Gesellschaft zur wissenschaftlichen Untersuchung von Parawissenschaften
Die sogenannte Gesellschaft zur wissenschaftlichen Untersuchung von Parawissenschaften (GWUP) ist ein 1987 in Deutschland gegründeter Verein der internationalen sogenannten Skeptizistenbewegung mit Sitz im hessischen Roßdorf. Von Kritikern werden der GWUP sektenähnliche Merkmale zugesprochen.
Inhaltsverzeichnis
GWUP-Vorstand
Dem GWUP-Vorstand gehören u. a. an (Stand: 20.6.25):
- André Sebastiani, Vorsitzender (lt. Wikipedia: »deutscher Autor und Kritiker der Anthroposophie, insbesondere der Waldorfpädagogik, im deutschsprachigen Raum.«[1]
- Rouven Schäfer, Besitzer (»Head of Human Resources Management, DocCheck AG«)[2]
Selbst- und Fremdwahrnehmung der GWUP
Die GWUP sieht ihre Hauptaufgabe nach eigenem Bekunden in der Kritik an Parawissenschaften, Esoterik, Aberglaube und Alternativmedizin sowie als Mittel der Volksbildung und des »Verbraucherschutzes« an. Es finde eine theoretische Auseinandersetzung mit der Materie statt, auch würden Personen wie »Rutengänger«, alternative Heilkundler und »Astrologen« kritisiert und ihre Fähigkeiten teilweise auch empirisch überprüft. Eine echte Untersuchung parawissenschaftlicher Phänomene findet entgegen der Selbstbeschreibung jedoch nicht statt. Lediglich einige Schauveranstaltungen für das Fernsehen wurden bisher dokumentiert. Es sind keine wissenschaftlichen Arbeiten der GWUP im eigentlich Sinn bekannt.
Realität der GWUP
Es kommt zu gezielten Angriffen auf Personen, Themen oder Institutionen, wohl koordiniert und mit hoher Professionalität. Dennoch vermeidet die GWUP ausgerechnet den offenen Konflikt mit den großen Kirchen, sondern sucht sich »weiche« Ziele aus, um Exempel an ihnen zu statuieren. Paradebeispiele hierfür sind Prof. Dr. Dr. phil. Harald Walach und Claus Fritzsche, der Suizid beging.
Um glaubwürdiger zu wirken, präsentieren sich »Skeptiker«-Organisationen im Zuge ihrer öffentlichen Selbstdarstellung nach Außen hin oft als »Vertreter der Wissenschaft«, »neutrale Untersucher« oder gar als »unvoreingenommen«. Immer wieder fallen z. B. Journalisten auf diese Fassade herein, hinter der bei genauerem Hinsehen wenig steckt. Die über Presseerklärungen bekannt gemachten vermeintlichen »wissenschaftlichen Untersuchungen« der Gruppen entpuppen sich in aller Regel nur als inszenierte PR-Maßnahmen zur Selbstvermarktung, um auf sich aufmerksam zu machen. Hinter den größeren Organisationen wie z. B. Committee for Skeptical Inquiry (CSI) oder der GWUP stecken auch kommerzielle Interessen, um deren Zentren unterhalten zu können, was durch den Verkauf diverser »Produkte« (populär gehaltene Zeitschriften, Bücher, Mitgliedschaften, T-Shirts, Kaffeetassen u. a. m.)[3] möglich ist und einen gewissen Bekanntheitsgrad voraussetzt. Bereits eine Bezeichnung wie Gesellschaft zur wissenschaftlichen Untersuchung von Parawissenschaften – so der ausführliche Name der deutschen »Skeptiker«-Gruppe GWUP – muss in diesem Zusammenhang als Etikettenschwindel gewertet werden.
Weblinks
- Website der GWUP
- Blog der GWUP
- GWUP: Corona-Mythen
- GWUP.WATCH | Informationen über die GWUP und die »Skeptiker«-Bewegung (Der letzte Blog-Artikel stammt vom 15.1.15.)

