von der Eiszeit zur globalen Erwärmung (auch Google Books)[1]

Der gleiche Autor behauptet auch: Der Meeresspiegel steigt seit 10.000 Jahren langsam an. Viele Annahmen, die auf einen steigenden CO2-Gehalt der Atmosphäre beruhen, sind nicht nachgewiesen. Dabei ist das Kohlenstoff des CO2 entscheidend für die Photosynthese und damit Grundbauststein des Pflanzenwachstums. "Mit zunehmender CO2-Konzentration wachsen Pflanzen besser: Die Getreide-Erträge im Freiland steigen. Gewächshauskulturen werden zur Ertragssteigerung mit CO2 begast."[1]

Gegenrede 1: Der implizite Ansatz "Klimawandel gabs schon immer" ("erlebten die Menschen der Weichsel-Kaltzeit ... Klimasprünge von mehreren Grad") gehört zu den denkfaulsten Pseudoargumenten im Sinne von Verharmlosung oder gegen einen Handlungsbedarf, die es gibt, wie der Telepolis-Artikel Klimawandel? Gab es schon immer! [2] nachweist. Daraus entsprechende Passagen aus Kapitel 2.6 Konsequenzen:

Eine weitere Klimaerwärmung wird jedoch die Zivilisation, wie wir sie jetzt noch kennen, zerstören:
Die Klimaerwärmung wird Landstriche, wo derzeit noch mehrere Hunderte Millionen bis zu einer Milliarde Menschen [3] leben, in unbewohnbare Regionen verwandeln. Diese ums Überleben bemühten Menschen werden sich in Bewegung setzen [4] und in andere Regionen ziehen, wo ein Leben noch möglich ist.
Aufgrund der hohen Weltbevölkerung können diese aber eben im Gegensatz zu früheren Zeiten der Klimaerwärmung nicht einfach in einem langen Migrationsprozess in noch hinreichend "freie Gebiete" übersiedeln.
Wenn jetzt schon wenige Millionen Flüchtlinge schwere soziale und politische Verwerfungen verursachen, was wird dann erst los sein, wenn sich die Europäer mit Hunderten von Millionen Flüchtlingen konfrontiert sehen?

sowie aus III. Fazit:

So richtig die Feststellung "Klimawandel gab es schon immer" auch sein mag - so verfehlt ist sie als implizites "Argument", dass sich damit ein Handlungsbedarf erübrigen würde, weil die Menschheit dies auch früher überlebt hätte. Denn die Rahmenbedingungen sind in multipler Hinsicht signifikant andere:

  • In keinem Klimawandel zuvor stiegen die Temperaturen in so kurzen Zeiträumen,
  • In keinem für die Menschheit relevanten Klimawandel stiegen die Temperaturen auf so hohe, mitunter Leben verunmöglichende Temperaturen und vor allen Dingen:
  • Von keiner zurückliegenden Klimaerwärmung waren auch nur näherungsweise so viele Menschen betroffen, wie derzeit, nämlich eine Erde, die von rund 8 Mrd. Menschen bevölkert ist. Dies ist in doppelter Hinsicht problematisch: nicht nur, dass damit ungleich mehr Menschen aus Regionen mit Temperaturen "above deadly threshold" vertrieben werden, sondern auch die Fluchtziele sind ungleich dichter bevölkert.

Dass die aktuelle Klimaerwärmung allein aufgrund der außerordentlich höheren Weltbevölkerung eine gänzlich andere Situation ergibt, weil im Gegensatz zu früher nicht genug "freies Land" vorhanden ist, in welches zugezogen werden kann, eröffnet der gesunde Menschenverstand. Wenn dem zum Trotze dieses selten unintelligente Pseudoargument vorgebracht wird ...

Ansonsten sei hinsichtlich "eike" festgestellt: es handelt sich nicht um eine unabhängiges Institut, sondern ein von der fossilen Industrie gesponsertes Verlautbarungsorgan, um in deren Sinne einen anthropogenen Klimawandel zu bestreiten. Dort herrscht eine klare Agenda, die sich nicht an seriöser wissenschaftlicher Erkenntnislage, sondern den Geschäftsinteressen ihrer Sponsoren orientiert. Für detaillierte Informationen sei auf den entsprechenden Lobbypedia-Artikel verwiesen.

Gegenrede 2: Zur Bemerkung "All das geschah ohne anthropogenes CO2": Kein einziger seriöser Wissenschaftler oder Klimatologe bestreitet, dass es auch natürliche Ursachen für Klimawandel gibt (in sofern > Strohmann) - im Gegenteil: Natürliche Ursachen wie z.B. "Sonnen- & vilkanische Aktivität", Milanković-Zyklen oder auch natürliches CO2 gehören sogar zu den Basics seriöser Kimatologie! Dazu Haral Lesch [5]:

... wir wissen, dass die Erde ohne diesen Effekt längst vergletschert gewesen wäre - gleich am Anfang, weil wir nämlich tatsächlich auch wissen, wir Astronomen, dass Sterne, wenn sie entstehen, eine viel geringere Leuchtkraft haben als später und ein Planet, der jetzt in der bewohnbaren Zone um einen Stern wie die Sonne, der war früher nicht in der bewohnbaren Zone, weil diese Sonne eben viel weniger Leuchtkraft hatte. Und man fragte sich von Anfang an, wie hat die Erde eigentlich geschafft, vor der globalen Vergletscherung zu fliehen. Wie hat sie das hingekriegt? Eine weiße Kugel, die mit Kilometer dicken Gletschern tatsächlich überzogen worden wäre, ... wäre nie wieder aufgetaucht. Nie wieder. Weiße Flächen haben das größte Rückstrahlvermögen von allen. Und trotzdem hat sie es geschafft.Das heißt, man kann in der Erdgeschichte schon nachweisen, dass es einen enormen Effekt hat, wenn diese entsprechenden Gase sowie Kohlendioxid, Stickoxide und Methan in der Atmosphäre sind und diese Wärmestrahlen dann absorbiern ....

Dennoch ist die oben zitierte Bemerkung - so korrekt sie an sich auch sein mag - im Sinne eines gegen die Existenz eines anthropogenen Klimawandels gerichteten Argumentes völlig wertlos und besitzt die gleiche "argumentative Logik" wie der Verweis auf schon seit Jahrzehntausenden natürlich verursachte Waldbrände, um damit für aktuelle Waldbrände menschliche Brandstiftung kategorisch auszuschließen.

Gegenrede 3: zu "Selbst das ... IPCC ... schreibt in seinem ... Sachstandsbericht von 2001". Dass Diejenigen, welche einen anthropogenen Klimawandel nicht wahrhaben wollen, auf völlig veraltete Daten zurückgreifen, wenn dies deren Narrativ bedient: geschenkt. Ein bekanntes Muster, dessen sich auch gern eike bedient[6]. Im Jahr 2019 jedoch sieht die Sachlage völlig anders aus - an der Zunahme der Anzahl und/oder Stärke von Wetterrextremen kann es keinen berechtigten Zweifel mehr geben:

  • Dürresommer 2018 mit rekordverdächtigen Niedrigwasserständen des Rheins
  • Rekordregengüsse in Wuppertal und Aachen, an die sich selbst 80-jährige Personen zuvor nicht erinnern können
  • Rekordregengüsse und Hagelschauer in Hetzerode im Mai 2018, die von Alteingesessenen ebenfalls nie derart erinnerlich waren [7]
  • Hurrikan Harvey mit Rekordregengüssen [8] in Huston mit bis rund 1,3 m Niederschlagshöhe [9]
  • Telepolis-Artikel ""Dorian": Klimawandel sorgt für mehr Zerstörungspotenzial" [10]

Gegenrede 4: Zu "Dabei ist das Kohlenstoff des CO2 entscheidend für die Photosynthese und damit Grundbauststein des Pflanzenwachstums. "Mit zunehmender CO2-Konzentration wachsen Pflanzen besser: Die Getreide-Erträge im Freiland steigen." Auch dies ist eines jener klassischen und stereotypen Pseudoargumente, welches im TP-Artikel "Vernichtende Argumente gegen die menschengemachte Klimaerwärmung" als solches im Kapitel 2.2 >> CO2 ist doch notwendig für die Natur / Pflanzen. Aber CO2 ist doch lebenswichtig! entlarvt wird:

2.2.1 Stimmt. Niemand, aber auch wirklich niemand hat das Gegenteil behauptet. Ergo: 2. Strohmann

2.2.2 Es fordert übrigens kein Klimaschützer und kein Wissenschaftler, den CO2-Anteil in der Atmosphäre auf Null zu drücken.

2.2.3 Es besteht sogar nicht einmal die Forderung, den CO2-Anteil auf den Jahrtausende lang konstanten Anteil von 280 ppm zu reduzieren.

Ergo: Entgegen der in dieser banalen Bemerkung mitschwingenden Implikation geht es überhaupt nicht um das Drücken des CO2-Atmosphären-Anteils auf Null, sondern darum, die menschengemachten CO2-[u.a. Treibhausgas-]Emissionen durch Stromversorgung, Industrie, Haushalte und Transport etc. in absehbarer Zeit auf Null zu reduzieren, damit der CO2-Anteil nicht signifikant über 420 ppm steigt. Dabei ist jedem seriösen Wissenschaftler klar, dass es nicht nur um CO2 geht, sondern auch um Methan, Stickoxyde und andere aus mind. 3 Atomen bestehende Moleküle (z.B. FCKW), die Strahlung im IR-Spektrum kontinuierlich absorbieren und reemittieren sowie andere Faktoren wie z.B. Waldrodungen.

Zwischenfazit:

Vier Einlassungen lassen sich ad hoc als Pseudoargumente oder gar Desinformation (3) demaskieren - zwei davon sind Strohmänner (2 & 4) und zwei besonders denkfaul (1 & 4). Mit anderen Worten: es handelt sich um eine unschöne Kombination aus Desinformation, denkfaulen Scheinbegründungen und Torpfostenverschieberei (aka Themenverschiebung). In Grunde ist das entlarvend. --Logos (Diskussion) 14:09, 27. Sep. 2019 (CEST)

Weblinks

Siehe auch

Extinction Rebellion