Bernardo Kastrup

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Bernardo Kastrup

Bernardo Kastrup ist ein niederländischer Informatiker und Philosoph, der grundlegende theoretische Überlegungen zum Geist - Materie - Problem veröffentlicht hat, die im Scientific American und anderen renommierten Zeitschriften erschienen sind.

Leben

Bernardo Kastrup hat an der Technischen Universität Eindhoven in Computertechnik promoviert und sich auf künstliche Intelligenz und rekonfigurierbare Rechensysteme spezialisiert. Er arbeitete als Wissenschaftler in einigen der führenden Forschungslabors, darunter der Europäischen Organisation für Kernforschung (CERN) und den Philips Research Laboratories. Bernardo Kastrup hat viele wissenschaftliche Arbeiten und Bücher über Philosophie und Naturwissenschaften verfasst.

Theorie

Kastrup schlägt als optimale und wissenschaftlich sinnvollste Lösung der grundlegenden philosophischen Fragen um die Materie-Bewusstseins-Problematik eine idealistische Ontologie vor, die in der Deutung der Wirklichkeit sparsamer und empirisch strenger vorgeht als der Mainstream-Physikalismus, der Panpsychismus und der Kosmopsychismus. Die von ihm und einigen seiner Kollegen vorgeschlagene Ontologie hat mehr Aussagekraft als diese drei Alternativen, da sie nicht dem „schwierigen Problem des Bewusstseins“[1], dem Kombinationsproblem bzw. dem Dekombinationsproblem zum Opfer fällt.
Seine These kann wie folgt zusammengefasst werden: Es gibt nur kosmisches Bewusstsein.
Wir, wie auch alle anderen lebenden Organismen, sind nur dissoziierte Teilpersönlichkeiten (alters) des kosmischen Bewusstseins, umgeben von seinen Gedanken. Die unbelebte Welt, die wir um uns herum sehen, ist die äußerliche Erscheinung dieser geistigen Zustände. Die lebenden Organismen, mit denen wir die Welt teilen, sind die äußerlichen Erscheinungen anderer dissoziierter Teilpersonen (alters). Das Besondere an Kastrup ist, dass er sehr genau und logisch, Punkt für Punkt argumentiert und nicht nur an ein allgemeines Vorverständnis oder metaphysische Überzeugungen appelliert. Er legt großen Wert darauf, dass seine Theorie die empirischen Befunde sowohl aus der Quantenphysik wie auch aus der neurophysiologischen Forschung gut und einfach erklärt. Diesen Standpunkt stellt er logisch so schlüssig und klar dar, dass wir davon ausgehen können, dass der aktuell in weltanschaulichen Diskussionen noch immer als „wissenschaftlich“ geltende Materialismus (oder auch Physikalismus) in all seinem Spielarten grundsätzlich widerlegt, bzw. seine Untauglichkeit als wissenschaftlich sinnvolles Erklärungsprinzip für ein umfassendes Weltverständnis erwiesen ist.


Weiterführende Literatur

englisch


deutsch

Fußnoten