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	<title>FreeWiki - Benutzerbeiträge [de]</title>
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		<id>https://www.freewiki.eu/de/index.php?title=Clemens_Maria_Franz_von_B%C3%B6nninghausen&amp;diff=2149</id>
		<title>Clemens Maria Franz von Bönninghausen</title>
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		<updated>2019-06-25T10:31:33Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Stefan: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;&lt;br /&gt;
[[File:330px-Clemensmariafranciscusvonbönninghausen.png|thumb|Clemens von Bönninghausen]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''Clemens Maria Franz Freiherr von Bönninghausen''' (* 12. März 1785 auf Gut Herinckhave bei Tubbergen, Provinz Overijssel, Niederlande; † 25. Januar 1864 in Münster/Westfalen) war ein [[Homöopathie|Homöopath]], Botaniker und höherer preußischer Verwaltungsbeamter. '''Clemens M.F.von Bönninghausen''' war derjenige Schüler, von dem [[Samuel_Hahnemann|Hahnemann]] – neben seiner Frau [[Melanie_Hahnemann|Melanie]] – am meisten hielt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bönninghausen erarbeitete eines der ersten homöopathischen [[Repertorium|Repertorien]] und gab eine Reihe anderer Schriften heraus.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Typisch für seine homöopathische Vorgehensweise ist, sich überwiegend an einzelnen Symptomenanteilen ([[Modalität|Modalitäten, Empfindungen und Beschwerden, Lokalisationen)]] und weniger an vollständigen Einzelsymptomen zu orientieren. Ausnahme bilden die von ihm so genannten &amp;quot;Goldkörner&amp;quot;&amp;lt;ref&amp;gt;Aphorismen des Hippokrates, S. 559&amp;lt;/ref&amp;gt;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Wikipedia1|Clemens_von_Bönninghausen|Clemens von Bönninghausen|1.11.18}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
 &amp;lt;small&amp;gt;Außerdem wurden Auszüge benutzt aus: Fritz D. Schroers “Lexikon deutschsprachiger Homöopathen”, Herausgegeben vom Institut für Geschichte der Medizin der Robert Bosch Stiftung; Karl F. Haug Verlag, Stuttgart, lSBN 978-3-8304-7254-4.&amp;lt;/small&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Leben und Wirken ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''Bönninghausen''' besuchte das Gymnasium Paulinum in Münster und studierte dann in Groningen Rechtswissenschaften. Sein Studium schloss er mit der Promotion über das niederländische Jagdrecht ab. (Dr., Diss. jur. Univ. Groningen 1806, De jure venandi.) Nach dem Jurastudium zunächst Advokat am Provinzialgericht in Deventer und Eröffnung einer eigenen Kanzlei. Begleitete seinen Vater an den Hof des damaligen Königs von Holland, Louis Napoleon. War bis 1810 u. a. Auditeur beim Staatsrat und Privatbibliothekar des Königs. 1811 kurzfristig Präsident des Arrondissements-Rats in Almelo. Zog 1813 nach Darup bei Coesfeld, wo er 1816 die Funktion des landrätlichen Kommissars für den Kreis Coesfeld inne hatte. 1826 Umzug nach Münster. Wurde im gleichen Jahr Direktor des botanischen Gartens. Im Frühjahr 1814 Übernahme seines väterlichen Erbteils, des Landgutes Haus Darup zu Darup in Westfalen, wo er seine Passion für die Fragen der Landwirtschaft, vor allem für die Flora und Fauna entdeckte. Über Jahre hinweg war er zudem Direktor des Botanischen Gartens in Münster und Dozent an der dortigen Akademischen Lehranstalt, der späteren Westfälischen Wilhelms-Universität. 1816 berief ihn der preußische König Friedrich-Wilhelm III. zum ersten Landrat des Kreises Coesfeld. Die Kreisverwaltung richtete er auf seinem Landsitz in Darup ein.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Am 4. Oktober 1813 heiratete er auf Schloss Ahausen Freiin Sophia Franziska von Schade zu Ahausen (*&amp;amp;nbsp;1787, †&amp;amp;nbsp;1820). Aus dieser Ehe stammte der Sohn Clemens Ludwig Bernhard. Aus der am 19. November 1822 in Coesfeld geschlossenen Ehe mit Maria Amalia Christina von Hamm gingen neun Kinder hervor. Sohn August von Bönninghausen war der dritte Landrat des Kreises Coesfeld. Sohn Julius von Bönninghausen war Mitglied des Reichstags. Sohn Karl von Bönninghausen heiratete 1857 Sophie Hahnemann, die Adoptivtochter [[Melanie_Hahnemann|Melanie Hahnemanns]], die zweite Ehefrau seines verstorbenen Kollegen und Lehrers.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sein Grab auf dem alten Hörsterfriedhof in Münster fiel den Bombenangriffen des Zweiten Weltkrieges zum Opfer. Heute erinnert an dieser Stelle eine Sandsteinstele mit dem Bildnis des Barons an den Gelehrten. An seinem alten Wirkungsort in Darup ist seit 1996 nach ihm die ''Von-Bönninghausen-Straße'' benannt. 2014 wurde in Darup ihm zu Ehren ein Denkmal mit seiner Büste eingeweiht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Homöopathie ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mit der Heilung von einer als &amp;quot;Schwindsucht&amp;quot; diagnostizierten Erkrankung 1828 durch A. Weihe (Großvater von A. Weihe jun.) begann sein Interesse an der [[Homöopathie|Homöopathie]]. Briefkontakt mit [[Samuel_Hahnemann|Samuel Hahnemann]]. Ab 1830 therapierte er selbst homöopathisch und behandelte zunächst ohne offizielle Legitimation und gehörte zu den Wegbereitern dieser jungen medizinischen Richtung. Führte bis Ende 1836 als Katasterkommissar nebenbei eine homöopathische Praxis. 1843 genehmigte Friedrich Wilhelm I. von Preußen offiziell seine Tätigkeit als Homöopath. Gründete 1848 die „Versammlung homöopathischer Ärzte Rheinlands und Westphalens”. Zu seinen berühmten Patienten zählten u. a. Kaiserin Eugénie von Frankreich und die Dichterin Annette von Droste-Hülshoff. Führte als einer der ersten Homöopathen auch Tierheilungen durch. Auch leitete er die staatliche Expertenkommission zur Untersuchung der Stigmatisation der Nonne ''Anna Katharina Emmerick''. In zahlreichen Veröffentlichungen legte er seine Erfahrungen und Erkenntnisse aus seiner umfangreichen Praxis nieder, die er in Darup und Münster unterhielt. Bönninghausen publizierte neben einigen wichtigen Einzelwerken auch zahlreiche Fachartikel zur Homöopathie, darunter viele Heilungsgeschichten. Da er nicht Arzt war, konnte er dies anfangs nur unter Pseudonym tun. Eine Zusammenstellung aller Zeitschriftenartikel erschien 1984, herausgegeben von K.-H. Gypser (siehe Literatur).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Ehrungen ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Viele Ehrungen, darunter u. a. Ehrenmitgliedschaft der homöopathischen Gesellschaften von London, Madrid, Palermo, Paris, Pennsylvania und Rio de Janeiro. Verleihung des Dr. med. h. c. (Cleveland 1854). Ernennung zum Ritter der Ehrenlegion am 20.4.1861 durch Kaiser Napoleon III. Ihm zu Ehren wurde die Gattung ''Boenninghausenia'' der Pflanzenfamilie der Rautengewächse (Rutaceae) benannt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Werke ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*''Die Heilung der aisatischen Cholera''. Münster 1831 &lt;br /&gt;
*''Die homöopathische Diät''. 2. Aufl., Münster 1833. &lt;br /&gt;
*''Versuch einer homöopathischen Therapie der Wechselfieber''. Münster 1833. &lt;br /&gt;
*''Systematisch-alphabetisches Repertorium der homöopathischen Arzneien.'' - Münster&amp;amp;nbsp;: Coppenrath, 1833. [http://nbn-resolving.de/urn:nbn:de:hbz:061:2-23952 Digitalisierte Ausgabe] der Universitäts- und Landesbibliothek Düsseldorf. Band [http://nbn-resolving.de/urn:nbn:de:hbz:061:2-21698 1] und [http://nbn-resolving.de/urn:nbn:de:hbz:061:2-19294 2] &lt;br /&gt;
*''Übersicht der Haupt-Wirkungs-Sphäre der Antipsorischen Arzneien''. Münster 1833 &lt;br /&gt;
*''Übersicht der Haupt-Wirkungs-Sphäre der Antipsorischen Arzneien so wie der antisyphilitischen und antisykotischen''. Münster 1833 &lt;br /&gt;
*''Beiträge zur Kenntnis der Eigentümlichkeiten aller bisher vollständiger geprüften homeopathischen Arzneien, in Betreff Erhöhung oder Linderung ihrer Beschwerden nach Tageszeit und Umständen und der von ihnen erregten Gemüthsbeschaffenheiten''. - 2. Aufl. Münster&amp;amp;nbsp;: Coppenrath, 1833 (&amp;lt;sup&amp;gt;1&amp;lt;/sup&amp;gt;1831). [http://nbn-resolving.de/urn:nbn:de:hbz:061:2-21388 Digitalisierte Ausgabe] der Universitäts- und Landesbibliothek Düsseldorf. &lt;br /&gt;
*''Die Homöopathie''. Münster 1834, 284 S. &lt;br /&gt;
*''Versuch über die Verwandtschaften der homöopathischen Arzneien nebst einer abgekürzten Übersicht ihrer EIgenthümlichkeiten und Hauptwirkungen''. Münster 1836. &lt;br /&gt;
*''Therapeutisches Taschenbuch für homöopathische Ärzte'', zum Gebrauche am Krankenbette und beim Studium der reinen Arzneimittellehre. Münster 1846, 506 S. &lt;br /&gt;
*''Der homöopathische Hausarzt''. Münster 1853, 142 S. &lt;br /&gt;
*''Die Körperseiten und Verwandtschaften''. Münster 1853, 22 S. &lt;br /&gt;
*''Die homöopathische Behandlung des Keuchhustens in seinen verschiedenen Formen''. Münster 1860, 130 S. &lt;br /&gt;
*''Aphorismen des Hippokrates. Nebst den Glossen eines Homöopathen''. Leipzig 1863, 640 S. &lt;br /&gt;
*''Versuch einer homöopathischen Therapie der Wechsel- und anderer Fieber''. 1. Theil. Die Pyrexie. Leipzig 1864. [Weitere Teile nicht erschienen.] &lt;br /&gt;
*''Das erste Krankenjournal (1829-1830)''. Bearbeitet von Luise Kunkle. Essen 2011. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;amp;nbsp;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*Martin Stahl: ''Der Briefwechsel zwischen Samuel Hahnemann und Clemens von Bönninghausen.'' (Medizinische Dissertation, Göttingen 1995), Heidelberg 1997 (= Quellen und Studien zur Homöopathiegeschichte, 3) &lt;br /&gt;
*Christian Schulze Pellengahr: ''Clemens von Bönninghausen: Jurist, Botaniker und Homöopath.'' In: ''Jahrbuch Westfalen 2015.'' Münster 2014, S. 238–244. &lt;br /&gt;
*Allgemeine Homöopathische Zeitung, 68,1864, S. 56. Den Manen unseres Bönninghausen, &lt;br /&gt;
*Allgemeine Homöopathische Zeitung, (V. Meyer) 68, 1864, S. 89-95. &lt;br /&gt;
*Leipziger Populäre Zeitschrift für Homöopathie, (A. Nebel) 40, 1909, S. 109/110. &lt;br /&gt;
*Haehl, R., Samuel Hahnemann, Sein Leben und Schaffen. 2 Bde. Leipzig, Willmar Schwabe; 1922, Bd. 1, S. 95, 166, 180, 186, 197, 198, 199, 202, 215, 218, 238, 240, 246, 253, 255, 379 f., 402, 430 f.; Bd. 2, S. 88, 90, 165, 177, 256, 295, 466, 467, 468, 494 f. &lt;br /&gt;
*Tischner, R., Geschichte der Homöopathie. Wien: Springer-Verl.; 1998, S. 196, 198, 236, 301, 473, 499, 748. &lt;br /&gt;
*Dinges, M. (Hrsg.), Weltgeschichte der Homöopathie. München: C. H. Beck; 1996; S. 10, 23 f., 32, 59, 108, 156, 158, 166-169, 173. Eppenich, H., Geschichte der deutschen homöopathischen Krankenhäuser. Von den Anfängen bis zum Ende des Ersten Weltkrieges. Heidelberg; 1995; S. 43, 120, 129, 222, 305, 308, 320, 339, 340, 347, 356, 362. Lucae, S. 14, 43, 123, 205. &lt;br /&gt;
*Deutsche Biografische Enzyklopädie. 10 Bde. München: Saur; 1999; Bd. 1, S. 631. &lt;br /&gt;
*Meyer, V., Homöopathischer Führer für Deutschland und das Ausland. Leipzig: Reclam; 1856; S. 3, 49. &lt;br /&gt;
*Villers, A., Internationales homöopathisches Jahrbuch. Bd.1, Leipzig: Ernst Heitmann: 1891. Bd.2, Dresden: Verlag Expedition des Homöopathischen Archives; 1894; Bd. 2, Bibl. S. 7, 39. &lt;br /&gt;
*Gypser, Klaus-Henning: „Generalregister zu den Werken Bönninghausens”, Heppenheim 1992, 52 S. &lt;br /&gt;
*Gypser, Klaus-Henning: Der „Genius der Arznei” bei Bönninghausen, ZKH 36, 1992, S. 221-223. &lt;br /&gt;
*Stahl, Martin: Der Briefwechsel zwischen Samuel Hahnemann und Clemens von Bönninghausen (mit Auflistung der ungedruckten und gedruckten Werke sowie Literatur), Heidelberg 1997, 319 S. &lt;br /&gt;
*Nachlass Bönninghausen im Institut für Geschichte der Medizin der Robert Bosch Stiftung. &lt;br /&gt;
*Jütte, R., Samuel Hahnemann, Begründer der Homöopathie. München: DTC; 2005; S. 101, 150ff., 156 f., 159 f., 166, 177, 182, 184, 190 f., 205, 217, 221, 223 f., 238f, 242 f., 250. &lt;br /&gt;
*Kottwitz, Friedrich: Clemens Maria Franz von Bönninghausen (1785-1864), Diss. med. Univ. Berlin 1983, 364 S. &lt;br /&gt;
*Fritz D. Schroers: Lexikon deutschsprachiger Homöopathen; Karl F. Haug Verlag; Stuttgart; 2006 &lt;br /&gt;
*Gypser, K.-H. (Hrsg.): Bönninghausens Kleine medizinische Schiften. Arkana-Verlag, Heidelberg 1984. &lt;br /&gt;
*Gypser, K.-H. (Hrsg.), Stahl, M.: Bönninghausens Kleine medizinische Schiften, Supplementband. Karl F. Haug Verlag, Heidelberg 1994. &lt;br /&gt;
*Kastner, R.F.: Bönninghausens Physiognomik der homöopathischen Arzneimittel. Heidelberg 1995, 1416 S. &lt;br /&gt;
*Kastner, R.F.: Bönninghausens Repertorium der homöopathischen Arzneimittel. Heidelberg 1998, 488 S. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*[http://www.boenninghausen.de/BonninghausenD/Das_Buch/Sein_Leben/sein_leben.html Das Leben von Clemens Maria Franz von Bönninghausen] &lt;br /&gt;
*[http://www.westfaelische-geschichte.de/per741 Online Biographie zu Clemens Maria Franz von Bönninghausen] &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;amp;nbsp;&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Stefan</name></author>
		
	</entry>
	<entry>
		<id>https://www.freewiki.eu/de/index.php?title=Clemens_Maria_Franz_von_B%C3%B6nninghausen&amp;diff=2148</id>
		<title>Clemens Maria Franz von Bönninghausen</title>
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		<updated>2019-06-25T10:18:54Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Stefan: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;&lt;br /&gt;
[[File:330px-Clemensmariafranciscusvonbönninghausen.png|thumb|Clemens von Bönninghausen]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''Clemens Maria Franz Freiherr von Bönninghausen''' (* 12. März 1785 auf Gut Herinckhave bei Tubbergen, Provinz Overijssel, Niederlande; † 25. Januar 1864 in Münster/Westfalen) war ein [[Homöopathie|Homöopath]], Botaniker und höherer preußischer Verwaltungsbeamter. '''Clemens M.F.von Bönninghausen''' war derjenige Schüler, von dem [[Samuel_Hahnemann|Hahnemann]] – neben seiner Frau [[Melanie_Hahnemann|Melanie]] – am meisten hielt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bönninghausen erarbeitete eines der ersten homöopathischen [[Repertorium|Repertorien]] und gab eine Reihe anderer Schriften heraus.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Typisch für seine homöopathische Vorgehensweise ist, sich überwiegend an einzelnen Symptomenanteilen ([[Modalität|Modalitäten, Empfindungen und Beschwerden, Lokalisationen)]] und weniger an vollständige Einzelsymptomen zu orientieren. Ausnahme bilden die von ihm so genannten &amp;quot;Goldkörner&amp;quot;&amp;lt;ref&amp;gt;Aphorismen des Hippokrates, S. 559&amp;lt;/ref&amp;gt;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Wikipedia1|Clemens_von_Bönninghausen|Clemens von Bönninghausen|1.11.18}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
 &amp;lt;small&amp;gt;Außerdem wurden Auszüge benutzt aus: Fritz D. Schroers “Lexikon deutschsprachiger Homöopathen”, Herausgegeben vom Institut für Geschichte der Medizin der Robert Bosch Stiftung; Karl F. Haug Verlag, Stuttgart, lSBN 978-3-8304-7254-4.&amp;lt;/small&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Leben und Wirken ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''Bönninghausen''' besuchte das Gymnasium Paulinum in Münster und studierte dann in Groningen Rechtswissenschaften. Sein Studium schloss er mit der Promotion über das niederländische Jagdrecht ab. (Dr., Diss. jur. Univ. Groningen 1806, De jure venandi.) Nach dem Jurastudium zunächst Advokat am Provinzialgericht in Deventer und Eröffnung einer eigenen Kanzlei. Begleitete seinen Vater an den Hof des damaligen Königs von Holland, Louis Napoleon. War bis 1810 u. a. Auditeur beim Staatsrat und Privatbibliothekar des Königs. 1811 kurzfristig Präsident des Arrondissements-Rats in Almelo. Zog 1813 nach Darup bei Coesfeld, wo er 1816 die Funktion des landrätlichen Kommissars für den Kreis Coesfeld inne hatte. 1826 Umzug nach Münster. Wurde im gleichen Jahr Direktor des botanischen Gartens. Im Frühjahr 1814 Übernahme seines väterlichen Erbteils, des Landgutes Haus Darup zu Darup in Westfalen, wo er seine Passion für die Fragen der Landwirtschaft, vor allem für die Flora und Fauna entdeckte. Über Jahre hinweg war er zudem Direktor des Botanischen Gartens in Münster und Dozent an der dortigen Akademischen Lehranstalt, der späteren Westfälischen Wilhelms-Universität. 1816 berief ihn der preußische König Friedrich-Wilhelm III. zum ersten Landrat des Kreises Coesfeld. Die Kreisverwaltung richtete er auf seinem Landsitz in Darup ein.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Am 4. Oktober 1813 heiratete er auf Schloss Ahausen Freiin Sophia Franziska von Schade zu Ahausen (*&amp;amp;nbsp;1787, †&amp;amp;nbsp;1820). Aus dieser Ehe stammte der Sohn Clemens Ludwig Bernhard. Aus der am 19. November 1822 in Coesfeld geschlossenen Ehe mit Maria Amalia Christina von Hamm gingen neun Kinder hervor. Sohn August von Bönninghausen war der dritte Landrat des Kreises Coesfeld. Sohn Julius von Bönninghausen war Mitglied des Reichstags. Sohn Karl von Bönninghausen heiratete 1857 Sophie Hahnemann, die Adoptivtochter [[Melanie_Hahnemann|Melanie Hahnemanns]], die zweite Ehefrau seines verstorbenen Kollegen und Lehrers.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sein Grab auf dem alten Hörsterfriedhof in Münster fiel den Bombenangriffen des Zweiten Weltkrieges zum Opfer. Heute erinnert an dieser Stelle eine Sandsteinstele mit dem Bildnis des Barons an den Gelehrten. An seinem alten Wirkungsort in Darup ist seit 1996 nach ihm die ''Von-Bönninghausen-Straße'' benannt. 2014 wurde in Darup ihm zu Ehren ein Denkmal mit seiner Büste eingeweiht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Homöopathie ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mit der Heilung von einer als &amp;quot;Schwindsucht&amp;quot; diagnostizierten Erkrankung 1828 durch A. Weihe (Großvater von A. Weihe jun.) begann sein Interesse an der [[Homöopathie|Homöopathie]]. Briefkontakt mit [[Samuel_Hahnemann|Samuel Hahnemann]]. Ab 1830 therapierte er selbst homöopathisch und behandelte zunächst ohne offizielle Legitimation und gehörte zu den Wegbereitern dieser jungen medizinischen Richtung. Führte bis Ende 1836 als Katasterkommissar nebenbei eine homöopathische Praxis. 1843 genehmigte Friedrich Wilhelm I. von Preußen offiziell seine Tätigkeit als Homöopath. Gründete 1848 die „Versammlung homöopathischer Ärzte Rheinlands und Westphalens”. Zu seinen berühmten Patienten zählten u. a. Kaiserin Eugénie von Frankreich und die Dichterin Annette von Droste-Hülshoff. Führte als einer der ersten Homöopathen auch Tierheilungen durch. Auch leitete er die staatliche Expertenkommission zur Untersuchung der Stigmatisation der Nonne ''Anna Katharina Emmerick''. In zahlreichen Veröffentlichungen legte er seine Erfahrungen und Erkenntnisse aus seiner umfangreichen Praxis nieder, die er in Darup und Münster unterhielt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Ehrungen ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Viele Ehrungen, darunter u. a. Ehrenmitgliedschaft der homöopathischen Gesellschaften von London, Madrid, Palermo, Paris, Pennsylvania und Rio de Janeiro. Verleihung des Dr. med. h. c. (Cleveland 1854). Ernennung zum Ritter der Ehrenlegion am 20.4.1861 durch Kaiser Napoleon III. Ihm zu Ehren wurde die Gattung ''Boenninghausenia'' der Pflanzenfamilie der Rautengewächse (Rutaceae) benannt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Werke ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*''Die Heilung der aisatischen Cholera''. Münster 1831 &lt;br /&gt;
*''Die homöopathische Diät''. 2. Aufl., Münster 1833. &lt;br /&gt;
*''Versuch einer homöopathischen Therapie der Wechselfieber''. Münster 1833. &lt;br /&gt;
*''Systematisch-alphabetisches Repertorium der homöopathischen Arzneien.'' - Münster&amp;amp;nbsp;: Coppenrath, 1833. [http://nbn-resolving.de/urn:nbn:de:hbz:061:2-23952 Digitalisierte Ausgabe] der Universitäts- und Landesbibliothek Düsseldorf. Band [http://nbn-resolving.de/urn:nbn:de:hbz:061:2-21698 1] und [http://nbn-resolving.de/urn:nbn:de:hbz:061:2-19294 2] &lt;br /&gt;
*''Übersicht der Haupt-Wirkungs-Sphäre der Antipsorischen Arzneien''. Münster 1833 &lt;br /&gt;
*''Übersicht der Haupt-Wirkungs-Sphäre der Antipsorischen Arzneien so wie der antisyphilitischen und antisykotischen''. Münster 1833 &lt;br /&gt;
*''Beiträge zur Kenntnis der Eigentümlichkeiten aller bisher vollständiger geprüften homeopathischen Arzneien, in Betreff Erhöhung oder Linderung ihrer Beschwerden nach Tageszeit und Umständen und der von ihnen erregten Gemüthsbeschaffenheiten''. - 2. Aufl. Münster&amp;amp;nbsp;: Coppenrath, 1833 (&amp;lt;sup&amp;gt;1&amp;lt;/sup&amp;gt;1831). [http://nbn-resolving.de/urn:nbn:de:hbz:061:2-21388 Digitalisierte Ausgabe] der Universitäts- und Landesbibliothek Düsseldorf. &lt;br /&gt;
*''Die Homöopathie''. Münster 1834, 284 S. &lt;br /&gt;
*''Versuch über die Verwandtschaften der homöopathischen Arzneien nebst einer abgekürzten Übersicht ihrer EIgenthümlichkeiten und Hauptwirkungen''. Münster 1836. &lt;br /&gt;
*''Therapeutisches Taschenbuch für homöopathische Ärzte'', zum Gebrauche am Krankenbette und beim Studium der reinen Arzneimittellehre. Münster 1846, 506 S. &lt;br /&gt;
*''Der homöopathische Hausarzt''. Münster 1853, 142 S. &lt;br /&gt;
*''Die Körperseiten und Verwandtschaften''. Münster 1853, 22 S. &lt;br /&gt;
*''Die homöopathische Behandlung des Keuchhustens in seinen verschiedenen Formen''. Münster 1860, 130 S. &lt;br /&gt;
*''Aphorismen des Hippokrates. Nebst den Glossen eines Homöopathen''. Leipzig 1863, 640 S. &lt;br /&gt;
*''Versuch einer homöopathischen Therapie der Wechsel- und anderer Fieber''. 1. Theil. Die Pyrexie. Leipzig 1864. [Weitere Teile nicht erschienen.] &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;amp;nbsp;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*Martin Stahl: ''Der Briefwechsel zwischen Samuel Hahnemann und Clemens von Bönninghausen.'' (Medizinische Dissertation, Göttingen 1995), Heidelberg 1997 (= Quellen und Studien zur Homöopathiegeschichte, 3) &lt;br /&gt;
*Christian Schulze Pellengahr: ''Clemens von Bönninghausen: Jurist, Botaniker und Homöopath.'' In: ''Jahrbuch Westfalen 2015.'' Münster 2014, S. 238–244. &lt;br /&gt;
*Allgemeine Homöopathische Zeitung, 68,1864, S. 56. Den Manen unseres Bönninghausen, &lt;br /&gt;
*Allgemeine Homöopathische Zeitung, (V. Meyer) 68, 1864, S. 89-95. &lt;br /&gt;
*Leipziger Populäre Zeitschrift für Homöopathie, (A. Nebel) 40, 1909, S. 109/110. &lt;br /&gt;
*Haehl, R., Samuel Hahnemann, Sein Leben und Schaffen. 2 Bde. Leipzig, Willmar Schwabe; 1922, Bd. 1, S. 95, 166, 180, 186, 197, 198, 199, 202, 215, 218, 238, 240, 246, 253, 255, 379 f., 402, 430 f.; Bd. 2, S. 88, 90, 165, 177, 256, 295, 466, 467, 468, 494 f. &lt;br /&gt;
*Tischner, R., Geschichte der Homöopathie. Wien: Springer-Verl.; 1998, S. 196, 198, 236, 301, 473, 499, 748. &lt;br /&gt;
*Dinges, M. (Hrsg.), Weltgeschichte der Homöopathie. München: C. H. Beck; 1996; S. 10, 23 f., 32, 59, 108, 156, 158, 166-169, 173. Eppenich, H., Geschichte der deutschen homöopathischen Krankenhäuser. Von den Anfängen bis zum Ende des Ersten Weltkrieges. Heidelberg; 1995; S. 43, 120, 129, 222, 305, 308, 320, 339, 340, 347, 356, 362. Lucae, S. 14, 43, 123, 205. &lt;br /&gt;
*Deutsche Biografische Enzyklopädie. 10 Bde. München: Saur; 1999; Bd. 1, S. 631. &lt;br /&gt;
*Meyer, V., Homöopathischer Führer für Deutschland und das Ausland. Leipzig: Reclam; 1856; S. 3, 49. &lt;br /&gt;
*Villers, A., Internationales homöopathisches Jahrbuch. Bd.1, Leipzig: Ernst Heitmann: 1891. Bd.2, Dresden: Verlag Expedition des Homöopathischen Archives; 1894; Bd. 2, Bibl. S. 7, 39. &lt;br /&gt;
*Gypser, Klaus-Henning: „Generalregister zu den Werken Bönninghausens”, Heppenheim 1992, 52 S. &lt;br /&gt;
*Gypser, Klaus-Henning: Der „Genius der Arznei” bei Bönninghausen, ZKH 36, 1992, S. 221-223. &lt;br /&gt;
*Stahl, Martin: Der Briefwechsel zwischen Samuel Hahnemann und Clemens von Bönninghausen (mit Auflistung der ungedruckten und gedruckten Werke sowie Literatur), Heidelberg 1997, 319 S. &lt;br /&gt;
*Nachlass Bönninghausen im Institut für Geschichte der Medizin der Robert Bosch Stiftung. &lt;br /&gt;
*Jütte, R., Samuel Hahnemann, Begründer der Homöopathie. München: DTC; 2005; S. 101, 150ff., 156 f., 159 f., 166, 177, 182, 184, 190 f., 205, 217, 221, 223 f., 238f, 242 f., 250. &lt;br /&gt;
*Kottwitz, Friedrich: Clemens Maria Franz von Bönninghausen (1785-1864), Diss. med. Univ. Berlin 1983, 364 S. &lt;br /&gt;
*Fritz D. Schroers: Lexikon deutschsprachiger Homöopathen; Karl F. Haug Verlag; Stuttgart; 2006 &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*[http://www.boenninghausen.de/BonninghausenD/Das_Buch/Sein_Leben/sein_leben.html Das Leben von Clemens Maria Franz von Bönninghausen] &lt;br /&gt;
*[http://www.westfaelische-geschichte.de/per741 Online Biographie zu Clemens Maria Franz von Bönninghausen] &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;amp;nbsp;&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Stefan</name></author>
		
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		<title>Samuel Hahnemann</title>
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		<summary type="html">&lt;p&gt;Stefan: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;&lt;br /&gt;
[[File:330px-Hahnemann Memorial at Scott Circle.jpg|thumb|right|330px|Hahnemann Memorial at Scott Circle|link=https://upload.wikimedia.org/wikipedia/commons/thumb/7/7d/Hahnemann_Memorial_at_Scott_Circle.jpg/Hahnemann_Memorial_at_Scott_Circle]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[File:Samuel Hahnemann 1841.jpg|thumb|Samuel Hahnemann 1841]]&lt;br /&gt;
&amp;lt;p style=&amp;quot;text-align: right&amp;quot;&amp;gt;in English language: [[:en:_Samuel_Hahnemann|Samuel Hahnemann]]&amp;lt;/p&amp;gt; &lt;br /&gt;
{{Wikipedia1|Samuel_Hahnemann|Samuel Hahnemann|19.8.18}} &lt;br /&gt;
'''Christian Friedrich Samuel Hahnemann''' (* 10. April 1755 in Meißen; † 2. Juli 1843 in Paris) war ein deutscher Arzt, medizinischer Schriftsteller und Übersetzer. Er ist der Begründer der [[Homöopathie|Homöopathie]].&amp;lt;ref&amp;gt;Wolf-Dieter Müller-Jahncke: ''Homöopathie.'' In: Werner E. Gerabek, Bernhard D. Haage, Gundolf Keil, Wolfgang Wegner (Hrsg.): ''Enzyklopädie Medizingeschichte.'' De Gruyter, Berlin/New York 2005, ISBN 3-11-015714-4, S. 611–615.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Leben ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Die Zeit vor der Entwicklung der Homöopathie ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Hahnemann wurde als drittes Kind von Christian Gottfried Hahnemann und seiner zweiten Frau Johanna Christiane Spieß in der Meißner Triebischvorstadt geboren. Sein Vater war ein Porzellanmaler in der berühmten Meißener Porzellanmanufaktur.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Samuel Hahnemann besuchte die Meißener Stadtschule, wobei der verarmten Familie des begabten Schülers das Schulgeld erlassen wurde, und bekam danach ein Stipendium an der Fürstenschule St. Afra in Meißen, wo er ab 1770 zur Schule ging.&amp;lt;ref&amp;gt;Barbara I. Tshisuaka: ''Hahnemann, Samuel.'' In: Werner E. Gerabek, Bernhard D. Haage, Gundolf Keil, Wolfgang Wegner (Hrsg.): ''Enzyklopädie Medizingeschichte.'' De Gruyter, Berlin/New York 2005, ISBN 3-11-015714-4, S. 527.&amp;lt;/ref&amp;gt; Nach dem Schulabschluss begann er 1775 ein Medizinstudium in Leipzig. Seinen Lebensunterhalt verdiente er in dieser Zeit mit Sprachunterricht und mit Übersetzungen physiologischer und medizinischer Werke ins Deutsche. 1777 wechselte Hahnemann für ein Dreivierteljahr an die Wiener Universität, wo er beim Medizinprofessor und ärztlichen Direktor des Spitals der Barmherzigen Brüder, Joseph Freiherr von Quarin, der auch Leibarzt von Maria Theresia war, Unterricht am Krankenbett und bei Visiten erhielt, bis ihm das Geld ausging. Im Oktober 1777 bot ihm, empfohlen durch Quarin,&amp;lt;ref&amp;gt;Wolf-Dieter Müller-Jahncke: ''Homöopathie.'' 2005, S. 611 f.&amp;lt;/ref&amp;gt; Freiherr Samuel von Brukenthal, eben von Kaiserin Maria Theresia zu ihrem Statthalter in Siebenbürgen ernannt, eine Stelle als Bibliothekar, Hauslehrer und Leibarzt an. Hahnemann begleitete ihn nach Hermannstadt und blieb dort knapp zwei Jahre lang. Er hat dort offenbar zahlreiche Fälle von Wechselfieber ([[Malaria|Malaria]]) gesehen; es gibt auch Hinweise darauf, dass er selbst daran erkrankte (was für seinen Chinarindenversuch von Bedeutung war). 1777 wurde er in die [[Freimaurerei|Freimaurerloge]] ''Zu den drei Seeblättern'' Hermannstadt aufgenommen.&amp;lt;ref&amp;gt;Eugen Lennhoff, Oskar Posner, Dieter A. Binder: Internationales Freimaurerlexikon, überarbeitete und erweiterte Neuauflage der Ausgabe von 1932, München 2003, 951 S., ISBN 3-7766-2161-3&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;Jürgen Holtorf: Die Logen der Freimaurer, Nikol Verlags GmbH, Hamburg, ISBN 3-930656-58-2, S. 145&amp;lt;/ref&amp;gt; Hahnemann sortierte und erfasste auch die umfangreiche Münzsammlung Samuel von Brukenthals.&amp;lt;ref&amp;gt;Vgl. Jütte 2005, S. 31+32.&amp;lt;/ref&amp;gt; Zudem verdingte er sich erneut als Hauslehrer, um den Lebensunterhalt sicherzustellen.&amp;lt;ref&amp;gt;Wolf-Dieter Müller-Jahncke: ''Samuel Hahnemann'', in: Wolfgang U. Eckart und Christoph Gradmann: ''Ärzte Lexikon. Von der Antike bis zur Gegenwart'' (1. Aufl. 1995, 2. Aufl. 2001), 3. Aufl., Springer, Berlin/Heidelberg 2006, S. 151, ISBN 978-3-540-29584-6 (Print), ISBN 978-3-540-29585-3 (online).&amp;lt;/ref&amp;gt; Da es in Hermannstadt (heute rumänisch Sibiu) keine Universität gab, schloss Hahnemann im August 1779 sein Medizinstudium an der Friedrichs-Universität Erlangen mit der Promotion ab.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In den Folgejahren praktizierte er als Arzt, Chemiker, Übersetzer und Schriftsteller in vielen nord- und mitteldeutschen Städten – mit wechselndem Erfolg. Zeitweise gab er seine ärztliche Praxis völlig auf, „weil sie mir mehr Aufwand gekostet, als Einnahme gebracht, und gewöhnlich mich mit Undank belohnt hat“ (Brief vom 29. August 1791, zit. nach Jütte, S. 48), und widmete sich ganz chemischen Versuchen, Übersetzungen und Publikationen. Zu anderen Zeiten wiederum hatte er so viele Patienten, dass er kaum mit der Versorgung nachkam: „Fast hätte ich nicht schreiben können, weil ich in den wenigen Wochen, die ich in Eilenburg wohne, schon so mit Kunden gesegnet bin, dass ich oft nicht essen kann“ (Brief vom 18. September 1801, zit. nach Jütte, S. 74). Seine psychotherapeutischen, chemischen und schriftstellerischen Aktivitäten brachten ebenfalls recht wechselhafte Resultate, wie unten deutlich wird.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Gründe für Hahnemanns unstetes Umherziehen dürften vielfältig sein. Anthony Campbell fasst sie so zusammen: „… wurde weitergetrieben durch seinen ruhelosen Geist und die Notwendigkeit, einen Lebensunterhalt zu erwirtschaften“. Es war für einen unbemittelten, freischaffenden Geistesarbeiter wie Hahnemann nicht leicht, sich und bald auch seine schnell wachsende Familie zu ernähren; andererseits gehörte ein ausgeprägter Ehrgeiz, welcher ihn zu diversen Experimenten trieb, zu Hahnemanns Charaktereigenschaften, wie schon Zeitgenossen bemerkten.&amp;lt;ref&amp;gt;Vgl. etwa Jütte 2005, S. 39f.&amp;lt;/ref&amp;gt; Schließlich gab es oftmals Streit, besonders häufig mit Apothekern, wegen Hahnemanns „interdisziplinärer“ Tätigkeit als Chemiker bzw. Pharmazeut und Arzt (der Leipziger Dispensierstreit, s.&amp;amp;nbsp;u., ist nur eines von vielen Beispielen).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ein Beispiel für die ökonomischen Probleme und den Ehrgeiz des Schriftstellers, Übersetzers und Chemikers, die häufige Ortswechsel begünstigten:&lt;br /&gt;
&amp;quot;Es ist unmöglich, noch einen Winter hieraußen auf dem Dorfe zu leben. Ich kann nicht hier mit der Literatur fortleben; auch zu chemischen Arbeiten habe ich keinen rechten Gelaß; alles muß ich durch Boten aus der Stadt kommen lassen, alles, das trockene Brod ausgenommen. Nun hätte ich mir längst eine Wohnung in Leipzig genommen, wenn ich gern daselbst wohnen wollte. Die Teuerung, ungesunde Luft, schwerer Mietzins vertrieben mich mit meinen Kindern hieraus …&amp;quot;&amp;lt;ref&amp;gt;Brief Hahnemanns vom 29. August 1791 aus Stötteritz, nachgedruckt in Haehl, S. 25.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zunächst ließ sich Hahnemann in Hettstedt, dann in Dessau nieder, wo er 1782 die Apothekerstochter Johanna Leopoldine Henriette Küchler (1764–1830) heiratete; die beiden hatten zusammen insgesamt elf Kinder. Die nächste Station war Gommern bei Magdeburg, 1785 begann Hahnemann in Dresden zu praktizieren. Neben einer ganzen Reihe von Übersetzungen aus dem Englischen und Französischen (hauptsächlich medizinischer Fachbücher, aber auch eines umfangreichen belletristischen Werkes) begann er dort regelmäßig wissenschaftliche Beiträge zu veröffentlichen, so die Schrift „Über die Weinprobe auf Eisen und Blei“ (1788), die es ermöglichte, die Verfälschung von Wein mit giftigem Bleizucker nachzuweisen. Die ''hahnemannsche Weinprobe'' machte seinen Namen bekannt; sie wurde von der preußischen Regierung für die Weinhändler der Stadt Berlin vorgeschrieben. In Dresden fungierte Hahnemann zeitweise als Vertreter des Stadtphysicus und bekam so Einblick in die Gerichtsmedizin, was sich u.&amp;amp;nbsp;a. in einer Schrift über die Arsenikvergiftung niederschlug.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Anfänge der Homöopathie und psychotherapeutische Experimente ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1789 zog Hahnemann mit Frau und mittlerweile drei Kindern nach Lockwitz, später nach Leipzig und dann in den Leipziger Vorort Stötteritz. Dort übersetzte er 1790 die zweibändige [[Arzneimittellehre|Arzneimittellehre]] des Schotten [[William_Cullen|William Cullen]], eines damals sehr bekannten Mediziners, des Lehrers von John Brown, dem Begründer des populären Brownianismus. Diese Übersetzung enthält eine Fußnote, die als die erste Spur der Homöopathie betrachtet werden kann. Hahnemann kritisierte darin, dass Cullen die bekannte Wirkung der [[Chinarinde|Chinarinde]] bei [[Malaria|Malaria]] („Wechselfieber“) auf deren magenstärkende Eigenschaften zurückführte. Und er gab einen Bericht über einen von ihm vorgenommenen wiederholten [[Selbstversuch|Selbstversuch]] mit der Chinarinde, die nach seinen Angaben bei ihm „alle mir sonst beim Wechselfieber gewöhnlichen Symptomen“ hervorrief – „doch ohne eigentlichen Fieberschauder“. Er formulierte, zunächst sehr vorsichtig, die Vermutung, dass diese Fähigkeit, vergleichbare Symptome hervorzurufen, für die Heilwirkung der Chinarinde bei Malaria verantwortlich sein könnte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Jahre 1791 wurde Hahnemann in die renommierte „Churfürstlich Mayntzische Academie nützlicher Wissenschaften“ zu Erfurt aufgenommen. Im Jahr 1793 wurde er zudem zum Mitglied der Gelehrtenakademie Leopoldina gewählt.&amp;lt;ref&amp;gt;Mitgliedseintrag von Samuel Hahnemann bei der Deutschen Akademie der Naturforscher Leopoldina, abgerufen am 1. April 2017. https://www.leopoldina.org/de/mitglieder/mitgliederverzeichnis/member/3620/&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In Gotha, wohin Hahnemann 1792 umgezogen war, kündigte der mit ihm befreundete Verleger Rudolph Zacharias Becker die Gründung einer „Genesungs-Anstalt für etwa 4 irrsinnige Personen aus vermögenden Häusern“ an, die ein „menschenfreundlicher Arzt“ (nämlich Hahnemann) leiten sollte. Es sollte auf Züchtigung, Fixierung und andere Disziplinierungsmaßnahmen verzichtet werden; die Therapie bestand im Wesentlichen offenbar in Gesprächen, möglicherweise&amp;lt;ref&amp;gt;Dies vermutet jedenfalls Hanspeter Seiler in: ''Die Entwicklung von Samuel Hahnemanns ärztlicher Praxis anhand ausgewählter Krankengeschichten.'' Heidelberg: Haug, 1988, S. 29–37.&amp;lt;/ref&amp;gt; auch bereits homöopathischen Medikamentengaben. Es gab jedoch nur einen Patienten, der das Honorar aufbringen konnte, den hannoverschen Autor und Beamten Friedrich Arnold Klockenbring, der offenbar an einer Art manisch-depressiver Gemütskrankheit litt. Im Frühjahr 1793 entließ Hahnemann Klockenbring als geheilt, musste danach allerdings seine Anstalt mangels weiterer Patienten schließen. In seinem Artikel „Striche zur Schilderung Klockenbrings während seines Trübsinns“, veröffentlicht in der „Deutschen Monatsschrift“ 1796, berichtet Hahnemann über seinen psychotherapeutischen Versuch.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Weitere Stationen Hahnemanns waren Molschleben, Göttingen, Pyrmont (1794), Wolfenbüttel, Braunschweig (1795) und Königslutter (1796–1799). Er publizierte weiterhin eifrig, insbesondere chemische und pharmazeutische Übersetzungen und eigene Schriften, u.&amp;amp;nbsp;a. zur Herstellung eines löslichen Quecksilberoxids und zur Entdeckung eines Mittels gegen Milchschorf der Kinder ([[Kalkschwefelleber|Kalkschwefelleber]], noch heute als homöopathisches Mittel ''Hepar sulfuris calcareum'' gehandelt), aber auch ein zweiteiliges, viel gelesenes „Apothekerlexikon“. Während dieser Zeit hat Hahnemann weitere Experimente mit Arzneistoffen an sich und anderen vorgenommen.&amp;lt;ref&amp;gt;Jütte 2005, S. 74.&amp;lt;/ref&amp;gt; Sie gingen ein in den ersten Aufsatz über das Heilprinzip, das später das homöopathische heißen sollte. Dieser Aufsatz erschien 1796 in [[Christoph_Wilhelm_Hufeland|Hufelands]] „Journal der practischen Arzneykunde und Wundarzneykunst“ unter dem Titel „Versuch über ein neues Princip zur Auffindung der Heilkräfte der Arzneysubstanzen, nebst einigen Blicken auf die bisherigen“. Hier formulierte Hahnemann das Prinzip, „Ähnliches mit Ähnlichem“ zu heilen (''similia similibus curentur''), und versuchte es mit einer ganzen Reihe empirischer Beobachtungen abzustützen, u.&amp;amp;nbsp;a. mit weiteren Selbstversuchen, Vergiftungsberichten, Lesefrüchten und eigenen und fremden Heilungsgeschichten, die durch das Simileprinzip erklärt werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1799 zog Hahnemann mit seiner Familie, die inzwischen acht Kinder umfasste, nach Altona. Seine Versuche, die dortigen hohen Lebenshaltungskosten zu erwirtschaften, ließen sich nicht gut an: Die Kur des psychisch kranken Dichters Johann Karl Wezel, die er nach dem Muster der früheren Klockenbring-Behandlung übernahm, schlug fehl, da er mit dem aggressiven Patienten nicht zurechtkam, und seine im „Reichsanzeiger“ beworbene Schrift „Heilung und Verhütung des Scharlach-Fiebers“ nebst einem „Pülverchen“, das gegen Ansteckung mit Scharlach schützen sollte, erwies sich ebenfalls als erfolglos. Aufgrund seiner prekären ökonomischen Lage folgte 1800 ein weiterer Ortswechsel nach Mölln. In dieser Zeit bewarb und verkaufte er ein selbst hergestelltes „neues Laugensalz“, das sich aber bald als altbekanntes Borax erwies. Er gestand seinen Fehler ein und gab das eingenommene Geld zurück.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Die Begründung der Homöopathie als heilkundliches System ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[File:Hahnemann-Torgau.jpg|thumb|upright|Hahnemann-Haus in Torgau]] Hahnemann wechselte nun erneut den Ort, zunächst nach Machern, dann nach Eilenburg (1801–1803) und schließlich nach Schildau. In dieser Zeit sind ausweislich des Hahnemannschen Krankenjournals erstmals zweifelsfrei Behandlungen nach dem homöopathischen Ähnlichkeitsgesetz nachzuweisen. Hahnemann begann nun auch immer kleinere Dosen zu verwenden, was er in einem Aufsatz „Ueber die Kraft kleiner Gaben der Arzneien überhaupt und der Belladonna insbesondere“ in Hufelands „Journal der practischen Arzneykunde“ begründete. Nachdem er zu Silvester 1804 ein Freihaus in der Pfarrgasse gekauft hatte, ließ er sich im folgenden Jahr für einige Zeit in [[Torgau|Torgau]] nieder. In diese Zeit fällt ein Aufsatz von Hahnemann, ebenfalls in Hufelands Zeitschrift, der erstmals den Begriff „homöopathisch“ einführt: „Fingerzeige auf den homöopathischen Gebrauch der Arzneien in der bisherigen Praxis“. Vor allem aber erschienen dort zwei Schriften, die deutlich machten, dass er seine Selbst- und wahrscheinlich auch Fremdversuchspraxis in den letzten Jahren konsequent fortgesetzt hatte: die lateinische Arzneimittellehre „Fragmenta de viribus medicamentorum positivis sive in sano corpore observatis“ (Fragmente zu den gesicherten Arzneikräften oder auch denjenigen, die am gesunden Körper beobachtet wurden) und das Buch „Heilkunde der Erfahrung“, die erste Gesamtdarstellung des neuen Heilprinzips. 1810 schließlich veröffentlichte Hahnemann die erste Auflage seines Grundlagenwerks zur Homöopathie, damals noch unter dem Titel „Organon der rationellen Heilkunde“ (spätere Auflagen tragen den Titel „[[Organon_der_Heilkunst|Organon der Heilkunst]]“). Dieses Werk enthielt bereits alle Wesenszüge der Homöopathie, wurde aber in den kommenden Jahren noch erheblich überarbeitet und ergänzt. Es ist bis heute das theoretische Werk der Homöopathie geblieben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das „Organon“ wirkte, auch wegen der in ihm enthaltenen scharfen Polemik, sofort deutlich polarisierend. Hahnemann wurde nun als Haupt einer neuen Schule angesehen.&amp;lt;ref&amp;gt;Sönke Drewsen: ''Hahnemanns Streit mit der „bisherigen alten Arzneischule“ als Streit um wissenschaftliche Methoden. Versuch einer Rekonstruktion und Würdigung seines Ansatzes zur Grundlegung der Heilkunde als eines methodenkritischen Ansatzes.'' In: ''Würzburger medizinhistorische Mitteilungen'' 11, 1993, S. 45–58.&amp;lt;/ref&amp;gt; 1811 folgte das erste große Werk, das sein Programm der Prüfung von [[Arzneimittel|Arzneimitteln]] an Gesunden umsetzte, nämlich der erste Band der „Reinen Arzneimittellehre“ (die es später auf sechs Bände bringen sollte) mit im Experiment an Gesunden (vor allem an sich selbst, seiner Familie und seinen Schülern) herausgefundenen „reinen Arzneiwirkungen“ sowie zahlreichen Literaturzitaten. Ein solches experimentell begründetes Werk kann als ein für die damalige Zeit einzigartiger Beitrag zur [[Pharmakologie|Pharmakologie]] gelten; nichts Vergleichbares war bis dahin versucht worden, wie Anthony Campbell schreibt.&amp;lt;ref&amp;gt;Campbell 2008, S. 24.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Die Leipziger Jahre 1811–1821 ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1811 zog Hahnemann nach Leipzig um. Dort gelang es ihm 1812 mit einem weiteren wissenschaftlichen Werk („De Helleborismo veterum“, d.h. über den Gebrauch der Nieswurz bei den Alten = antiken Autoren), die Lehrbefugnis an der Universität zu erlangen (Habilitation). Hahnemann wurde nun tatsächlich zum Begründer einer heilkundlichen Richtung, sammelte Schüler um sich, vermochte sein Arzneiprüfungsprogramm mit neuen Kräften (insbesondere seinen Studenten und seinem ältesten Sohn) fortzusetzen und Vorlesungen über die Homöopathie zu halten – und wurde in ausgedehnte akademische Fehden verwickelt, da er unter den Medizinprofessoren auch erbitterte Gegner hatte. So gab es eine Auseinandersetzung mit Karl Heinrich Dzondi von der Universität Halle über die Frage, ob bei Verbrennungen möglichst kaltes oder eher warmes Wasser angewandt werden solle (als Exemplifikation des „Contraria“- gegen das Ähnlichkeitsprinzip). 1816 erschien der zweite Band seiner „Reinen Arzneimittellehre“, 1819 die zweite Auflage des „Organon der Heilkunst“, nun mit dem aufklärerischen Motto „[[Sapere_aude|aude sapere]]“ („Wage zu wissen“) von Horaz, das durch Kants Aufklärungsdefinition so bekannt geworden war. Hahnemann hielt auch Vorlesungen über die Geschichte der Medizin, die im Unterschied zu den Vorlesungen über Homöopathie unproblematisch verliefen.&amp;lt;ref&amp;gt;Vgl. Jütte 2005, S. 104.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In seiner Leipziger Zeit unterhielt Hahnemann auch eine ausgedehnte Praxis. Sein bekanntester Patient war, neben Friedrich Wieck, dem Vater von Clara Wieck (spätere Clara Schumann), Karl Philipp Fürst zu Schwarzenberg, österreichischer Generalfeldmarschall, der als Sieger von Leipzig sehr populär war (selbst Goethe kommentierte diese Entscheidung Schwarzenbergs interessiert). Der schwerkranke Fürst, der bereits alle möglichen anderen Ärzte in Anspruch genommen hatte, verstarb schließlich aber trotz aller Anstrengungen im Oktober 1820.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In diese Zeit fiel auch der „Leipziger Dispensierstreit“: Hahnemann, der über chemische und pharmazeutische Kenntnisse verfügte, bestand darauf, seine homöopathischen Arzneien selbst zubereiten zu dürfen, worauf ihn drei Leipziger Apotheker verklagten, da einzig die Apotheker das Privileg der Arzneiherstellung besaßen. Der Streit endete 1820 mit einem Kompromiss: Die Apotheker behielten ihr hergebrachtes [[Dispensierrecht|Dispensierrecht]], Hahnemann durfte jedoch in Notfällen, insbesondere auf dem Land, auch selbst Medikamente zubereiten. Ebenfalls in die Leipziger Zeit fällt Hahnemanns Annahme in die Freimaurerloge Minerva zu den drei Palmen im Jahr 1817.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Die Köthener Zeit 1821–1835 ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[File:2007-08 Köthen (Anhalt) 47.jpg|thumb|Wohnhaus in Köthen]] Nach dieser Teilniederlage entschloss er sich zu einem weiteren Umzug und ging 1821 als Herzoglicher Leibarzt nach Köthen, wo ihm Herzog Friedrich Ferdinand von Anhalt-Köthen das Recht auf Verfertigung eigener Arzneien und Selbstdispensierung derselben nach Intervention des österreichischen Politikers Adam von Müller, eines einflussreichen Förderers der Homöopathie, schriftlich garantierte. 1822 wurde er zum Hofrat ernannt. 1829 beging er in Köthen feierlich das 50. Jubiläum seiner Erlanger Promotion.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In Köthen erschien 1828–1830 die erste Auflage der „Chronischen Krankheiten“, die einen erheblichen Wandel in der Doktrin der Homöopathie bedeuteten und auch bei Hahnemanns Anhängern nicht nur auf Begeisterung stießen. Während er an dem Ähnlichkeitsprinzip festhielt, stellte Hahnemann fest, dass bei gewissen chronischen Krankheiten eine einfache homöopathische Medikation nicht half. Er teilte sie in drei Typen ein: die Geschlechtskrankheiten [[Syphilis|Syphilis]] und „Sykosis“ (&amp;quot;Feigwarzenkrankheit&amp;quot;) sowie die „[[Psora|Psora]]“, unter die er eine Vielzahl unterschiedlicher Krankheitsmanifestationen rechnete und die er mit Hauterscheinungen vom Typ der Krätzebläschen in Verbindung brachte. Das Ähnlichkeitsprinzip sollte in diesen Fällen entsprechend nicht allein auf die gegenwärtigen Krankheitssymptome, sondern auch unter Berücksichtigung dieser „Ur-Übel“ angewandt werden, die das chronische Kranksein hervorgebracht hatten und in Form eines „[[Miasma|Miasmas]]“, sozusagen einer dauerhaften Prägung, weiterhin das Leben der Patienten beeinträchtigten. Die von ihm in den nach und nach erscheinenden fünf Bänden der „''Chronischen Krankheiten''“ vorgestellten und an Gesunden experimentell geprüften Arzneien sollten auch imstande sein, das psorische Miasma zu bekämpfen. Ein weiterer, später noch schärfer formulierter Stein des Anstoßes war die neue Lehre von der Arznei[[Potenzieren_(Homöopathie)|potenzierung]]: Hahnemann verkündete nun, dass die Methode der Verdünnung mit gleichzeitiger mechanischer Bearbeitung (Schütteln, Reiben) nicht nur nebenwirkungsärmere Arzneien hervorbringe, ja dass diese spezielle Methode ihre Heilkräfte erst wahrhaft aufschließe. Auch in dieser Lehre folgten ihm viele seiner Kollegen keineswegs bedingungslos.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zugleich begann Hahnemann, der zuvor auf eine theoretische Begründung seines Ähnlichkeitsprinzips verzichtet und es als rein empirisches Gesetz bezeichnet hatte, sich der Lehre des [[Vitalismus|Vitalismus]] anzunähern, was ihm unter anderem Beifall von Seiten des berühmten Hufeland einbrachte. In der vierten (1829) und vor allem der fünften Auflage des ''Organon'' (1833) räumte er einer immateriellen [[Lebenskraft|Lebenskraft]] des Organismus, die in den ersten ''Organon''-Ausgaben keine Rolle gespielt hatte, einen prominenten Platz bei der Argumentation für das Ähnlichkeitsprinzip ein, freilich in Form einer Hypothese: „Da dieses Naturheilgesetz (das Ähnlichkeitsprinzip) sich in allen reinen Versuchen und allen ächten Erfahrungen der Welt beurkundet, die Thatsache also besteht, so kommt auf die scientifische Erklärung, wie dieß zugehe, wenig an und ich setze wenig Werth darauf, dergleichen zu versuchen. Doch bewährt sich folgende Ansicht als die wahrscheinlichste, da sie sich auf lauter Erfahrungs-Prämissen gründet.“ (''Organon'', § 20)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Am 31. März 1830 starb Hahnemanns erste Frau in Köthen nach 48-jähriger Ehe; vier seiner Töchter unterstützten ihn nun in seiner ausgedehnten Praxis. Eine große Rolle für die weitere Durchsetzung der Homöopathie spielten seine Stellungnahmen zu den großen Choleraepidemien der Jahre 1830 und 1831. Hahnemann hat zwar selbst nie einen Cholerakranken zu Gesicht bekommen, veröffentlichte aber in Köthen vier einflussreiche Texte zum Wesen der Cholera und zur Cholerabehandlung, die insbesondere in Wien auf großes Interesse stießen und&amp;amp;nbsp;– verglichen mit der damals herrschenden Medizin&amp;amp;nbsp;– mit recht gutem Erfolg angewendet wurden. Bemerkenswert ist insbesondere, dass Hahnemann die Cholera zu Recht für eine von „feinsten Thieren niederer Ordnung“ übertragene Infektionskrankheit hielt&amp;lt;ref&amp;gt;Zitiert nach Jütte 2005, S. 180.&amp;lt;/ref&amp;gt; und dafür zumindest in der Anfangsphase eine Art antiseptische Therapie in Form einer Kampfer-Anwendung empfahl; zum relativen Erfolg der Homöopathie bei Cholera dürfte beigetragen haben, dass Hahnemann allen schwächenden Maßnahmen strikt widersprach und vor allem das von anderen Ärzten empfohlene Trinkverbot für widersinnig erklärte.&amp;lt;ref&amp;gt;Zu Hahnemanns Cholerakuren, den relativen Erfolgen der Homöopathie und der Erklärung hierfür siehe Jütte 2005, S. 178–184.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In die 1830er-Jahre fielen auch erbitterte Kämpfe um die Reinheit der neuen Lehre, die besonders in den Auseinandersetzungen um das erste homöopathische Krankenhaus in Leipzig, das 1833 begründet wurde, Gestalt annahmen. Hahnemann nahm in schärfster Form Stellung gegen jeden Versuch, die Homöopathie mit herkömmlichen, insbesondere schwächenden Mitteln wie Aderlass oder Abführmittel zu verbinden. Dies richtete sich speziell gegen den Leiter dieses Krankenhauses, Moritz Müller, der ein eklektisches Vorgehen bevorzugte. Die Konflikte mit den „Halbhomöopathen“ rissen danach nicht mehr ab.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ende 1834 suchte die 34-jährige französische Malerin [[Mélanie_d’Hervilly|Mélanie d’Hervilly]] Hahnemann in Köthen als Patientin auf. Es kam zu einer stürmischen Liebesgeschichte mit dem mittlerweile neunundsiebzigjährigen Arzt, die zu Hahnemanns zweiter Ehe führte. Die Hochzeit, die ohne kirchlichen Segen am 18. Januar 1835 in seinem Haus in der Köthener Wallstraße stattfand, erregte gewaltiges Aufsehen. Zusammen mit seiner 45 Jahre jüngeren Gattin zog er bald darauf nach Paris um.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Die letzten Jahre in Paris 1835–1843 ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[File:Père-Lachaise - Division 19 - Hahnemann 01.jpg|thumb|Hahnemanns Grab in Paris]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In Paris verbrachte Hahnemann seine letzten acht Jahre als angesehener und vielbeschäftigter Arzt. Ein prominenter Patient war bereits 1837 der Geiger Niccolò Paganini, der offenbar unter Priapismus, Harnverhaltung und Husten litt. Er brach die Behandlung ab, nachdem sein Annäherungsversuch an Hahnemanns Frau von dieser brüsk zurückgewiesen worden war. Ende 1838 behandelte er die Tochter des in der Pariser Gesellschaft sehr bekannten Literaten Ernest Legouvé, die, von den Ärzten aufgegeben, im Sterben lag. Der Maler Amaury Duval wurde an das Krankenbett gerufen, um sie noch zu porträtieren, und riet, Hahnemann zu rufen. Diesem gelang es, sie zu heilen&amp;lt;ref&amp;gt;Stephan Heinrich Nolte: Hahnemann in Paris: Umfeld und neue Belege zur Behandlung des Kindes Marie Legouvé (1838-1843) Medizin, Gesellschaft und Geschichte 31 (2013) 181-231&amp;lt;/ref&amp;gt;. Daraufhin breitete sich der Ruf Hahnemanns in der Pariser Gesellschaft rasch aus und führte ihm weitere prominente Patienten zu, etwa den Schriftsteller Eugène Sue&amp;lt;ref&amp;gt;Stephan Heinrich Nolte: Eine  „Kollateralheilung“: Die Lebenskrise des Schriftstellers Eugène Sue und seine Behandlung durch Hahnemann 1838/1839. AHZ 258 (2013) 22-26&amp;lt;/ref&amp;gt; oder die Mutter von Victor Schœlcher. Die noch vorhandenen Krankengeschichten der Pariser Zeit sind erst zum Teil ausgewertet und dürften noch weitere Überraschungen bieten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In den letzten Jahren arbeitete Hahnemann an einer 6. Auflage seines ''Organon'', die neue Vorschriften zur Arzneibereitung („Potenzierung“) enthielt, insbesondere zu den später so genannten Q-Potenzen mit besonders großen Verdünnungsschritten von 1:50.000, über die es fast ein Jahrhundert lang eine virulente Gerüchteküche gab. Sie wurde, hauptsächlich aufgrund von Querelen zwischen Mélanie Hahnemann und verschiedenen Hahnemann-Schülern, erst 1921 von [[Richard_Haehl|Richard Haehl]] aus dem Nachlass veröffentlicht. Eine nach Hahnemanns Tod von [[Arthur_Lutze|Arthur Lutze]] veröffentlichte Version gilt als nicht authentisch.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Hahnemann starb am 2. Juli 1843 in Paris, vermutlich an einer Lungenentzündung. Er wurde zunächst auf dem Friedhof Montmartre beigesetzt, später (1898) zusammen mit seiner zweiten Frau auf dem Friedhof Père Lachaise begraben. Hahnemanns Grabstein trägt auf seinen persönlichen Wunsch die Inschrift ''„Non inutilis vixi“'' (dt.: „Ich habe nicht unnütz gelebt“). Die zweite Frau Hahnemanns bezeichnete sich nach dessen Tod selbst als „''Doktorin der Homöopathie''“ und wurde deshalb 1847 beschuldigt, die Heilkunst ohne Erlaubnis auszuüben. Es kam zu einem Prozess.&amp;lt;ref&amp;gt;Walther Schönfeld: ''Frauen in der abendländischen Heilkunde. Vom klassischen Altertum bis zum Ausgang des 19. Jahrhunderts'', Enke Verlag Stuttgart 1947, Kapitel „''Quacksalberinnen''“ S. 140+141.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Ehrungen ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Am 10. August 1851 wurde im Rahmen einer Tagung des Homöopathischen Central-Vereins ein Denkmal für Hahnemann in Leipzig enthüllt. Die Inschrift lautet: &amp;quot;DEM // GRÜNDER DER HOMÖOPATHIE // SAM. HAHNEMANN // GEB. ZU MEISSEN D. 10. APRIL 1755 // GEST. ZU PARIS D. 2. JULI 1843 // VON // SEINEN DANKBAREN SCHÜLERN // UND VEREHRERN&amp;quot;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Jahre 1900 wurde in Washington, D.C. ein Hahnemann-Denkmal errichtet und am 21. Juni feierlich eingeweiht. In den USA war damals die Homöopathie sehr weit verbreitet, und US-amerikanische Homöopathen hatten über 75.000 $ für das Monument gesammelt. Es trägt die Inschrift ''Similia similibus curentur'', die kürzeste Zusammenfassung des homöopathischen Prinzips: Ähnliches soll mit Ähnlichem geheilt werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In Hahnemanns längstem Wirkungsort Köthen wurde ihm 1897 ein Denkmal gesetzt, das zugleich auch dem Gründer der Köthener homöopathischen Klinik [[Arthur_Lutze|Arthur Lutze]] (1813–1870) gewidmet ist. Es stammt von dem Bildhauer Heinrich Pohlmann. Das Hahnemann-Lutze-Denkmal steht gegenüber dem neugotischen Prachtbau der Lutze-Klinik, der heute ebenso wie Hahnemanns Köthener Wohnhaus und Praxisräume wieder für Besucher zugänglich ist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Seit 1906 trägt eine Straße im Leipziger Stadtteil Lindenau den Namen ''Hahnemannstraße''. Straßen mit diesem Namen gibt es auch in Stuttgart, München, Hamburg, Karlsruhe, Dresden und Erlangen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Stadtzentrum von Meißen sind der Hahnemannsplatz und die Hahnemann-Apotheke nach ihm benannt. Aufgrund seiner Verdienste wurde er zum Ehrenbürger von Meißen ernannt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Museen, Dauerausstellung, Fachbibliothek ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Torgauer Kunst- und Kulturverein &amp;quot;Johann Kentmann&amp;quot; e. V. pflegt im Original-Hahnemann-Haus, Pfarrstraße 3, 04860 Torgau, dem Entstehungsort des &amp;quot;Organons&amp;quot;, in einer informativen und authentischen Ausstellung das Erbe Hahnemanns. In Köthen gibt es in seinem früheren Wohnhaus als Museum das Hahnemannhaus in der Wallstraße 47 (mit Gedenktafel) und in der Wallstraße 48 die europäische Fachbibliothek zur Homöopathie sowie im Historischen Museum im Schloss eine Dauerausstellung zur Homöopathie. &amp;lt;ref&amp;gt;''Eine ganz andere Medizin in mehrfacher Dosis. (Hahnemann-Haus und Ausstellung im Historischen Museum)'' In: Eckart Roloff und Karin Henke-Wendt: Besuchen Sie Ihren Arzt oder Apotheker. Eine Tour durch Deutschlands Museen für Medizin und Pharmazie. Band 1, Norddeutschland. Verlag S. Hirzel, Stuttgart 2015, S. 225–227, ISBN 978-3-7776-2510-2&amp;lt;/ref&amp;gt; In Hahnemanns Geburtsstadt Meißen findet sich in der Klosterruine Heilig Kreuz das Hahnemannzentrum e. V.&amp;lt;ref&amp;gt;www.hahnemannzentrum-meissen.de&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Schriften (Auswahl) ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Eigene Schriften ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nahezu der gesamte handschriftliche Nachlass Hahnemanns und alle Erstausgaben werden im Institut für Geschichte der Medizin der Robert Bosch Stiftung in Stuttgart aufbewahrt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*''Conspectus adfectuum spasmodicorum aetiologicus et therapeuticus'' (Dissertation). Erlangen 1779. (Als Nachdruck sowie in deutscher Übersetzung erhältlich: ''Übersicht über die Krampfzustände nach Ursache und Heilung.'' Bad Langensalza, Reprint 1779/2007, Verlag Rockstuhl, ISBN 978-3-938997-98-7.) &lt;br /&gt;
*''Anleitung, alte Schäden und faule Geschwüre gründlich zu heilen''. Leipzig 1784, Crusius. &lt;br /&gt;
*''Ueber die Arsenikvergiftung, ihre Hülfe und gerichtliche Ausmittelung''. Leipzig 1786, Crusius. &lt;br /&gt;
*''Abhandlung über die Vorurteile gegen die Steinkohlenfeuerung''. Dresden 1787, Waltherische Hofbuchhaltung. &lt;br /&gt;
*''Unterricht für Wundärzte über die venerischen Krankheiten, nebst einem neuen Quecksilberpräparate''. Leipzig 1787. Crusius. (Volltext bei Google [http://books.google.de/books?id=OSEPAAAAQAAJ&amp;amp;printsec=frontcover&amp;amp;dq=Hahnemann++Samuel&amp;amp;lr=&amp;amp;as_brr=1&amp;amp;client=firefox-a#PPP5,M1 [1]]) &lt;br /&gt;
*''Ueber die Weinprobe auf Eisen und Blei''. Leipzig 1788. &lt;br /&gt;
*''Freund der Gesundheit''. Frankfurt 1792. &lt;br /&gt;
*''Apothekerlexikon''. 4 Theile in 2 Bänden, Leipzig 1793–1798. (Online unter zeno.org [http://www.zeno.org/Kulturgeschichte/M/Hahnemann,+Samuel/Apothekerlexikon [2]], 2. Band) &lt;br /&gt;
*''Striche zur Schilderung Klockenbrings während seines Trübsinns''. In: Deutsche Monatsschrift, 1. Jg. (1796), S. 147–159. &lt;br /&gt;
*''Versuch über ein neues Princip zur Auffindung der Heilkräfte der Arzneisubstanzen, nebst einigen Blicken auf die bisherigen''. In: Hufelands Journal der practischen Arzneykunde, Bd. 2 (1796), 3. Stück, S. 391–439 (Volltext bei Google [http://books.google.de/books?id=M7CcyH5NURsC&amp;amp;printsec=frontcover&amp;amp;dq=editions:0kt-l0hr48UAof1yYU#PRA2-PA391,M1 [3]]) sowie 4. Stück, S. 465–561 (Volltext bei Google [http://books.google.de/books?id=M7CcyH5NURsC&amp;amp;printsec=frontcover&amp;amp;dq=editions:0kt-l0hr48UAof1yYU#PRA2-PA465,M1 [4]]) &lt;br /&gt;
*''Heilung und Verhütung des Scharlach-Fiebers''. Gotha 1801. &lt;br /&gt;
*''Ueber die Kraft kleiner Gaben der Arzneien und der Belladonna insbesondere''. In: Hufelands Journal der practischen Arzneykunde, Band 13 (1801), 2. Stück, S. 152–159. &lt;br /&gt;
*''Der Kaffee in seinen Wirkungen''. Leipzig 1803. &lt;br /&gt;
*''Fragmenta de viribus medicamentorum positivis sive in sano corpore humano observatis''. Leipzig 1805, Barthius. &lt;br /&gt;
*''Heilkunde der Erfahrung''. In: Hufelands Journal der practischen Arzneykunde, Band 22 (1805), 3. Stück, S. 5–99 (Volltext bei Google [http://books.google.de/books?id=x9x7jRUR32IC&amp;amp;printsec=frontcover&amp;amp;dq=editions:0IahriZJs2Jp-RQ3bk&amp;amp;lr=#PRA2-PA5,M1 [5]]) &lt;br /&gt;
*''Fingerzeige auf den homöopathischen Gebrauch der Arzneien in der bisherigen Praxis''. In: Hufelands Journal der practischen Arzneykunde, Bd. 16 (1807), S. 5–43. &lt;br /&gt;
*''Ueber den Werth der speculativen Arzneisysteme, besonders im Gegenhalt der mit ihnen gepaarten, gewöhnlichen Praxis''. In: Allgemeiner Anzeiger der Deutschen (1808). &lt;br /&gt;
*''Auszug eines Briefes an einen Arzt von hohem Range über die höchst nöthige Wiedergeburt der Heilkunde''. In: Allgemeiner Anzeiger der Deutschen (1808). &lt;br /&gt;
*Martin Stahl: ''Der Briefwechsel zwischen Samuel Hahnemann und Clemens von Bönninghausen.'' (Medizinische Dissertation, Göttingen 1995), Heidelberg 1997 (= Quellen und Studien zur Homöopathiegeschichte, 3) &lt;br /&gt;
*''Organon der rationellen Heilkunde''. Arnoldische Buchhandlung, Dresden 1810; Digitalisierte Ausgabe der Universitäts- und Landesbibliothek Düsseldorf &lt;br /&gt;
**Spätere, jeweils vermehrte und veränderte Auflagen unter dem Titel: ''Organon der Heilkunst''. 2. Auflage: Dresden 1818. 3. Auflage: Dresden 1824. 4. Auflage: Dresden und Leipzig 1829. 5. Auflage: Dresden und Leipzig 1833 (Volltext bei Google [http://books.google.de/books?id=eSM4AAAAMAAJ&amp;amp;printsec=titlepage [6]]). 6. Auflage (posthum): Leipzig 1921 (hrsg. von Richard Haehl); (Online unter zeno.org [http://www.zeno.org/Kulturgeschichte/M/Hahnemann,+Samuel/Organon+der+Heilkunst+(6.+Auflage) [7]]).   &lt;br /&gt;
*''Reine Arzneimittellehre''. Theil 1–6. Leipzig, 1811–1821. Zweite, vermehrte Auflage: Leipzig 1822–1827. (Online unter zeno.org [http://www.zeno.org/Kulturgeschichte/M/Hahnemann,+Samuel/Reine+Arzneimittellehre [8]]) &lt;br /&gt;
**[http://nbn-resolving.de/urn:nbn:de:hbz:061:2-21276 3]. 2. Aufl. 1825 &lt;br /&gt;
**[http://nbn-resolving.de/urn:nbn:de:hbz:061:2-20668 4]. 2., verm. Aufl. 1825 &lt;br /&gt;
**[http://nbn-resolving.de/urn:nbn:de:hbz:061:2-22576 5]. 2. Aufl. 1826 &lt;br /&gt;
**[http://nbn-resolving.de/urn:nbn:de:hbz:061:2-19259 6]. 2. Aufl. 1827   &lt;br /&gt;
*''De helleborismo veterum''. Leipzig 1812. &lt;br /&gt;
*''Die chronischen Krankheiten. Ihre eigenthümliche Natur und homöopathische Heilung'', Theil 1–5. Erste Auflage: Leipzig 1828–1830. Zweite, veränderte und vermehrte Auflage: Leipzig und Dresden 1835–1839. (Online unter zeno.org [http://www.zeno.org/Kulturgeschichte/M/Hahnemann,+Samuel/Die+chronischen+Krankheiten [9]]) &lt;br /&gt;
*''Systematische Darstellung der reinen Arzneiwirkungen aller bisher geprüften Mittel''. Braunschweig&amp;amp;nbsp;: Vieweg, 1831. [http://nbn-resolving.de/urn:nbn:de:hbz:061:2-169714 Digitalisierte Ausgabe] der Universitäts- und Landesbibliothek Düsseldorf &lt;br /&gt;
*''Allöopathie. Ein Wort der Warnung an Kranke jeder Art''. Leipzig 1831.(Volltext bei Google [http://books.google.de/books?id=ORk4AAAAMAAJ&amp;amp;printsec=frontcover&amp;amp;dq=Hahnemann++Samuel&amp;amp;lr=&amp;amp;as_brr=1&amp;amp;client=firefox-a#PPA33,M1 [10]]) &lt;br /&gt;
*''Heilung der asiatischen Cholera und Schützung vor derselben''. Nürnberg 1831. &lt;br /&gt;
*''Sicherste Ausrottung und Heilung der asiatischen Cholera''. Leipzig 1831, Glück. &lt;br /&gt;
*''Sendschreiben über die Heilung der Cholera und die Sicherung vor Ansteckung am Krankenbette.'' Berlin 1831, Hirschwald. (Volltext bei Google [http://books.google.de/books?id=axE4AAAAMAAJ&amp;amp;pg=PA1&amp;amp;dq=hahnemann&amp;amp;lr= [11]]) &lt;br /&gt;
*Zur elektronischen Volltextsuche liegt eine CD-ROM-Ausgabe der Directmedia Publishing GmbH aus dem Jahr 2005 vor. Die Ausgabe mit dem Titel: ''Die Geburt der Homöopathie – Samuel Hahnemanns Werke'' enthält die Werke: ''Versuch über ein neues Prinzip zur Auffindung der Arzneisubstanzen. Jena; Academische Buchhandlung 1796'', ''Heilkunde der Erfahrung, Berlin; Wittich, 1805'', ''Organon der Heilkunst, 5. Aufl., Dresden, Leipzig; Arnold 1833'', Organon der Heilkunst. 6. Aufl., Ulm; Haug 1958, ''Reine Arzneimittellehre. 6 Bände, 2. u. 3. Aufl., Dresden, Leipzig; Arnold 1825–1839'' und ''Die chronischen Krankheiten. 5 Bände, 2. Aufl., Dresden, Leipzig; Arnold 1835–1839'' (ISBN 3-89853-016-7). &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Übersetzungen ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*William Falconer: ''Versuch über die mineralischen Wasser'', 1777. &lt;br /&gt;
*Jean Baptiste van den Sande: ''Die Kennzeichen der Güte und Verfälschung der Arzneimittel'', 1787. &lt;br /&gt;
*Joseph Berrington: ''Geschichte Abälards und der Heloise'', Leipzig 1789. &lt;br /&gt;
*William Cullen: ''Abhandlung über die Materia Medika, übersetzt und mit Anmerkungen versehen von S.H''. 2 Bände. Leipzig 1790. &lt;br /&gt;
*D. Monro: ''Chemisch pharmaceutische Arzneimittellehre. Übersetzt und mit Anmerkungen versehen von S.H.'' 2 Bände. Leipzig 1791. &lt;br /&gt;
*''Neues Edinburgher Dispensatorium'', Leipzig 1797/1798. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Sachbücher und Artikel in Nachschlagewerken ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*Georg Bayr: ''Hahnemanns Selbstversuch mit der Chinarinde 1790. Die Konzipierung der Homöopathie.'' Haug, Heidelberg 1989, ISBN 3-8304-0210-4. &lt;br /&gt;
*Anthony Campbell: ''Homeopathy in Perspective. A critical appraisal.'' 2008, ISBN 978-1-84753-737-9. &lt;br /&gt;
*[[Willibald_Gawlik|Willibald Gawlik]]: ''Samuel Hahnemann – Synchronopse seines Lebens. Geschichte, Kunst, Kultur und Wissenschaft bei Entstehung der Homöopathie 1755–1843''. Sonntag Verlag, Stuttgart 1996, ISBN 3-87758-110-2. &lt;br /&gt;
*Rima Handley: ''Eine homöopathische Liebesgeschichte. Das Leben von Samuel und Melanie Hahnemann.'' C. H. Beck, München 2002, ISBN 3-406-45991-9. &lt;br /&gt;
*Richard Haehl: ''Samuel Hahnemann. Sein Leben und Schaffen.'' 2 Bände, Willmar Schwabe, Leipzig 1922 (Nachdruck: Dreieich 1988). &lt;br /&gt;
*[[Robert_Jütte|Robert Jütte]] (Hrsg.): ''Samuel Hahnemann. Die Krankenjournale.'' Haug, Heidelberg 1992–2005, ISBN 3-7760-1577-2. &lt;br /&gt;
*Robert Jütte: ''Samuel Hahnemann, Begründer der Homöopathie.'' dtv, München 2005, ISBN 3-423-24447-X. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Belletristische Darstellung ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*Angeline Bauer: ''Hahnemanns Frau''. Aufbau Verlag, Berlin 2004. &lt;br /&gt;
*Guido Dieckmann: ''Die Gewölbe des Doktor Hahnemann''. Berlin 2002. (Inhaltlich völlig freie Erzählung, die sich nicht an der Biographie orientiert.) &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*[http://mirlyn.lib.umich.edu/F/FN5NUJ4I6888EP5RUPEC699LYF68EAG6B2AYPLNYFQMNB2DJNC-11331?func=short-sub Digitalisierte Werke Hahnemanns] bei der University of Michigan &lt;br /&gt;
*[http://www.archive.org/search.php?query=(Samuel%20Hahnemann)%20AND%20language:(german) Digitalisierte Werke Hahnemanns] bei archive.org &lt;br /&gt;
*[http://www.igm-bosch.de Das Homöopathie-Archiv des Instituts für Geschichte der Medizin der Robert Bosch Stiftung] (dort befindet sich der Nachlass von Samuel und Melanie Hahnemann) &lt;br /&gt;
*[http://www.aerzteblatt.de/v4/archiv/artikel.asp?id=46342 Robert Jütte: ''Samuel Hahnemann: Mehr als nur ein Denkmal''] &lt;br /&gt;
*[http://adsabs.harvard.edu/full/2001HisSc..39..255E Michael Emmans Dean: ''Homeopathy and the Progress of Science''] Wissenschaftshistorischer Aufsatz über die Stellung Hahnemanns zur Medizin seiner Zeit und seinen Bezug zur Aufklärung. (PDF; 288&amp;amp;nbsp;kB) &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Stefan</name></author>
		
	</entry>
	<entry>
		<id>https://www.freewiki.eu/de/index.php?title=Hom%C3%B6opathie&amp;diff=636</id>
		<title>Homöopathie</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://www.freewiki.eu/de/index.php?title=Hom%C3%B6opathie&amp;diff=636"/>
		<updated>2018-08-29T07:34:59Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Stefan: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;&amp;lt;p style=&amp;quot;text-align: right&amp;quot;&amp;gt;[[Unterstützen|'''Unterstützen Sie FreeWiki''']]&amp;lt;/p&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;p style=&amp;quot;text-align: right&amp;quot;&amp;gt;in English language: [[:en:Homeopathy|Homeopathy]]&amp;lt;/p&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die '''Homöopathie''' [ˌhomøopaˈtiː] (von altgriechisch ὅμοιος, ''hómoios'': gleich, gleichartig, ähnlich, sowie πάθος, ''páthos'': Leid, Schmerz, Gefühl; wörtlich also „ähnliches Leiden“) ist eine medizinische Behandlungsmethode, die auf den ab 1796 veröffentlichten Erkenntnissen des deutschen Arztes [[Samuel_Hahnemann|Samuel Hahnemann]] beruht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Die homöopathischen Grundprinzipien ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
 Dieser Abschnitt ist der Website des [https://www.vkhd.de/patienten/homoeopathie/die-homoeopathischen-grundprinzipien VKHD (Verband klassischer Homöopathen Deutschlands e.V.)] entnommen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Homöopathie basiert auf mehreren, wesentlichen Prinzipien, die sie auszeichnen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Das Ähnlichkeitsprinzip ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das therapeutische Leitprinzip der Homöopathen lautet „Ähnliches soll durch Ähnliches geheilt werden“ oder, wie es im lateinischen Original heißt, similia similibus curentur. Das bedeutet: Eine Krankheit wird mit einem Arzneimittel behandelt, das ähnliche Symptome bei einem Gesunden erzeugen kann.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Begründet wurde die Homöopathie vom deutschen Arzt Samuel Hahnemann (1755 – 1843). Er konnte in zahlreichen Versuchen an sich selbst und anderen das Ähnlichkeitsprinzip bestätigen, das schon von dem antiken Arzt Hippokrates beschrieben worden war.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Homöopathische Arzneimittelprüfung ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Am Anfang von Hahnemanns homöopathischer Forschung stand die Arzneimittelprüfung am Gesunden. In seinem ersten berühmt gewordenen Selbstversuch nahm Hahnemann als Gesunder Chinarinde ein. Er beobachtete und dokumentierte dann akribisch seine Reaktion auf die Einnahme dieses Mittels. Dabei stellte er fest, dass er Symptome der Wechselfieberkrankheit (Malaria) entwickelte, gegen die zu seiner Zeit Chinarinde als Arznei eingesetzt wurde. In der Folge begann Hahnemann weitere Stoffe zu prüfen. Unterstützt wurde er dabei von Studenten, ärztlichen Kollegen und Mitgliedern seiner Familie.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bei Arzneimittelprüfungen nehmen also gesunde Probanden eine Substanz in geringen Dosen ein und beobachten, wie sie darauf reagieren. Alle körperlichen und psychischen Veränderungen oder Reaktionen werden als Prüfungssymptome notiert und systematisch dokumentiert. So entstehen die homöopathischen „Arzneimittellehren“ als umfassende Sammlungen der Wirkungsweise homöopathischer Arzneimittel.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Potenzierung ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Einige der Substanzen, die Hahnemann prüfte, waren sehr giftig. Deshalb ging er dazu über, sie stark zu verdünnen, zu verreiben und zu verschütteln. Entgegen seiner Erwartung stellte er dabei fest, dass die Wirkung der Arzneien dadurch nicht geschwächt, sondern vielmehr verstärkt wurde. Deshalb nannte er den Vorgang des Verdünnens, Verreibens und Verschüttelns schließlich Potenzieren, was so viel bedeutet wie Steigern der Kraft des Arzneimittels.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Herstellungsprozess homöopathischer Mittel ist heute im Homöopathischen Arzneibuch (HAB) geregelt. Er besteht aus einer stufenweisen Verreibung, Verdünnung und Verschüttelung der Ausgangssubstanzen. Je häufiger dieser Vorgang durchgeführt wird, desto höher ist die Potenz der fertigen Arznei.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Verordnung von homöopathischen Einzelmitteln ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Klassisch arbeitende HomöopathInnen verordnen gewöhnlich homöopathische Einzelmittel (aus einer einzigen Ausgangssubstanz hergestellt) und nicht ein aus mehreren Inhaltsstoffen gemischtes homöopathisches Komplexmittel. Grund dafür ist, dass die Arzneimittelprüfungen an gesunden Testpersonen immer mit Einzelmitteln durchgeführt wurden. Es liegen keine Arzneimittelprüfungen mit Gemischen vor. Somit existieren auch keine Symptomensammlungen dieser Komplexmittel, die man mit den Symptomen des Patienten vergleichen kann.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Homöopathie in der Geschichte der Medizin ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
 &amp;lt;small&amp;gt;Der folgende Textabschnitt basiert auf dem Artikel „[https://de.wikipedia.org/wiki/Homöopathie Homöopathie]“ aus [https://de.wikipedia.org Wikipedia], gelesen am 10.7.2018, und steht unter der Lizenz [http://creativecommons.org/licenses/by-sa/3.0/de/ Creative Commons CC-BY-SA 3.0 Unported] [http://creativecommons.org/licenses/by-sa/3.0/de/legalcode (Kurzfassung)]. In der Wikipedia ist auf der genannten Seite eine Liste der Autoren verfügbar. -- Textanpassungen und -änderungen sind möglich und wurden zum Teil nötig, weil die Darstellung in Wikipedia nicht der Information, sondern der Verbreitung bestimmter Meinungen diente und/oder inhaltlich unvollständig, tendenziös oder verzerrt war.&amp;lt;/small&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Vorläufer homöopathischen Denkens (Gleiches mit Gleichem zu behandeln) finden sich schon bei Hippokrates und Paracelsus und in vielen Formen traditioneller Heilkunde (ausführlicher, Beispiele!).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Samuel_Hahnemann|Samuel Hahnemann]] begründete an der Wende zum 19. Jahrhundert die Lehre der Homöopathie als ein medizinisches System und spielt damit bis heute eine große Rolle in der Geschichte der modernen Medizin, da die Homöopathie neben der Schulmedizin und der chinesischen Medizin zu den wichtigsten und am weitesten verbreiteten medizinischen Methoden zählt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Hahnemann galt als scharfzüngiger Kritiker der zeitgenössischen Medizin des 18. Jahrhunderts, die Methoden wie Aderlass, Ausleitende Verfahren, Brechkuren und Drastika nutzte.&amp;lt;span&amp;gt;&amp;lt;ref name=&amp;quot;puschmann&amp;quot;&amp;gt;Max Neuburger, Julius Pagel (Hrsg.): ''Handbuch der Geschichte der Medizin begründet von Th. Puschmann, weiland Professor an der Universität Wien.'' Band 2, Jena 1903, S. 122 f.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;/span&amp;gt; &amp;quot;Es scheint das unselige Hauptgeschäft der alten Medicin zu sein, die Mehrzahl der Krankheiten, die langwierigen, durch fortwährendes Schwächen und Quälen des ohnehin schon an seiner Krankheitsplage leidenden, schwachen Kranken und durch Hinzufügung neuer, zerstörender Arzneikrankheiten, wo nicht tödtlich, doch wenigstens unheilbar zu machen, – und, wenn man dies verderbliche Verfahren einmal am Griffe hat, und gegen die Mahnungen des Gewissens gehörig unempfindlich geworden, ist dieß ein sehr leichtes Geschäft!&amp;quot; (Samuel Hahnemann: ''Organon der Heilkunst.'' 6. Auflage. [http://homeoint.org/books4/organon/vorworte.htm Vorwort])&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Gegen die aus dem Mittelalter stammende Medizin, die bis weit ins 19.&amp;amp;nbsp;Jahrhundert wirkte, setzte Hahnemann die Idee und Praxis der Homöopathie mit dem Ziel, zu einer individualisierten und milden Behandlung zu gelangen. Er wollte damit zeigen, dass Krankheiten auch ohne Blutverlust und Abführmittel zu Heilung führen können. Seine Anregung zu experimentellen Untersuchungen über die Arzneiwirkung im gesunden Menschen und zur genauen Beobachtung und Beachtung der Symptome am Krankenbett waren neu und trugen zur Entwicklung der modernen Medizin bei, ebenso wie seine Impulse zu einem anderen, humaneren Umgang mit psychisch Erkrankten. (BELEGE)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Trotz zahlreicher Anläufe wurde die Homöopathie im 19.&amp;amp;nbsp;und 20.&amp;amp;nbsp;Jahrhundert an keiner deutschsprachigen Universität dauerhaft institutionalisiert. Die Einrichtung von Lehrstühlen scheiterte immer wieder am Widerstand materialistisch orientierter Vertreter der medizinischen Fakultäten.&amp;lt;span&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt; Christian Lucae: Homöopathie an deutschsprachigen Universitäten. In: Deutsches Ärzteblatt. Band 96, Nr. 17. Deutscher Ärzte-Verlag, 30. April 1999, S. A-1098/ B-932/ C-875.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;/span&amp;gt; In den USA hingegen bis ins 20 Jahrhundert hinein, und bis heute auch in vielen anderen Ländern (u.a. Indien und Südafrika) ist die Homöopathie fest in der universitären Ausbildung von ÄrztInnen und in der medizinischen Versorgung der Bevölkerung verankert. (BELEGE&amp;amp;nbsp;!)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Erste Hinweise auf die Arzneimittelprüfung am Gesunden finden sich 1790 in der als Fußnote eingeschobenen Schilderung des „Chinarindenversuchs“ in Hahnemanns Übersetzung von William Cullens Arzneimittellehre.&amp;lt;span&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;W. Cullen: ''Abhandlung über die Materia Medika, übersetzt und mit Anmerkungen versehen von S. H.'' Band 2, Leipzig 1790, S. 108–109.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;/span&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=&amp;quot;page-header&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
== Zahlen und Fakten zur Homöopathie ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
 Dieser Abschnitt ist der Website des [https://www.vkhd.de/presse/zahlen-zur-homoeopathie VKHD (Verband klassischer Homöopathen Deutschlands e.V.)] entnommen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Arzneimittelmarkt in Deutschland* ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Apothekenmarkt mit rezeptpflichtigen (inkl. Impfstoffe) und rezeptfreien Arzneimitteln inklusive Apothekenversandhandel verzeichnet im Jahr 2016 in Deutschland einen Gesamtumsatz von 51,7 Milliarden Euro. Das bedeutet eine Steigerung von 2,9% gegenüber dem Vorjahr. Dabei entfallen 6,6 Milliarden Euro auf rezeptfreie Arzneimittel ( 2,6% gegenüber Vorjahr). Der größte Umsatzanteil (45,1 Milliarden Euro) entfällt auf die Abgabe von rezeptpflichtigen Arzneimitteln ( 2,9% gegenüber Vorjahr).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Selbstmedikationsmarkt: Homöopathie macht nur einen Bruchteil der Kosten aus ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der OTC/OTX-Markt hatte 2016 ein Umsatzvolumen von 6.582 Mio. Euro. Für homöopathische Arzneien gaben Patienten 2016 in Apotheken 622 Mio. Euro aus ( 4,3% gegenüber Vorjahr). Der Absatz der Packungen homöopathischer Arzneien stieg im selben Zeitraum nur um 0,7%.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Grundsätzlich muss angemerkt werden, dass diese Zahlen jedoch auch die Ausgaben für Anthroposophika, Spagyrika und Gemmotherapeutika sowie Mittel der Biochemie nach Dr. Schüssler (Schüssler-Salze) berücksichtigen, da bei der Auswertung der Zahlen zugrunde gelegt wird, ob die Arzneien nach dem HAB (Homöopathisches Arzneibuch) hergestellt werden. Dies trifft für alle oben genannten Verfahren zu. Damit spiegeln die ermittelten Zahlen zu homöopathischen Arzneimitteln ein verzerrtes Bild wider.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Aber selbst bei Einbeziehung dieses Konglomerats von Arzneimitteln, die statistisch als Homöopathika gewertet werden, machen die ermittelten Zahlen für „Homöopathika“ lediglich 1,2&amp;amp;nbsp;% der gesamten jährlichen Ausgaben für Arzneimittel aus. Im Kontext der OTC/OTX-Arzneien sind es 9,5%.&amp;lt;ref&amp;gt;Quelle: Bundesverband der Arzneimittel-Hersteller e.V. (Hrsg.): Der Arzneimittelmarkt in Deutschland 2016. [https://www.bah-bonn.de/bah/?type=565&amp;amp;file=redakteur_filesystem/public/BAH_Zahlenbroschuere_2016_web.pdf Zahlen und Fakten]&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Anzahl praktizierender Homöopathen ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sowohl Ärzte als auch Heilpraktiker dürfen homöopathisch behandeln. Genaue Zahlen liegen nur für die Ärzte mit Zusatzbezeichnung Homöopathie vor.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ärzte mit Zusatzbezeichnung Homöopathie:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{| style=&amp;quot;width: 396px;  height: 88px&amp;quot;&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Jahr&lt;br /&gt;
| style=&amp;quot;text-align: right&amp;quot; | 1993&lt;br /&gt;
| style=&amp;quot;text-align: right&amp;quot; | 1995&lt;br /&gt;
| style=&amp;quot;text-align: right&amp;quot; | 2000&lt;br /&gt;
| style=&amp;quot;text-align: right&amp;quot; | 2005&lt;br /&gt;
| style=&amp;quot;text-align: right&amp;quot; | 2010&lt;br /&gt;
| style=&amp;quot;text-align: right&amp;quot; | 2015&lt;br /&gt;
| style=&amp;quot;text-align: right&amp;quot; | 2016&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Gesamt&lt;br /&gt;
| style=&amp;quot;text-align: right&amp;quot; | 2.212&lt;br /&gt;
| style=&amp;quot;text-align: right&amp;quot; | 2.842&lt;br /&gt;
| style=&amp;quot;text-align: right&amp;quot; | 4.491&lt;br /&gt;
| style=&amp;quot;text-align: right&amp;quot; | 5.901&lt;br /&gt;
| style=&amp;quot;text-align: right&amp;quot; | 6.809&lt;br /&gt;
| style=&amp;quot;text-align: right&amp;quot; | 7.038&lt;br /&gt;
| style=&amp;quot;text-align: right&amp;quot; | 7.038&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Weiblich&lt;br /&gt;
| style=&amp;quot;text-align: right&amp;quot; | 968&lt;br /&gt;
| style=&amp;quot;text-align: right&amp;quot; | 1.321&lt;br /&gt;
| style=&amp;quot;text-align: right&amp;quot; | 2.379&lt;br /&gt;
| style=&amp;quot;text-align: right&amp;quot; | 3.382&lt;br /&gt;
| style=&amp;quot;text-align: right&amp;quot; | 4.111&lt;br /&gt;
| style=&amp;quot;text-align: right&amp;quot; | 4.380&lt;br /&gt;
| style=&amp;quot;text-align: right&amp;quot; | 4.392&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Heilpraktiker und homöopathische therapierende Heilpraktiker ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Laut [https://www.destatis.de/DE/Publikationen/Thematisch/Gesundheit/Gesundheitspersonal/Personal.html Statistischem Bundesamt] waren 2015 in Deutschland rund 43.000 Heilpraktiker beschäftigt, davon 34.000 Frauen. 26.000 davon waren in Teilzeit beschäftigt (22.000 Frauen).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zahlen zu klassisch homöopathisch arbeitenden Heilpraktikern liegen nicht vor. Die Mitgliederzahlen des VKHD sowie des Bund Klassischer Homöopathen Deutschlands e.V. (BKHD), ebenfalls ein Zusammenschluss homöopathisch arbeitender Heilpraktiker, mögen hier einen ersten Anhaltspunkt bieten. Allerding werden dabei die Kollegen, die nicht oder in anderen Heilpraktikerverbänden organisiert sind, nicht berücksichtigt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Derzeit hat der VKHD rund 1.400 Mitglieder. Das [http://www.bkhd-zweckbetrieb.de/therapeuten Therapeuten-Verzeichnis der Qualitätskonferenz des BKHD] weist 700 Homöopathen aus.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Anzahl Nutzer homöopathischer Arzneimittel ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Laut verschiedenen Umfragen haben zwischen 50–60% der Bundesbürger in den letzten Jahren schon einmal homöopathische Arzneien benutzt. 1970 waren das gerade einmal 24%. Dabei wenden deutlich mehr Frauen (60–73% je nach Umfrage) homöopathische Arzneimittel an. Die Allensbach-Umfrage aus dem Jahr 2014 hat zudem gezeigt, dass die Homöopathie im Westen (64%) verbreiteter ist als im Osten (44%) Deutschlands.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
72%–76% der 2017 Befragten gaben an, mit der Wirksamkeit und Verträglichkeit homöopathischer Arzneimittel zufrieden oder sehr zufrieden zu sein (Forsa 2017, Forsa 2014). Auch von den 2014 vom Institut Allensbach befragten Nutzern gaben 78% an, die Arzneien seien nebenwirkungsfrei gewesen. 63% betonen die gute Verträglichkeit und 58% sind der Meinung, die Arzneien seien gut für Kinder geeignet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Quellen: Umfrage des Instituts für Demoskopie Allensbach im Jahr 2014, Forsa-Umfrage im Auftrag der Deutschen Homöopathie-Union aus dem Jahr 2014, Forsa-Umfrage im Auftrag des Bundesverbands der Pharmazeutischen Industrie (BPI) aus dem Jahr 2017.&lt;br /&gt;
&amp;lt;/div&amp;gt; &lt;br /&gt;
&amp;amp;nbsp;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Forschungen und Studien zur Homöopathie ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Gegensatz zu wiederholten Äußerungen gibt es zur Homöopathie inzwischen eine Fülle an Studien, die ihre Wirksamkeit nach aktuellen wissenschaftlichen Kriterien untermauern.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sie können auf folgenden Websites ausführliches Material dazu finden:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://www.vkhd.de/presse/homoeopathie/homoeopathie-forschung https://www.vkhd.de/presse/homoeopathie/homoeopathie-forschung]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://www.hri-research.org/de/homeopathy-faqs/ https://www.hri-research.org/de/homeopathy-faqs/]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://www.carstens-stiftung.de/studien-kurz-und-knapp.html https://www.carstens-stiftung.de/studien-kurz-und-knapp.html]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[http://harald-walach.de/ http://harald-walach.de/] &amp;amp;nbsp;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://www.homoeopathie-online.info/wp-content/uploads/Der-aktuelle-Stand-der-Forschung-zur-Homöopathie-2016-WissHom.pdf https://www.homoeopathie-online.info/wp-content/uploads/Der-aktuelle-Stand-der-Forschung-zur-Hom%C3%B6opathie-2016-WissHom.pdf]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;amp;nbsp;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Kritik an der Homöopathie ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Da die Wirkung homöopathischer Behandlungen zwar gut belegt werden kann, aber bisher noch nicht vollständig naturwissenschaftlich erklärt wurde, gibt es immer wieder die Behauptung, sie sei unwirksam.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Es gibt eine Reihe von Internetseiten (Wikipedia, [http://www.Psiram.com Psiram], [https://rationalwiki.org/wiki/RationalWiki RationalWiki], [https://www.gwup.org/ GWUP]), die eigens dazu betrieben werden, unter anderem die Homöopathie, zusammen mit allen anderen alternativen und natürlichen Heilmethoden zu diffamieren und nachgewiesenermaßen falsche Behauptungen durch ständige Wiederholung zu verbreiten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Siehe dazu die Seiten&amp;amp;nbsp;[[Skeptikerbewegung|Skeptikerbewegung]]&amp;amp;nbsp; und [[WikiWatch|WikiWatch]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;amp;nbsp;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
----&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Fußnoten: ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;span&amp;gt;&amp;lt;references /&amp;gt;&amp;lt;/span&amp;gt;&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Stefan</name></author>
		
	</entry>
	<entry>
		<id>https://www.freewiki.eu/de/index.php?title=Hom%C3%B6opathie&amp;diff=635</id>
		<title>Homöopathie</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://www.freewiki.eu/de/index.php?title=Hom%C3%B6opathie&amp;diff=635"/>
		<updated>2018-08-29T07:32:57Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Stefan: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;&amp;lt;p style=&amp;quot;text-align: right&amp;quot;&amp;gt;[[Unterstützen|'''Unterstützen Sie FreeWiki''']]&amp;lt;/p&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;p style=&amp;quot;text-align: right&amp;quot;&amp;gt;in English language: [[:en:Homeopathy|Homeopathy]]&amp;lt;/p&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die '''Homöopathie''' [ˌhomøopaˈtiː] (von altgriechisch ὅμοιος, ''hómoios'': gleich, gleichartig, ähnlich, sowie πάθος, ''páthos'': Leid, Schmerz, Gefühl; wörtlich also „ähnliches Leiden“) ist eine medizinische Behandlungsmethode, die auf den ab 1796 veröffentlichten Erkenntnissen des deutschen Arztes [[Samuel_Hahnemann|Samuel Hahnemann]] beruht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Die homöopathischen Grundprinzipien ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
 Dieser Abschnitt ist der Website des [https://www.vkhd.de/patienten/homoeopathie/die-homoeopathischen-grundprinzipien VKHD (Verband klassischer Homöopathen Deutschlands e.V.)] entnommen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Homöopathie basiert auf mehreren, wesentlichen Prinzipien, die sie auszeichnen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Das Ähnlichkeitsprinzip ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das therapeutische Leitprinzip der Homöopathen lautet „Ähnliches soll durch Ähnliches geheilt werden“ oder, wie es im lateinischen Original heißt, similia similibus curentur. Das bedeutet: Eine Krankheit wird mit einem Arzneimittel behandelt, das ähnliche Symptome bei einem Gesunden erzeugen kann.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Begründet wurde die Homöopathie vom deutschen Arzt Samuel Hahnemann (1755 – 1843). Er konnte in zahlreichen Versuchen an sich selbst und anderen das Ähnlichkeitsprinzip bestätigen, das schon von dem antiken Arzt Hippokrates beschrieben worden war.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Homöopathische Arzneimittelprüfung ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Am Anfang von Hahnemanns homöopathischer Forschung stand die Arzneimittelprüfung am Gesunden. In seinem ersten berühmt gewordenen Selbstversuch nahm Hahnemann als Gesunder Chinarinde ein. Er beobachtete und dokumentierte dann akribisch seine Reaktion auf die Einnahme dieses Mittels. Dabei stellte er fest, dass er Symptome der Wechselfieberkrankheit (Malaria) entwickelte, gegen die zu seiner Zeit Chinarinde als Arznei eingesetzt wurde. In der Folge begann Hahnemann weitere Stoffe zu prüfen. Unterstützt wurde er dabei von Studenten, ärztlichen Kollegen und Mitgliedern seiner Familie.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bei Arzneimittelprüfungen nehmen also gesunde Probanden eine Substanz in geringen Dosen ein und beobachten, wie sie darauf reagieren. Alle körperlichen und psychischen Veränderungen oder Reaktionen werden als Prüfungssymptome notiert und systematisch dokumentiert. So entstehen die homöopathischen „Arzneimittellehren“ als umfassende Sammlungen der Wirkungsweise homöopathischer Arzneimittel.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Potenzierung ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Einige der Substanzen, die Hahnemann prüfte, waren sehr giftig. Deshalb ging er dazu über, sie stark zu verdünnen und zu verschütteln. Entgegen seiner Erwartung stellte er dabei fest, dass die Wirkung der Arzneien dadurch nicht geschwächt, sondern vielmehr verstärkt wurde. Deshalb nannte er den Vorgang des Verdünnens und Verschüttelns schließlich Potenzieren, was so viel bedeutet wie Steigern der Kraft des Arzneimittels.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Herstellungsprozess homöopathischer Mittel ist heute im Homöopathischen Arzneibuch (HAB) geregelt. Er besteht aus einer stufenweisen Verreibung, Verdünnung und Verschüttelung der Ausgangssubstanzen. Je häufiger dieser Vorgang durchgeführt wird, desto höher ist die Potenz der fertigen Arznei.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Verordnung von homöopathischen Einzelmitteln ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Klassisch arbeitende HomöopathInnen verordnen gewöhnlich homöopathische Einzelmittel (aus einer einzigen Ausgangssubstanz hergestellt) und nicht ein aus mehreren Inhaltsstoffen gemischtes homöopathisches Komplexmittel. Grund dafür ist, dass die Arzneimittelprüfungen an gesunden Testpersonen immer mit Einzelmitteln durchgeführt wurden. Es liegen keine Arzneimittelprüfungen mit Gemischen vor. Somit existieren auch keine Symptomensammlungen dieser Komplexmittel, die man mit den Symptomen des Patienten vergleichen kann.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Homöopathie in der Geschichte der Medizin ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
 &amp;lt;small&amp;gt;Der folgende Textabschnitt basiert auf dem Artikel „[https://de.wikipedia.org/wiki/Homöopathie Homöopathie]“ aus [https://de.wikipedia.org Wikipedia], gelesen am 10.7.2018, und steht unter der Lizenz [http://creativecommons.org/licenses/by-sa/3.0/de/ Creative Commons CC-BY-SA 3.0 Unported] [http://creativecommons.org/licenses/by-sa/3.0/de/legalcode (Kurzfassung)]. In der Wikipedia ist auf der genannten Seite eine Liste der Autoren verfügbar. -- Textanpassungen und -änderungen sind möglich und wurden zum Teil nötig, weil die Darstellung in Wikipedia nicht der Information, sondern der Verbreitung bestimmter Meinungen diente und/oder inhaltlich unvollständig, tendenziös oder verzerrt war.&amp;lt;/small&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Vorläufer homöopathischen Denkens (Gleiches mit Gleichem zu behandeln) finden sich schon bei Hippokrates und Paracelsus und in vielen Formen traditioneller Heilkunde (ausführlicher, Beispiele!).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Samuel_Hahnemann|Samuel Hahnemann]] begründete an der Wende zum 19. Jahrhundert die Lehre der Homöopathie als ein medizinisches System und spielt damit bis heute eine große Rolle in der Geschichte der modernen Medizin, da die Homöopathie neben der Schulmedizin und der chinesischen Medizin zu den wichtigsten und am weitesten verbreiteten medizinischen Methoden zählt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Hahnemann galt als scharfzüngiger Kritiker der zeitgenössischen Medizin des 18. Jahrhunderts, die Methoden wie Aderlass, Ausleitende Verfahren, Brechkuren und Drastika nutzte.&amp;lt;span&amp;gt;&amp;lt;ref name=&amp;quot;puschmann&amp;quot;&amp;gt;Max Neuburger, Julius Pagel (Hrsg.): ''Handbuch der Geschichte der Medizin begründet von Th. Puschmann, weiland Professor an der Universität Wien.'' Band 2, Jena 1903, S. 122 f.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;/span&amp;gt; &amp;quot;Es scheint das unselige Hauptgeschäft der alten Medicin zu sein, die Mehrzahl der Krankheiten, die langwierigen, durch fortwährendes Schwächen und Quälen des ohnehin schon an seiner Krankheitsplage leidenden, schwachen Kranken und durch Hinzufügung neuer, zerstörender Arzneikrankheiten, wo nicht tödtlich, doch wenigstens unheilbar zu machen, – und, wenn man dies verderbliche Verfahren einmal am Griffe hat, und gegen die Mahnungen des Gewissens gehörig unempfindlich geworden, ist dieß ein sehr leichtes Geschäft!&amp;quot; (Samuel Hahnemann: ''Organon der Heilkunst.'' 6. Auflage. [http://homeoint.org/books4/organon/vorworte.htm Vorwort])&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Gegen die aus dem Mittelalter stammende Medizin, die bis weit ins 19.&amp;amp;nbsp;Jahrhundert wirkte, setzte Hahnemann die Idee und Praxis der Homöopathie mit dem Ziel, zu einer individualisierten und milden Behandlung zu gelangen. Er wollte damit zeigen, dass Krankheiten auch ohne Blutverlust und Abführmittel zu Heilung führen können. Seine Anregung zu experimentellen Untersuchungen über die Arzneiwirkung im gesunden Menschen und zur genauen Beobachtung und Beachtung der Symptome am Krankenbett waren neu und trugen zur Entwicklung der modernen Medizin bei, ebenso wie seine Impulse zu einem anderen, humaneren Umgang mit psychisch Erkrankten. (BELEGE)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Trotz zahlreicher Anläufe wurde die Homöopathie im 19.&amp;amp;nbsp;und 20.&amp;amp;nbsp;Jahrhundert an keiner deutschsprachigen Universität dauerhaft institutionalisiert. Die Einrichtung von Lehrstühlen scheiterte immer wieder am Widerstand materialistisch orientierter Vertreter der medizinischen Fakultäten.&amp;lt;span&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt; Christian Lucae: Homöopathie an deutschsprachigen Universitäten. In: Deutsches Ärzteblatt. Band 96, Nr. 17. Deutscher Ärzte-Verlag, 30. April 1999, S. A-1098/ B-932/ C-875.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;/span&amp;gt; In den USA hingegen bis ins 20 Jahrhundert hinein, und bis heute auch in vielen anderen Ländern (u.a. Indien und Südafrika) ist die Homöopathie fest in der universitären Ausbildung von ÄrztInnen und in der medizinischen Versorgung der Bevölkerung verankert. (BELEGE&amp;amp;nbsp;!)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Erste Hinweise auf die Arzneimittelprüfung am Gesunden finden sich 1790 in der als Fußnote eingeschobenen Schilderung des „Chinarindenversuchs“ in Hahnemanns Übersetzung von William Cullens Arzneimittellehre.&amp;lt;span&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;W. Cullen: ''Abhandlung über die Materia Medika, übersetzt und mit Anmerkungen versehen von S. H.'' Band 2, Leipzig 1790, S. 108–109.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;/span&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=&amp;quot;page-header&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
== Zahlen und Fakten zur Homöopathie ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
 Dieser Abschnitt ist der Website des [https://www.vkhd.de/presse/zahlen-zur-homoeopathie VKHD (Verband klassischer Homöopathen Deutschlands e.V.)] entnommen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Arzneimittelmarkt in Deutschland* ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Apothekenmarkt mit rezeptpflichtigen (inkl. Impfstoffe) und rezeptfreien Arzneimitteln inklusive Apothekenversandhandel verzeichnet im Jahr 2016 in Deutschland einen Gesamtumsatz von 51,7 Milliarden Euro. Das bedeutet eine Steigerung von 2,9% gegenüber dem Vorjahr. Dabei entfallen 6,6 Milliarden Euro auf rezeptfreie Arzneimittel ( 2,6% gegenüber Vorjahr). Der größte Umsatzanteil (45,1 Milliarden Euro) entfällt auf die Abgabe von rezeptpflichtigen Arzneimitteln ( 2,9% gegenüber Vorjahr).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Selbstmedikationsmarkt: Homöopathie macht nur einen Bruchteil der Kosten aus ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der OTC/OTX-Markt hatte 2016 ein Umsatzvolumen von 6.582 Mio. Euro. Für homöopathische Arzneien gaben Patienten 2016 in Apotheken 622 Mio. Euro aus ( 4,3% gegenüber Vorjahr). Der Absatz der Packungen homöopathischer Arzneien stieg im selben Zeitraum nur um 0,7%.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Grundsätzlich muss angemerkt werden, dass diese Zahlen jedoch auch die Ausgaben für Anthroposophika, Spagyrika und Gemmotherapeutika sowie Mittel der Biochemie nach Dr. Schüssler (Schüssler-Salze) berücksichtigen, da bei der Auswertung der Zahlen zugrunde gelegt wird, ob die Arzneien nach dem HAB (Homöopathisches Arzneibuch) hergestellt werden. Dies trifft für alle oben genannten Verfahren zu. Damit spiegeln die ermittelten Zahlen zu homöopathischen Arzneimitteln ein verzerrtes Bild wider.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Aber selbst bei Einbeziehung dieses Konglomerats von Arzneimitteln, die statistisch als Homöopathika gewertet werden, machen die ermittelten Zahlen für „Homöopathika“ lediglich 1,2&amp;amp;nbsp;% der gesamten jährlichen Ausgaben für Arzneimittel aus. Im Kontext der OTC/OTX-Arzneien sind es 9,5%.&amp;lt;ref&amp;gt;Quelle: Bundesverband der Arzneimittel-Hersteller e.V. (Hrsg.): Der Arzneimittelmarkt in Deutschland 2016. [https://www.bah-bonn.de/bah/?type=565&amp;amp;file=redakteur_filesystem/public/BAH_Zahlenbroschuere_2016_web.pdf Zahlen und Fakten]&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Anzahl praktizierender Homöopathen ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sowohl Ärzte als auch Heilpraktiker dürfen homöopathisch behandeln. Genaue Zahlen liegen nur für die Ärzte mit Zusatzbezeichnung Homöopathie vor.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ärzte mit Zusatzbezeichnung Homöopathie:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{| style=&amp;quot;width: 396px;  height: 88px&amp;quot;&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Jahr&lt;br /&gt;
| style=&amp;quot;text-align: right&amp;quot; | 1993&lt;br /&gt;
| style=&amp;quot;text-align: right&amp;quot; | 1995&lt;br /&gt;
| style=&amp;quot;text-align: right&amp;quot; | 2000&lt;br /&gt;
| style=&amp;quot;text-align: right&amp;quot; | 2005&lt;br /&gt;
| style=&amp;quot;text-align: right&amp;quot; | 2010&lt;br /&gt;
| style=&amp;quot;text-align: right&amp;quot; | 2015&lt;br /&gt;
| style=&amp;quot;text-align: right&amp;quot; | 2016&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Gesamt&lt;br /&gt;
| style=&amp;quot;text-align: right&amp;quot; | 2.212&lt;br /&gt;
| style=&amp;quot;text-align: right&amp;quot; | 2.842&lt;br /&gt;
| style=&amp;quot;text-align: right&amp;quot; | 4.491&lt;br /&gt;
| style=&amp;quot;text-align: right&amp;quot; | 5.901&lt;br /&gt;
| style=&amp;quot;text-align: right&amp;quot; | 6.809&lt;br /&gt;
| style=&amp;quot;text-align: right&amp;quot; | 7.038&lt;br /&gt;
| style=&amp;quot;text-align: right&amp;quot; | 7.038&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Weiblich&lt;br /&gt;
| style=&amp;quot;text-align: right&amp;quot; | 968&lt;br /&gt;
| style=&amp;quot;text-align: right&amp;quot; | 1.321&lt;br /&gt;
| style=&amp;quot;text-align: right&amp;quot; | 2.379&lt;br /&gt;
| style=&amp;quot;text-align: right&amp;quot; | 3.382&lt;br /&gt;
| style=&amp;quot;text-align: right&amp;quot; | 4.111&lt;br /&gt;
| style=&amp;quot;text-align: right&amp;quot; | 4.380&lt;br /&gt;
| style=&amp;quot;text-align: right&amp;quot; | 4.392&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Heilpraktiker und homöopathische therapierende Heilpraktiker ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Laut [https://www.destatis.de/DE/Publikationen/Thematisch/Gesundheit/Gesundheitspersonal/Personal.html Statistischem Bundesamt] waren 2015 in Deutschland rund 43.000 Heilpraktiker beschäftigt, davon 34.000 Frauen. 26.000 davon waren in Teilzeit beschäftigt (22.000 Frauen).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zahlen zu klassisch homöopathisch arbeitenden Heilpraktikern liegen nicht vor. Die Mitgliederzahlen des VKHD sowie des Bund Klassischer Homöopathen Deutschlands e.V. (BKHD), ebenfalls ein Zusammenschluss homöopathisch arbeitender Heilpraktiker, mögen hier einen ersten Anhaltspunkt bieten. Allerding werden dabei die Kollegen, die nicht oder in anderen Heilpraktikerverbänden organisiert sind, nicht berücksichtigt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Derzeit hat der VKHD rund 1.400 Mitglieder. Das [http://www.bkhd-zweckbetrieb.de/therapeuten Therapeuten-Verzeichnis der Qualitätskonferenz des BKHD] weist 700 Homöopathen aus.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Anzahl Nutzer homöopathischer Arzneimittel ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Laut verschiedenen Umfragen haben zwischen 50–60% der Bundesbürger in den letzten Jahren schon einmal homöopathische Arzneien benutzt. 1970 waren das gerade einmal 24%. Dabei wenden deutlich mehr Frauen (60–73% je nach Umfrage) homöopathische Arzneimittel an. Die Allensbach-Umfrage aus dem Jahr 2014 hat zudem gezeigt, dass die Homöopathie im Westen (64%) verbreiteter ist als im Osten (44%) Deutschlands.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
72%–76% der 2017 Befragten gaben an, mit der Wirksamkeit und Verträglichkeit homöopathischer Arzneimittel zufrieden oder sehr zufrieden zu sein (Forsa 2017, Forsa 2014). Auch von den 2014 vom Institut Allensbach befragten Nutzern gaben 78% an, die Arzneien seien nebenwirkungsfrei gewesen. 63% betonen die gute Verträglichkeit und 58% sind der Meinung, die Arzneien seien gut für Kinder geeignet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Quellen: Umfrage des Instituts für Demoskopie Allensbach im Jahr 2014, Forsa-Umfrage im Auftrag der Deutschen Homöopathie-Union aus dem Jahr 2014, Forsa-Umfrage im Auftrag des Bundesverbands der Pharmazeutischen Industrie (BPI) aus dem Jahr 2017.&lt;br /&gt;
&amp;lt;/div&amp;gt; &lt;br /&gt;
&amp;amp;nbsp;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Forschungen und Studien zur Homöopathie ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Gegensatz zu wiederholten Äußerungen gibt es zur Homöopathie inzwischen eine Fülle an Studien, die ihre Wirksamkeit nach aktuellen wissenschaftlichen Kriterien untermauern.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sie können auf folgenden Websites ausführliches Material dazu finden:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://www.vkhd.de/presse/homoeopathie/homoeopathie-forschung https://www.vkhd.de/presse/homoeopathie/homoeopathie-forschung]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://www.hri-research.org/de/homeopathy-faqs/ https://www.hri-research.org/de/homeopathy-faqs/]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://www.carstens-stiftung.de/studien-kurz-und-knapp.html https://www.carstens-stiftung.de/studien-kurz-und-knapp.html]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[http://harald-walach.de/ http://harald-walach.de/] &amp;amp;nbsp;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://www.homoeopathie-online.info/wp-content/uploads/Der-aktuelle-Stand-der-Forschung-zur-Homöopathie-2016-WissHom.pdf https://www.homoeopathie-online.info/wp-content/uploads/Der-aktuelle-Stand-der-Forschung-zur-Hom%C3%B6opathie-2016-WissHom.pdf]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;amp;nbsp;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Kritik an der Homöopathie ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Da die Wirkung homöopathischer Behandlungen zwar gut belegt werden kann, aber bisher noch nicht vollständig naturwissenschaftlich erklärt wurde, gibt es immer wieder die Behauptung, sie sei unwirksam.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Es gibt eine Reihe von Internetseiten (Wikipedia, [http://www.Psiram.com Psiram], [https://rationalwiki.org/wiki/RationalWiki RationalWiki], [https://www.gwup.org/ GWUP]), die eigens dazu betrieben werden, unter anderem die Homöopathie, zusammen mit allen anderen alternativen und natürlichen Heilmethoden zu diffamieren und nachgewiesenermaßen falsche Behauptungen durch ständige Wiederholung zu verbreiten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Siehe dazu die Seiten&amp;amp;nbsp;[[Skeptikerbewegung|Skeptikerbewegung]]&amp;amp;nbsp; und [[WikiWatch|WikiWatch]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;amp;nbsp;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
----&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Fußnoten: ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;span&amp;gt;&amp;lt;references /&amp;gt;&amp;lt;/span&amp;gt;&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Stefan</name></author>
		
	</entry>
	<entry>
		<id>https://www.freewiki.eu/de/index.php?title=Hom%C3%B6opathie&amp;diff=420</id>
		<title>Homöopathie</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://www.freewiki.eu/de/index.php?title=Hom%C3%B6opathie&amp;diff=420"/>
		<updated>2018-07-23T06:53:14Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Stefan: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;&lt;br /&gt;
{{Leerseite}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
----&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;amp;nbsp;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Begriff ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Homöopathie [ˌhomøopaˈtiː] (von altgriechisch ὅμοιος, hómoios: gleich, gleichartig, ähnlich, sowie πάθος, páthos: Leid, Schmerz, Gefühl; wörtlich also „ähnliches Leiden“) ist eine medizinische Behandlungsmethode, die auf den ab 1796 veröffentlichten Erkenntnissen des deutschen Arztes [[Samuel_Hahnemann|Samuel Hahnemann]] beruht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Die homöopathischen Grundprinzipien ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
 Dieser Abschnitt ist der Website des [https://www.vkhd.de/patienten/homoeopathie/die-homoeopathischen-grundprinzipien VKHD (Verband klassischer Homöopathen Deutschlands e.V.)] entnommen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Homöopathie basiert auf mehreren, wesentlichen Prinzipien, die sie auszeichnen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Das Ähnlichkeitsprinzip ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das therapeutische Leitprinzip der Homöopathen „Ähnliches soll durch Ähnliches geheilt werden“ oder wie es im lateinischen Original heißt: Similia similibus curentur. Das bedeutet: Eine Krankheit wird mit einem Arzneimittel behandelt, das ähnliche Symptome bei einem Gesunden erzeugen kann.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Begründet wurde die Homöopathie vom deutschen Arzt Samuel Hahnemann (1755 – 1843). Er konnte in zahlreichen Versuchen an sich selbst und anderen das Ähnlichkeitsprinzip bestätigen, das schon von dem antiken Arzt Hippokrates beschrieben worden war.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Homöopathische Arzneimittelprüfung ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Am Anfang von Hahnemanns homöopathischer Forschung stand die Arzneimittelprüfung am Gesunden. In seinem ersten berühmt gewordenen Selbstversuch nahm Hahnemann als Gesunder Chinarinde ein. Er beobachtete und dokumentierte dann akribisch seine Reaktion auf die Einnahme dieses Mittels. Dabei stellte er fest, dass er Symptome der Wechselfieberkrankheit (Malaria) entwickelte, gegen die zu seiner Zeit Chinarinde als Arznei eingesetzt wurde. In der Folge begann Hahnemann weitere Stoffe zu prüfen. Unterstützt wurde er dabei von Studenten, ärztlichen Kollegen und Mitgliedern seiner Familie.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bei Arzneimittelprüfungen nehmen also gesunde Probanden eine Substanz in geringen Dosen ein und beobachten, wie sie darauf reagieren. Alle körperlichen und psychischen Veränderungen oder Reaktionen werden als Prüfungssymptome notiert und systematisch dokumentiert. So entstehen die homöopathischen „Arzneimittellehren“ als umfassende Sammlungen der Wirkungsweise homöopathischer Arzneimittel.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Potenzierung ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Einige der Substanzen, die Hahnemann prüfte, waren sehr giftig. Deshalb ging er dazu über, sie stark zu verdünnen und zu verschütteln. Entgegen seiner Erwartung stellte er dabei fest, dass die Wirkung der Arzneien dadurch nicht geschwächt, sondern vielmehr verstärkt wurde. Deshalb nannte er den Vorgang des Verdünnens und Verschüttelns schließlich Potenzieren, was so viel bedeutet wie Steigern der Kraft des Arzneimittels.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Herstellungsprozess homöopathischer Mittel ist heute im Homöopathischen Arzneibuch (HAB) geregelt. Er besteht aus einer stufenweisen Verreibung, Verdünnung und Verschüttelung der Ausgangssubstanzen. Je häufiger dieser Vorgang durchgeführt wird, desto höher ist die Potenz der fertigen Arznei.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Verordnung von homöopathischen Einzelmitteln ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Klassisch arbeitende HomöopathInnen verordnen gewöhnlich homöopathische Einzelmittel (aus einer einzigen Ausgangssubstanz hergestellt) und nicht ein aus mehreren Inhaltsstoffen gemischtes homöopathisches Komplexmittel. Grund dafür ist, dass die Arzneimittelprüfungen an gesunden Testpersonen immer mit Einzelmitteln durchgeführt wurden. Es liegen keine Arzneimittelprüfungen mit Gemischen vor. Somit existieren auch keine Symptomensammlungen dieser Komplexmittel, die man mit den Symptomen des Patienten vergleichen kann.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Homöopathie in der Geschichte der Medizin ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
 &amp;lt;small&amp;gt;Der folgende Textabschnitt basiert auf dem Artikel „[https://de.wikipedia.org/wiki/Homöopathie Homöopathie]“ aus [https://de.wikipedia.org Wikipedia], gelesen am 10.7.2018, und steht unter der Lizenz [http://creativecommons.org/licenses/by-sa/3.0/de/ Creative Commons CC-BY-SA 3.0 Unported] [http://creativecommons.org/licenses/by-sa/3.0/de/legalcode (Kurzfassung)]. In der Wikipedia ist auf der genannten Seite eine Liste der Autoren verfügbar. -- Textanpassungen und -änderungen sind möglich und wurden zum Teil nötig, weil die Darstellung in Wikipedia nicht der Information, sondern der Verbreitung bestimmter Meinungen diente und/oder inhaltlich unvollständig, tendenziös oder verzerrt war.&amp;lt;/small&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Vorläufer homöopathischen Denkens (Gleiches mit Gleichem zu behandeln) finden sich schon bei Hippokrates und Paracelsus und in vielen Formen traditioneller Heilkunde (ausführlicher, Beispiele!).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Samuel_Hahnemann|Samuel Hahnemann]] begründete an der Wende zum 19. Jahrhundert die Lehre der Homöopathie als ein medizinisches System und spielt damit bis heute eine große Rolle in der Geschichte der modernen Medizin, da die Homöopathie neben der Schulmedizin und der chinesischen Medizin zu den wichtigsten und am weitesten verbreiteten medizinischen Methoden zählt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Hahnemann galt als scharfzüngiger Kritiker der zeitgenössischen Medizin des 18. Jahrhunderts, die Methoden wie Aderlass, Ausleitende Verfahren, Brechkuren und Drastika nutzte.&amp;lt;span&amp;gt;&amp;lt;ref name=&amp;quot;puschmann&amp;quot;&amp;gt;Max Neuburger, Julius Pagel (Hrsg.): ''Handbuch der Geschichte der Medizin begründet von Th. Puschmann, weiland Professor an der Universität Wien.'' Band 2, Jena 1903, S. 122 f.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;/span&amp;gt; &amp;quot;Es scheint das unselige Hauptgeschäft der alten Medicin zu sein, die Mehrzahl der Krankheiten, die langwierigen, durch fortwährendes Schwächen und Quälen des ohnehin schon an seiner Krankheitsplage leidenden, schwachen Kranken und durch Hinzufügung neuer, zerstörender Arzneikrankheiten, wo nicht tödtlich, doch wenigstens unheilbar zu machen, – und, wenn man dies verderbliche Verfahren einmal am Griffe hat, und gegen die Mahnungen des Gewissens gehörig unempfindlich geworden, ist dieß ein sehr leichtes Geschäft!&amp;quot; (Samuel Hahnemann: ''Organon der Heilkunst.'' 6. Auflage. [http://homeoint.org/books4/organon/vorworte.htm Vorwort])&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Gegen die aus dem Mittelalter stammende Medizin, die bis weit ins 19.&amp;amp;nbsp;Jahrhundert wirkte, setzte Hahnemann die Idee und Praxis der Homöopathie mit dem Ziel, zu einer individualisierten und milden Behandlung zu gelangen. Er wollte damit zeigen, dass Krankheiten auch ohne Blutverlust und Abführmittel zu Heilung führen können. Seine Anregung zu experimentellen Untersuchungen über die Arzneiwirkung im gesunden Menschen und zur genauen Beobachtung und Beachtung der Symptome am Krankenbett waren neu und trugen zur Entwicklung der modernen Medizin bei, ebenso wie seine Impulse zu einem anderen, humaneren Umgang mit psychisch Erkrankten. (BELEGE)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Trotz zahlreicher Anläufe wurde die Homöopathie im 19.&amp;amp;nbsp;und 20.&amp;amp;nbsp;Jahrhundert an keiner deutschsprachigen Universität dauerhaft institutionalisiert. Die Einrichtung von Lehrstühlen scheiterte immer wieder am Widerstand materialistisch orientierter Vertreter der medizinischen Fakultäten.&amp;lt;span&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt; Christian Lucae: Homöopathie an deutschsprachigen Universitäten. In: Deutsches Ärzteblatt. Band 96, Nr. 17. Deutscher Ärzte-Verlag, 30. April 1999, S. A-1098/ B-932/ C-875.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;/span&amp;gt; In den USA hingegen bis ins 20 Jahrhundert hinein, und bis heute auch in vielen anderen Ländern (u.a. Indien und Südafrika) ist die Homöopathie fest in der universitären Ausbildung von ÄrztInnen und in der medizinischen Versorgung der Bevölkerung verankert. (BELEGE&amp;amp;nbsp;!)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Erste Hinweise auf die Arzneimittelprüfung am Gesunden finden sich 1790 in der als Fußnote eingeschobenen Schilderung des „Chinarindenversuchs“ in Hahnemanns Übersetzung von William Cullens Arzneimittellehre.&amp;lt;span&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;W. Cullen: ''Abhandlung über die Materia Medika, übersetzt und mit Anmerkungen versehen von S. H.'' Band 2, Leipzig 1790, S. 108–109.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;/span&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=&amp;quot;page-header&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
== Zahlen und Fakten zur Homöopathie ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
 Dieser Abschnitt ist der Website des [https://www.vkhd.de/presse/zahlen-zur-homoeopathie VKHD (Verband klassischer Homöopathen Deutschlands e.V.)] entnommen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Arzneimittelmarkt in Deutschland* ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Apothekenmarkt mit rezeptpflichtigen (inkl. Impfstoffe) und rezeptfreien Arzneimitteln inklusive Apothekenversandhandel verzeichnet im Jahr 2016 in Deutschland einen Gesamtumsatz von 51,7 Milliarden Euro. Das bedeutet eine Steigerung von 2,9% gegenüber dem Vorjahr. Dabei entfallen 6,6 Milliarden Euro auf rezeptfreie Arzneimittel ( 2,6% gegenüber Vorjahr). Der größte Umsatzanteil (45,1 Milliarden Euro) entfällt auf die Abgabe von rezeptpflichtigen Arzneimitteln ( 2,9% gegenüber Vorjahr).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Selbstmedikationsmarkt: Homöopathie macht nur einen Bruchteil der Kosten aus ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der OTC/OTX-Markt hatte 2016 ein Umsatzvolumen von 6.582 Mio. Euro. Für homöopathische Arzneien gaben Patienten 2016 in Apotheken 622 Mio. Euro aus ( 4,3% gegenüber Vorjahr). Der Absatz der Packungen homöopathischer Arzneien stieg im selben Zeitraum nur um 0,7%.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Grundsätzlich muss angemerkt werden, dass diese Zahlen jedoch auch die Ausgaben für Anthroposophika, Spagyrika und Gemmotherapeutika sowie Mittel der Biochemie nach Dr. Schüssler (Schüssler-Salze) berücksichtigen, da bei der Auswertung der Zahlen zugrunde gelegt wird, ob die Arzneien nach dem HAB (Homöopathisches Arzneibuch) hergestellt werden. Dies trifft für alle oben genannten Verfahren zu. Damit spiegeln die ermittelten Zahlen zu homöopathischen Arzneimitteln ein verzerrtes Bild wider.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Aber selbst bei Einbeziehung dieses Konglomerats von Arzneimitteln, die statistisch als Homöopathika gewertet werden, machen die ermittelten Zahlen für „Homöopathika“ lediglich 1,2&amp;amp;nbsp;% der gesamten jährlichen Ausgaben für Arzneimittel aus. Im Kontext der OTC/OTX-Arzneien sind es 9,5%.&amp;lt;ref&amp;gt;Quelle: Bundesverband der Arzneimittel-Hersteller e.V. (Hrsg.): Der Arzneimittelmarkt in Deutschland 2016. [https://www.bah-bonn.de/bah/?type=565&amp;amp;file=redakteur_filesystem/public/BAH_Zahlenbroschuere_2016_web.pdf Zahlen und Fakten]&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Anzahl praktizierender Homöopathen ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sowohl Ärzte als auch Heilpraktiker dürfen homöopathisch behandeln. Genaue Zahlen liegen nur für die Ärzte mit Zusatzbezeichnung Homöopathie vor.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ärzte mit Zusatzbezeichnung Homöopathie:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{| style=&amp;quot;width: 396px;  height: 88px&amp;quot;&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Jahr&lt;br /&gt;
| style=&amp;quot;text-align: right&amp;quot; | 1993&lt;br /&gt;
| style=&amp;quot;text-align: right&amp;quot; | 1995&lt;br /&gt;
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| style=&amp;quot;text-align: right&amp;quot; | 2015&lt;br /&gt;
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|-&lt;br /&gt;
| Gesamt&lt;br /&gt;
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|-&lt;br /&gt;
| Weiblich&lt;br /&gt;
| style=&amp;quot;text-align: right&amp;quot; | 968&lt;br /&gt;
| style=&amp;quot;text-align: right&amp;quot; | 1.321&lt;br /&gt;
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| style=&amp;quot;text-align: right&amp;quot; | 4.380&lt;br /&gt;
| style=&amp;quot;text-align: right&amp;quot; | 4.392&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Heilpraktiker und homöopathische therapierende Heilpraktiker ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Laut [https://www.destatis.de/DE/Publikationen/Thematisch/Gesundheit/Gesundheitspersonal/Personal.html Statistischem Bundesamt] waren 2015 in Deutschland rund 43.000 Heilpraktiker beschäftigt, davon 34.000 Frauen. 26.000 davon waren in Teilzeit beschäftigt (22.000 Frauen).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zahlen zu klassisch homöopathisch arbeitenden Heilpraktikern liegen nicht vor. Die Mitgliederzahlen des VKHD sowie des Bund Klassischer Homöopathen Deutschlands e.V. (BKHD), ebenfalls ein Zusammenschluss homöopathisch arbeitender Heilpraktiker, mögen hier einen ersten Anhaltspunkt bieten. Allerding werden dabei die Kollegen, die nicht oder in anderen Heilpraktikerverbänden organisiert sind, nicht berücksichtigt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Derzeit hat der VKHD rund 1.400 Mitglieder. Das [http://www.bkhd-zweckbetrieb.de/therapeuten Therapeuten-Verzeichnis der Qualitätskonferenz des BKHD] weist 700 Homöopathen aus.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Anzahl Nutzer homöopathischer Arzneimittel ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Laut verschiedenen Umfragen haben zwischen 50–60% der Bundesbürger in den letzten Jahren schon einmal homöopathische Arzneien benutzt. 1970 waren das gerade einmal 24%. Dabei wenden deutlich mehr Frauen (60–73% je nach Umfrage) homöopathische Arzneimittel an. Die Allensbach-Umfrage aus dem Jahr 2014 hat zudem gezeigt, dass die Homöopathie im Westen (64%) verbreiteter ist als im Osten (44%) Deutschlands.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
72%–76% der 2017 Befragten gaben an, mit der Wirksamkeit und Verträglichkeit homöopathischer Arzneimittel zufrieden oder sehr zufrieden zu sein (Forsa 2017, Forsa 2014). Auch von den 2014 vom Institut Allensbach befragten Nutzern gaben 78% an, die Arzneien seien nebenwirkungsfrei gewesen. 63% betonen die gute Verträglichkeit und 58% sind der Meinung, die Arzneien seien gut für Kinder geeignet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Quellen: Umfrage des Instituts für Demoskopie Allensbach im Jahr 2014, Forsa-Umfrage im Auftrag der Deutschen Homöopathie-Union aus dem Jahr 2014, Forsa-Umfrage im Auftrag des Bundesverbands der Pharmazeutischen Industrie (BPI) aus dem Jahr 2017.&lt;br /&gt;
&amp;lt;/div&amp;gt; &lt;br /&gt;
&amp;amp;nbsp;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Forschungen und Studien zur Homöopathie ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Gegensatz zu wiederholten Äußerungen gibt es zur Homöopathie inzwischen eine Fülle an Studien, die ihre Wirksamkeit nach aktuellen wissenschaftlichen Kriterien untermauern.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sie können auf folgenden Websites ausführliches Material dazu finden:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://www.vkhd.de/presse/homoeopathie/homoeopathie-forschung https://www.vkhd.de/presse/homoeopathie/homoeopathie-forschung]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[http://www.wisshom.de/dokumente/upload/01101_forschungsreader_2016.pdf http://www.wisshom.de/dokumente/upload/01101_forschungsreader_2016.pdf]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://www.hri-research.org/de/homeopathy-faqs/ https://www.hri-research.org/de/homeopathy-faqs/]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://www.carstens-stiftung.de/studien-kurz-und-knapp.html https://www.carstens-stiftung.de/studien-kurz-und-knapp.html]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[http://harald-walach.de/ http://harald-walach.de/] &amp;amp;nbsp;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Kritik an der Homöopathie ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Da die Wirkung homöopathischer Behandlungen zwar gut belegt werden kann, aber bisher noch nicht vollständig naturwissenschaftlich erklärt wurde, gibt es immer wieder die Behauptung, sie sei unwirksam.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Es gibt eine Reihe von Internetseiten (Wikipedia, [http://www.Psiram.com Psiram], [https://rationalwiki.org/wiki/RationalWiki RationalWiki], [https://www.gwup.org/ GWUP]), die eigens dazu betrieben werden, unter anderem die Homöopathie, zusammen mit allen anderen alternativen und natürlichen Heilmethoden zu diffamieren und nachgewiesenermaßen falsche Behauptungen durch ständige Wiederholung zu verbreiten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Siehe dazu die Seiten&amp;amp;nbsp;[[Skeptikerbewegung|Skeptikerbewegung]]&amp;amp;nbsp; und [[WikiWatch|WikiWatch]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;amp;nbsp;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
----&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Fußnoten: ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;span&amp;gt;&amp;lt;references /&amp;gt;&amp;lt;/span&amp;gt;&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Stefan</name></author>
		
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		<title>Homöopathie</title>
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		<updated>2018-07-10T16:21:22Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Stefan: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;Dies ist die Homöopathie-Seite von FreeWiki.&lt;br /&gt;
Der Gründer der Homöopathie ist [[Samuel Hahnemann]].&lt;br /&gt;
Die Homöopathie [ˌhomøopaˈtiː] (von altgriechisch ὅμοιος, hómoios: gleich, gleichartig, ähnlich, sowie πάθος, páthos: Leid, Schmerz, Gefühl; wörtlich also „ähnliches Leiden“) ist eine medizinische Behandlungsmethode, die auf den ab 1796 veröffentlichten Erkenntnissen des deutschen Arztes Samuel Hahnemann beruht.&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Stefan</name></author>
		
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