PCR-Test

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Die Polymerase-Kettenreaktion (englisch polymerase chain reaction, PCR) ist eine Methode, um Erbsubstanz (DNA) in vitro zu vervielfältigen. Dazu wird das Enzym DNA-Polymerase verwendet. Die Bezeichnung Kettenreaktion bedeutet in diesem Zusammenhang, dass die Produkte vorheriger Zyklen als Ausgangsstoffe für den nächsten Zyklus dienen und somit eine exponentielle Vervielfältigung ermöglichen.

Die PCR wird in biologischen und medizinischen Laboratorien zum Beispiel als Hilfsmittel im Rahmen der Diagnosestellung von Erbkrankheiten und Virusinfektionen, für das Erstellen und Überprüfen genetischer Fingerabdrücke, für das Klonieren von Genen und für Abstammungsgutachten verwendet. Entwickelt wurde die Methode durch den US-amerikanischen Biochemiker Kary Mullis (* 28.12.1944, † 07.08.2019) im Jahr 1983. Dafür wurde ihm im selben Jahr der Nobelpreis für Chemie verliehen. Die PCR zählt heute zu den wichtigsten Methoden der modernen Molekularbiologie, und viele wissenschaftliche Fortschritte auf diesem Gebiet (z. B. im Rahmen des Humangenomprojekts) wären ohne diese Methode nicht möglich gewesen. (Basis für das Vorstehende)

Ct-Wert

Ct-Wert bzw. Ct-Wert, abgekürzt für engl. cycle threshold (wörtl. „Zyklus-Schwelle“)

Die Bayerische Landesärztekammer (Körperschaft des öffentlichen Rechts) schreibt in ihrer Pressemeldung »Aussagekraft von PCR-Tests auf SARS-CoV-2 erhöhen« vom 10.10.20:

In mehre­ren wissen­schaft­li­chen Arbei­ten sei der Zusam­men­hang zwischen der Zahl der Ampli­fi­ka­ti­ons­zy­klen im PCR-Zyklus bis zum Auftre­ten eines posi­ti­ven Signals und der Nach­weis­bar­keit eines kulti­vier­ba­ren Virus belegt worden … Im Rahmen eines PCR-Tests werden die in einer Probe enthal­te­nen Erbgut­spu­ren in mehre­ren Zyklen immer wieder verdop­pelt. Ist eine einzelne Spur des Virus vorhan­den, so sind es nach dem zwei­ten Zyklus bereits zwei, nach drei Zyklen vier, nach zehn 1.024 etc., bis zum Auftre­ten eines posi­ti­ven Signals. Bei Proben mit viel Virus­ma­te­rial schlägt der Test rela­tiv schnell an. Sind dazu mehr als 35 Runden nötig, trägt der Pati­ent laut führen­den Viro­lo­gen in der Regel aber eine geringe Virus­last in sich, die mit großer Wahr­schein­lich­keit nicht vermeh­rungs­fä­hig ist.

— [1]

Im Corman-Drosten-Paper werden 45 Zyklen beschrieben, aber ohne eine klare Grenze nach oben zu definieren.

Das Landesuntersuchungsamt Rheinland-Pfalz gibt an, dass in der Regel 45 Zyklen verwendet werden und bleibt über das tatsächlich verwendete Limit schwammig.[1]

Auskunft der Stadt Neumünster: Vom CT-Wert als Einzelparameter wird in der Regel keine Entscheidung abgeleitet.[1]

Auch das Robert Koch-Institut (RKI) hält 45 Zyklen für zu hoch:

Als proxy für einen Schwellenwert der Virus-RNA-Last haben mehrere Arbeitsgruppen auch Ct-“cut-off” Werte im jeweils verwendeten Testsystem abgeleitet, die meist zwischen 31 und 34 liegen (Arons et al., 2020; La Scola et al., 2020; National Centre for Infectious Diseases and Chapter of Infectious Disease Physicians / Academy of Medicine in Singapore, 2020). Allerdings konnten Singanayagam et al. auch noch in 8% der Proben mit einem Ct-Wert >35 replikationsfähiges Virus nachweisen (Singanayagam et al., 2020). Dies verdeutlicht, welch große Varianz sich bei Verwendung des Ct-Wertes aus den verschiedenen Testsystemen ergibt. Nach (Rhoads et al., 2020) zeigen zum Beispiel Auswertungen aus Ringversuchen (QCMD), dass der Ct-Wert bei gleicher Viruslast von Labor zu Labor unterschiedlich ausfallen kann (Matheeussen et al., 2020). Besser ist daher die Umrechnung von Ct-/Cq-Werten in Virus-RNA-Lasten (RNA-Kopien pro Probenvolumen) durch Kalibration mit Hilfe einer standardisierten Virus-RNA-Präparation.

🔥 Siehe auch: DocCheck Flexikon | »Threshold Cycle«

Infektiösität von Positiv-Getesteten

Der PCR-Test erkennt nur Virus-Fragmente. Diese können noch lange nach einer Infektion nachgewiesen werden, auch wenn der Getestete längst nicht mehr ansteckend ist. Deshalb empfiehlt die britische Gesundheitsbehörde, nach einem positiven PCR-Test 90 Tage lang keine routinemäßigen Tests mehr zu machen.[1]

Im Gegensatz zu replikationsfähigem Virus ist die RNA von SARS-CoV-2 bei vielen Patienten noch Wochen nach Symptombeginn mittels PCR-Untersuchung nachweisbar. Diese positiven PCR- Ergebnisse sind jedoch nicht mit Ansteckungsfähigkeit gleichzusetzen

— Robert Koch-Institut

[2]

Olfert Landt, PCR-Test-Hersteller, der mit Christian Drosten zusammenarbeitet, glaubt, dass die Hälfte der Positiv-Getesteten nicht infektiös ist. [3]

Das Landratsamt Lichtenfels schreibt:

Sowohl Antigenschnelltests als auch PCR-Tests auf SARS-CoV-2 liefern nur eine Momentaufnahme und sagen nichts über den tatsächlichen Infektionsstatus eines Getesteten aus.

»Abschätzung der Ansteckungsfähigkeit mittels PCR« (Stellungnahme des Labors Becker & Kollegen, München)

Spe­zi­fi­tät

Spe­zi­fi­tät = »Fähigkeit eines diagnostischen Tests, eine nicht erkrankte Person als gesund zu erkennen« (s. auch DocCheck Flexikon)

Aufgrund des Funktionsprinzips von PCR-Tests und hohen Qualitätsanforderungen liegt die analytische Spezifität bei korrekter Durchführung und Bewertung bei nahezu 100%.[...]Bei korrekter Durchführung der Teste und fachkundiger Beurteilung der Ergebnisse geht das RKI demnach von einer sehr geringen Zahl falsch positiver Befunde aus, die die Einschätzung der Lage nicht verfälscht.

Eine Abschätzung der Spe­zi­fi­tät anhand der Fall-/Meldezahlen ist problematisch, denn:

  • die Meldung negativer Testergebnisse ist freiwillig
  • die Qualität der Messlabore kann schwanken
  • bei höherer allgemeiner Virenlast, z. B. im Winter, sind mehr falsch-positive Ergebnisse zu erwarten

Empfehlung der WHO

Am 7.12.2020 schrieb die Weltgesundheitsorganisation (WHO): https://www.who.int/news/item/14-12-2020-who-information-notice-for-ivd-users

Hinweis: Dieser Artikel ist auf der WHO-Seite nicht mehr auffindbar. Statt dessen gibt es https://www.who.int/news/item/20-01-2021-who-information-notice-for-ivd-users-2020-05 diesen abgeschwächten Artikel bei dem die Hinweise auf das Background Noise und auf die Betrachtung des Testergebnisses im Zusammenhang fehlen. Man beachte die Namensähnlichkeit der Links.

Ältere Versionen dieses Artikel im Internet Archive:

Überblick

Die erste Version des Ursprungs-Artikels war vom 2. Januar. Die letzte vom 21. Januar. 3.1.2021

Der Nachfolgeartikel im Internet Archive:

Überblick  

Die erste Version des Nachfolgeartikels war vom 20.1.2021.

Der neue Artikel ist an dem Tag erschienen, als hier in diesem Wiki auf die Diskrepanzen zur Falldefinition hingewiesen wurde.

Erhöhtes Risiko falscher SARS-CoV-2-Ergebnisse

Description of the problem: WHO has received user feedback on an elevated risk for false SARS-CoV-2 results when testing specimens using RT-PCR reagents on open systems.

Falsch-Positive bei hohen Ct-Werten

In some cases, the IFU [instructions of use] will state that the cut-off should be manually adjusted to ensure that specimens with high Ct values are not incorrectly assigned SARS-CoV-2 detected due to background noise.

Testergebnisse im Zusammenhang betrachten

healthcare providers are encouraged to take into consideration testing results along with clinical signs and symptoms, confirmed status of any contacts, etc.

Das heißt wegen der Testunsicherheit sollte das Testergebnis alleine nicht das Kriterium sein, sondern man sollte klinische Symptome oder Kontakte zu Positiven mitbetrachten. In Deutschland wird das nicht konsequent gemacht. Gestorbene werden posthum getestet und anhand des Testergebnisses als Corona-Tote gelistet. Wer ins Krankenhaus eingeliefert wird, wird getestet und im positiven Fall als Corona-Patient in die Statistiken aufgenommen. Symptomlose Gesunde werden bei positiven Testergebnissen in Quarantäne gesteckt. Auch die WHO selber ist diesbezüglich inkonsequent. In der WHO COVID-19 Case definition wird ein positiver Test als hinreichend für eine Feststellung als Infektionsfall definiert.

Kritik am COVID-19-PCR-Test

Gerichtsverfahren

Verfassungsbeschwerde des Richters Dr. Pieter Schleiter

Dr. Pieter Schleiter (aktiver Richter am Landgericht Berlin) legte im Dezember 2020 Verfassungsbeschwerde beim Bundesverfassungsgericht ein. In puncto PCR-Test bitte insbesondere die Ausführungen in dem Abschnitt Fehlende Angemessenheit infolge unzureichender Aussagekraft des sogenannten PCR-Tests für das Pandemiegeschehen ab Seite 84 beachten.

PDF (190 Seiten – Inhaltsverzeichnis ab Seite 6)

🔥 14.01.21 | 2020NEWS: Richter erörtert seine Verfassungsbeschwerde

Wodarg gegen Volksverpetzer

Fuellmich gegen Drosten

Portugiesisches Berufungsgericht

Das portugiesische Berufungsgericht hat die Quarantänemaßnahmen allesamt aufgehoben mit der Begründung: ‚Wir haben nur einen PCR-Test und ein PCR-Test weist keine Infektion nach.‘ (Quelle: Blauer Bote Magazin – Wissenschaft statt Propaganda)

Angeblich wurde gegen die beiden Richterinnen ein Disziplinarverfahren eingeleitet.

Studie

Siehe auch

Weblinks

🔥 03.04.21 | Rubikon: »Die Selbstdemontage / Das Robert Koch-Insititut und die Faktenerfinder-Plattform „Correctiv“ stellen sich selbst ein Bein und bringen damit das Kartenhaus des Corona-Narrativs zum Einsturz.«

🔥 12.03.21 | Rubikon: »Der Beweis / Wir ahnten, dass der Umgang des Corona-Establishments mit den Inzidenzzahlen falsch und manipulativ sein könnte — nun wissen wir es.«

Fußnoten und Quellennachweise

  1. This is because fragments of inactive virus can be persistently detected by PCR in respiratory tract samples following infection – long after a person has completed their isolation period and is no longer infectious. -- COVID-19: management of staff and exposed patients or residents in health and social care settings
  2. RKI: Epidemiologischer Steckbrief zu SARS-CoV-2 und COVID-19 Stand: 25.2.2021
  3. Interview in der Fuldaer Zeitung vom Dezember 2020 Das Datum auf der Webseite ist falsch - oder ein Update-Datum.