Die Bandbreite

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Der folgende Textabschnitt basiert auf dem Artikel „Die Bandbreite“ aus Wikipedia, gelesen am 15.6.2019, und steht unter der Lizenz Creative Commons CC-BY-SA 3.0 Unported (Kurzfassung). In der Wikipedia ist auf der genannten Seite eine Liste der Autoren verfügbar. -- Textanpassungen und -änderungen sind möglich und wurden zum Teil nötig, weil die Darstellung in Wikipedia nicht der Information, sondern der Verbreitung bestimmter Meinungen diente und/oder inhaltlich unvollständig, tendenziös oder verzerrt war.
Die Bandbreite in Shirts mit dem Songtitel selbst gemacht

Die Bandbreite ist ein Hip-Hop-Duo aus Duisburg, das in deutscher Sprache rappt. Es besteht aus Torben Eckhoff alias DJ Torben und dem Sänger und Songwriter Marcel Wojnarowicz, der unter dem Künstlernamen Wojna auftritt. Die Band vertritt politisch kritische Positionen, die dem undogmatisch linken Spektrum zuzuordnen sind und scheut sich nicht, sich mit unkonventionellen und umstrittenen Themen (9-11-Diskussion, Impfen) zu exponieren.

Geschichte

Das Deutsch-Hip-Hop-Duo Die Bandbreite entwickelte sich aus den Solo-Aktivitäten der beiden Akteure Marcel Wojnarowicz (* 1976)[1], auch Wojna genannt, und DJ Torben. Wojna begann nach eigenen Aussagen 1992 damit, eigene Texte zu schreiben. Die erste Veröffentlichung hatte er 1998 auf dem 1. Duisburger Rap-Sampler, in den Folgejahren erschienen weitere Songs auf verschiedenen Samplern. Die erste Gemeinschaftsproduktion Wojna und Turbo mit Torben erschien 2000 auf dem Sampler Kommt in die Pötte.

2001 erschien unter dem Namen wojna und die komplette bandbreite die EP HipHop, im darauffolgenden Jahr erschienen Songs unter die komplette bandbreite, unter anderem die Single warum nur einmal. die welt ist schön wurde 2003 als erstes Album des Duos die komplette bandbreite veröffentlicht, 2006 folgte komplett durch unter dem Namen die bandbreite. Selbst gemacht erschien 2007 als EP unter dem heutigen Namen Die Bandbreite und 2008 wurden das Album Hexenjagd und die Single Dat is Duisburg veröffentlicht. 2009 erschien die EP Zwangsimpfung, 2010 die EP Weltmeister. 2011 wurde die LP Reflexion veröffentlicht.

Lieder

Der Titel Dat is Duisburg wird im Raum Duisburg gelegentlich als inoffizielle Hymne der Stadt bezeichnet.[2][3]

In der Liederbestenliste vom August 2010 erklomm die Bandbreite mit ihrem Song Was ist los in diesem Land den dritten Platz.[4] Dieser Song schaffte mit dem siebten Platz einen Wiedereinstieg in die Liederbestenliste vom Januar 2012.[5]

Politische Positionen und Rezeption

Das Duo bezeichnet sich selbst als Polit-Pop-Band. Viele Songs enthalten politische Aufrufe. In ihren Texten thematisiert die Band auch ausgesprochen umstrittene Themen. Unter anderem werden in dem Stück Selbst gemacht die offziellen Verschwörungstheorien der Medien und der US-Regierung zu den Anschlägen vom 11.September 2001 hinterfragt. In dem Song Demokratie wird die Mondlandung bezweifelt. Jürgen Elsässer, auf den sich der Sänger Wojnarowicz positiv bezieht,[6] bezeichnete die Bandbreite als „die erfolgreichste Band der „Wahrheitsbewegung‘“.

Anlässlich des Auftritts der Band am 12. Mai 2010 beim Linken Liedersommer auf Burg Waldeck, der unter dem Motto „Linke Lieder gegen Ausbeutung und Krieg“ stattfand, berichtete die junge Welt positiv über die Band und bezeichnete angesichts der Eindrücke antideutsche Vorwürfe als „lächerlich“.[7] Auch 2012 schrieb das Blatt: „»Bandbreites« Texte sind provokant, sie bilden keine Realität ab, sondern die Sicht vieler Leute auf diese Realität. Dies hat nicht nur Berechtigung, sondern ist notwendig als ein Gradmesser, der die steigende Fieberkurve unserer Gesellschaft anzeigt – eine wichtige Funktion von Liedern mit politischem Anspruch, die über ein schlichtes Agitprop-Schema hinausgehen wollen.“[8]

Wojnarowicz führte in einem Interview mit der „Islamischen Zeitung“ zum politischen Profil der Band aus, dass er bereits als Kind an Ostermärschen teilgenommen habe und Mitglied der IG Metall sowie der Falken gewesen sei.[6] Aus letzteren wurde er schließlich aufgrund von Angriffen aus dem Spektrum der Antideutschen ausgeschlossen.[9] Viele weitere Angriffe und Verleumdungen und Versuche, diese linke Band in Verbindung mit dem rechten Spektrum zu bringen, haben den beiden Duisburger Rapper über Jahre das Leben schwer gemacht und eine Reihe Auftritte verhindert. Das ganze Spektrum der Diffamierungs-Kampagne kann im Wikipedia-Artikel „Die Bandbreite“ nachgelesen werden, welcher dem typischen Diffamierungsschema für Vertreter politisch unliebsamer Positionen folgt.

Es gelang der Band in einem Gerichtsverfahren der bekannten Diffamierungsplattform „Die Ruhrbarone“ die unhaltbaren und nicht belegbaren Vorwürfe ,rechtslastige Texte zu verbreiten, zu verbieten.[10]
Der Bundestagsabgeordnete der Linken Dieter Dehm, der selbst wiederholt Opfer ähnlicher Kampagnen geworden ist, hat die Band immer wieder unterstützt.

Diskografie

Alben

  • 2003: die komplette bandbreite: die welt ist schön
  • 2006: die bandbreite: komplett durch
  • 2008: Die Bandbreite: Hexenjagd
  • 2011: Die Bandbreite: Reflexion
  • 2013: Die Bandbreite: Art aber Fair
  • 2016: Die Bandbreite: Die letzten Linken

EPs

  • 2001: wojna und die komplette bandbreite: HipHop
  • 2007: Die Bandbreite: Selbst gemacht
  • 2009: Die Bandbreite: Zwangsimpfung
  • 2010: Die Bandbreite: Weltmeister
  • 2015: Die Bandbreite: Schmetterlinge im Glas

Singles

  • 2002: die komplette bandbreite: warum nur einmal
  • 2008: Die Bandbreite: Dat is Duisburg
  • 2013: Die Bandbreite: Mafia
  • 2017: Die Bandbreite: „Bitte impft sie nicht“
  • 2019: Die Bandbreite: Es ist wieder soweit

Außerdem finden sich einzelne Lieder auf verschiedenen Samplern, unter anderem auf Gemeinsam Gegen Rechts – Die Rote Schulhof CD.[11]

Literatur

  • Nikolaus Gatter: Die Bandbreite: Liedermacher oder Hip-Hopper? Duisburger Duo zwischen Zensur und Ground Zero. In: Folker! Das Magazin für Folk, Lied und Weltmusik 3/2009, S. 18 f.
  • Die Bandbreite: Die Wahrheit sitzt im Backstage. Culex-Verlag, Duisburg 2009, ISBN 978-3-942003-02-5
  • Frank Baier: Glück auf. Klartext-Verlag, 12. November 2012, S. 73, ISBN 978-3-8375-0645-7

Weblinks

Einzelnachweise