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	<title>FreeWiki - Benutzerbeiträge [de]</title>
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	<subtitle>Benutzerbeiträge</subtitle>
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		<id>https://www.freewiki.eu/de/index.php?title=11.9.2001&amp;diff=936</id>
		<title>11.9.2001</title>
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		<updated>2018-10-25T20:21:23Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Martin Rau: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;&lt;br /&gt;
Die offizielle Lesart der Ereignisse ist die folgende&amp;lt;ref&amp;gt;Wikipedia https://de.wikipedia.org/wiki/Terroranschl%C3%A4ge_am_11._September_2001, gelesen am 25.10.18&amp;lt;/ref&amp;gt;: Die '''Terroranschläge am 11.&amp;amp;nbsp;September 2001''' waren vier koordinierte Flugzeugentführungen mit anschließenden Selbstmordattentaten auf wichtige zivile und militärische Gebäude in den USA. Die Ereignisse dieses Tages werden auch kurz als ''11. September'', ''Nine-Eleven'' oder ''9/11'' bezeichnet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Drei Verkehrsflugzeuge wurden auf Inlandsflügen von jeweils fünf, eines von vier Tätern zwischen 8:13 Uhr und etwa 9:30 Uhr Ortszeit entführt. Die Täter lenkten zwei davon in die Türme des World Trade Centers (WTC) in New York City und eines in das Pentagon in Arlington (Virginia). Das vierte Flugzeug, das wahrscheinlich ein Regierungsgebäude in Washington, D.C. treffen sollte, wurde nach Kämpfen mit Passagieren vom Piloten der Entführer bei Shanksville (Pennsylvania) zum Absturz gebracht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Anschläge verursachten den Tod von etwa 3.000 Menschen und gelten als terroristischer Massenmord.&amp;lt;ref&amp;gt;Hans Joachim Schneider: ''Internationales Handbuch der Kriminologie: Grundlagen der Kriminologie, Band 1'', Walter de Gruyter, 1. Auflage 2007, ISBN 3-89949-130-0, S. 802&amp;lt;/ref&amp;gt; Etwa 15.100 von 17.400 Personen konnten sich aus den WTC-Gebäuden retten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die 19 Flugzeugentführer gehörten zur islamistischen Terrororganisation [[Al-Qaida|al-Qaida]]. Die USA reagierten unter anderem mit dem [[Krieg_in_Afghanistan_seit_2001|Krieg in Afghanistan seit 2001]], um dort al-Qaida zu zerschlagen, deren Anführer [[Osama_bin_Laden|Osama bin Laden]] zu fassen oder zu töten und das mit ihm verbündete Regime der [[Taliban|Taliban]] zu entmachten. Sie begründeten auch den [[Irakkrieg|Irakkrieg]] 2003 unter anderem mit den Anschlägen. Bin Laden bekannte sich 2004 erstmals als deren Initiator. Er wurde am 2. Mai 2011 von US-Soldaten bei der [[Operation_Neptune’s_Spear|Operation Neptune’s Spear]] getötet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Einige Historiker beurteilen den 11. September 2001 als historische Zäsur,&amp;lt;ref&amp;gt;Thorsten Schüller, Sascha Seiler (Hrsg.): ''Von Zäsuren und Ereignissen. Historische Einschnitte und ihre mediale Verarbeitung.'' Transcript, Bielefeld 2010, ISBN 978-3-8376-1402-2&amp;lt;/ref&amp;gt; andere widersprechen dieser These.&amp;lt;ref&amp;gt;Nikolaus Wirth: [http://hsozkult.geschichte.hu-berlin.de/tagungsberichte/id=3838 ''Tagungsbericht 9/11 Ten Years After: History, Narrative, Memory. 14.07.2011–15.07.2011, Munich'']. In: ''H-Soz-u-Kult'', 15. Oktober 2011, abgerufen am 16. Oktober 2011.&amp;lt;br /&amp;gt; Eva-Maria Kiefer: [http://hsozkult.geschichte.hu-berlin.de/tagungsberichte/id=3847 ''Tagungsbericht Zeitenwende 11. September? Eine transatlantische Bilanz zehn Jahre danach. 09.09.2011–11.09.2011, Heidelberg'']. In: ''H-Soz-u-Kult'', 15. Oktober 2011, abgerufen am 16. Oktober 2011.&amp;lt;/ref&amp;gt; Der am 14.&amp;amp;nbsp;September 2001 in den USA ausgerufene Ausnahmezustand ist nach wie vor in Kraft.&amp;lt;ref&amp;gt;https://www.whitehouse.gov/the-press-office/2016/08/30/letter-continuation-national-emergency-respect-certain-terrorist-attacks&amp;lt;/ref&amp;gt; {{Leerseite}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Kritische Sichtweisen und Bewertungen: ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Wie hat das zuständige Institut NIST (National Institute for Standards and Technology) die Einstürze des World Trade Centers untersucht? ====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im September 2005 legte NIST seinen endgültigen Untersuchungsbericht zu den beiden Zwillingstürmen vor.&amp;amp;nbsp;[https://www.nist.gov/publications/federal-building-and-fire-safety-investigation-world-trade-center-disaster-final-report?pub_id=909017 https://www.nist.gov/publications/federal-building-and-fire-safety-investigation-world-trade-center-disaster-final-report?pub_id=909017]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dieser Bericht ist insgesamt 248 Seiten lang. In der Fußnote Nr. 13 auf Seite 82 steht folgendes. „The focus of the Investigation was on the sequence of events from the instant of aircraft impact to the initiation of collapse for each tower. For brevity in this report, this sequence is referred to as the ‚probable collapse sequence‘, although it does not actually include the structural behavior of the tower after the conditions for collapse initiation were reached and collapse became inevitable.“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Hier offenbart NIST also sein zentrales Untersuchungsinteresse: Der Fokus der Untersuchung lag auf der Ereignisabfolge „vom Einschlag der Flugzeuge bis zum Beginn des Einsturzes des jeweiligen Hochhauses.“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
NIST sagt demnach, dass es den Einsturz selbst nicht näher untersucht. Der Einsturz dauert nur circa 12 Sekunden. Und NIST erklärt ausdrücklich, dass sich seine Untersuchung auf die Zeit '''bis zum Beginn''' des Einsturzes konzentriert.&amp;amp;nbsp; Die Zeit vom Einschlag bis zum Beginn des Einsturzes schließt eben die Sekunden des Einsturzes selbst aus.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
NIST gibt keine physikalischen Gründe an, warum der eigentliche Einsturz geschehen konnte. Der Fokus liegt ja auf der Zeit davor. Mit dem Beginn des Einsturzes hört das Interesse der Untersuchung auf.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dennoch ganz umgehen kann NIST die 12 Sekunden des Einsturzes nicht. Von den 248 Seiten des Berichtes verwendet NIST auf den eigentlichen Einsturz noch genau 19 Zeilen, ungefähr eine halbe A4 Seite. Auf Seite 146 befindet sich der Abschnitt 6.14.4, in dem berührt wird, was passiert, nachdem der Einsturz begonnen hat. NIST schreibt hier sogar, dass die Türme „essentially in free fall“ einstürzen. Allerdings ohne diese Tatsache zu erklären, stattdessen verweist NIST in diesen 19 Zeilen vier Mal auf die Videos, die den Einsturz zeigen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Für Menschen, die die offizielle Version kritisch sehen, ist das Eingeständnis, dass der Einsturz der Zwillingstürme „essentially in free fall“ geschah, schon in sich ein Beweis für eine kontrollierte Sprengung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Wie kann die Untersuchung durch NIST beurteilt werden? ====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Ausgangsfrage war, wie das zuständige Institut NIST die Einstürze des World Trade Centers untersucht hat. Als ein Beispiel dient uns der oben erwähnte Abschlussbericht zu den Zwillingstürmen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Was wird von dem NIST-Bericht erwartet? Eine Antwort auf die Frage: „Warum sind die Hochhäuser eingestürzt?“ In der Fußnote 13 auf Seite 82 erklärt NIST ausdrücklich, dass es kein wirkliches Interesse daran hat, die eigentliche Frage zu beantworten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
NIST erklärt also selbst, dass es dem eigentlichen Sinn der Untersuchung nicht gerecht werden will. Deswegen kann die Untersuchung durch NIST nur als ungenügend bewertet werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Fußnoten: ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Martin Rau</name></author>
		
	</entry>
	<entry>
		<id>https://www.freewiki.eu/de/index.php?title=11.9.2001&amp;diff=924</id>
		<title>11.9.2001</title>
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		<updated>2018-10-25T13:35:48Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Martin Rau: Der NIST-Untersuchungsbericht zu den Zwillingstürmen gibt in der Fußnote 13 auf Seite 82 zu erkennen, dass keine ernsthafte Untersuchung beabsichtigt ist.&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;&lt;br /&gt;
Leerseite zum Erstellen von Text&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Freewiki nimmt sich vor, das online Lexikon Wikipedia kritisch zu ergänzen. Texte zu nine eleven sind erwünscht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mein Beitrag möchte ein Mosaikstein sein. Ich hoffe, dass dieses Steinchen möglichst rasch durch andere Teile erweitert wird, damit ein umfassendes Bild entsteht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;amp;nbsp;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''Wie hat das zuständige Institut NIST (National Institute for Standards and Technology) die Einstürze des World Trade Centers untersucht?'''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im September 2005 legt NIST seinen endgültigen Untersuchungsbericht zu den beiden Zwillingstürmen vor. [file:///C:/Users/ACer/Documents/909017,%20Final%20Version,%20NIST%20on%20WTC%201%20und%202%20-%20Kopie.pdf file:///C:/Users/ACer/Documents/909017,%20Final%20Version,%20NIST%20on%20WTC%201%20und%202%20-%20Kopie.pdf].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dieser Bericht ist insgesamt 248 Seiten lang. In der Fußnote Nr. 13 auf Seite 82 steht folgendes. „The focus of the Investigation was on the sequence of events from the instant of aircraft impact to the initiation of collapse for each tower. For brevity in this report, this sequence is referred to as the ‚probable collapse sequence‘, although it does not actually include the structural behavior of the tower after the conditions for collapse initiation were reached and collapse became inevitable.“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Hier offenbart NIST also sein zentrales Untersuchungsinteresse: Der Fokus der Untersuchung lag auf der Ereignisabfolge '''„vom Einschlag der Flugzeuge bis zum Beginn des Einsturzes des jeweiligen Hochhauses.“'''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
NIST sagt demnach, dass es den Einsturz selbst nicht näher untersucht. Der Einsturz dauert nur circa 12 Sekunden. Und NIST erklärt ausdrücklich, dass sich seine Untersuchung auf die Zeit '''bis zum Beginn''' des Einsturzes konzentriert.&amp;amp;nbsp; Die Zeit vom Einschlag bis zum Beginn des Einsturzes schließt eben die Sekunden des Einsturzes selbst aus.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
NIST gibt keine physikalischen Gründe an, warum der eigentliche Einsturz geschehen konnte. Der Fokus liegt ja auf der Zeit davor. Mit dem Beginn des Einsturzes hört das Interesse der Untersuchung auf.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dennoch ganz umgehen kann NIST die 12 Sekunden des Einsturzes nicht. Von den 248 Seiten des Berichtes verwendet NIST auf den eigentlichen Einsturz noch genau 19 Zeilen, ungefähr eine halbe Din A4 Seite. Auf Seite 146 befindet sich der Abschnitt 6.14.4, in dem berührt wird, was passiert, nachdem der Einsturz begonnen hat. NIST schreibt hier sogar, dass die Türme „essentially in free fall“ einstürzen. Allerdings ohne diese Tatsache zu erklären, stattdessen verweist NIST in diesen 19 Zeilen vier Mal auf die Videos, die den Einsturz zeigen.&amp;amp;nbsp;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Für Menschen, die die offizielle Version kritisch sehen, ist das Eingeständnis, dass der Einsturz der Zwillingstürme „essentially in free fall“ geschah, schon in sich ein Beweis für eine kontrollierte Sprengung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;amp;nbsp;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''Wie beurteilen wir die Untersuchung durch NIST?'''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wir haben eingangs gefragt, wie das zuständige Institut NIST die Einstürze des World Trade Centers untersucht hat. Als ein Beispiel dient uns der oben erwähnte Abschlussbericht zu den Zwillingstürmen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Was erwarten wir von NIST? Wir wollen eine Antwort auf die Frage: „Warum sind die Hochhäuser eingestürzt?“ In der Fußnote 13 auf Seite 82 erklärt NIST ausdrücklich, dass es kein wirkliches Interesse daran hat, unsere Frage zu beantworten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
NIST erklärt also selber, dass es dem eigentlichen Sinn der Untersuchung nicht gerecht werden will. Deswegen kann die Untersuchung durch NIST nur als '''ungenügend''' bewertet werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bitte oben rechts auf&amp;amp;nbsp;&amp;quot;Bearbeiten&amp;quot; klicken - nur sichtbar wenn eingeloggt&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Martin Rau</name></author>
		
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		<updated>2018-10-24T19:04:26Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Martin Rau: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;&lt;br /&gt;
Leerseite zum Erstellen von Text&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bitte oben rechts auf&amp;amp;nbsp;&amp;quot;Bearbeiten&amp;quot; klicken - nur sichtbar wenn eingeloggt&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Martin Rau</name></author>
		
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		<title>Staat im Staate</title>
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		<updated>2018-10-24T18:16:08Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Martin Rau: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;&lt;br /&gt;
Der Begriff '''Tiefer Staat '''bezeichnet eine Verflechtung politischer, wirtschaftlicher und militärischer Kräfte innerhalb eines Staates, die sich nicht nur der demokratischen Kontrolle entziehen, sondern auch versuchen, völlig unbekannt zu bleiben und politische, juristische und wirtschaftliche Vorgänge und Entscheidungen zum Vorteil der Beteiligten zu manipulieren.&amp;lt;ref&amp;gt;https://www.rubikon.news/artikel/die-fake-demokratie&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Während der Begriff &amp;quot;Tiefer Staat&amp;quot; im deutschen Sprachgebrauch überwiegend von kritischen, emanzipativen Autoren und Medien verwendet wird, haben sich in den USA überwiegend rechte politische Kräfte um Bannon und Trump den Begriff &amp;quot;Deep State&amp;quot; angeeignet.&amp;lt;ref&amp;gt;https://en.wikipedia.org/wiki/Deep_state_in_the_United_States&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dem Begriff '''Tiefer Staat''' wird häufig der der '''&amp;quot;Fassadendemokratie&amp;quot;''' an die Seite gestellt&amp;lt;ref&amp;gt;siehe div. Artikel in [https://www.rubikon.news Rubikon]&amp;lt;/ref&amp;gt; und bezeichnet die Verschleierung der eigentlich in Netzwerken des Tiefen Staates liegenden Macht durch eine nur oberflächlich funktionierende Demokratie, in welcher die Bürger/innen nur über Wahlen einen vermeintlichen Einfluß nehmen können, wobei die wählbaren Politiker/innen aber nur als austauschbare Figuren für eine im Wesen gleichbleibende Politik stehen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Artikel in Wikipedia zu dem Thema bezieht sich ausschließlich auf politische Entwicklungen in der Türkei und verschweigt, daß der Begriff '''Tiefer Staat '''in kritischen Medien der westlichen Welt vornehmlich für demokratiefeindliche Entwicklungen in den USA und der EU verwendet wird. Umfangreiches Material zum Thema findet sich in den Online-Magazinen [https://www.rubikon.news Rubikon] und [https://kenfm.de KenFM].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Da die Begriffsgeschichte als solche nicht falsch ist, wird sie hier folgend wiedergegeben, auch wenn der heute politisch relevante Gebrauch des Begriffs bewußt nicht erwähnt wird. {{Wikipedia|Tiefer_Staat|Tiefer Staat|8.8.18}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''Herkunft des Begriffs''':&amp;amp;nbsp; &amp;quot;Tiefer Staat&amp;quot; (türkisch: ''derin devlet'') wird in der Türkei in der Bedeutung von Staat im Staate verwendet. Er deutet auf eine im Verlauf mehrerer Jahrzehnte gewachsene konspirative Verflechtung von Militär, Geheimdiensten, Politik, Justiz, Verwaltung, Rechtsextremismus und organisiertem Verbrechen (insbesondere Killerkommandos) hin. Die Diskussion entfachte sich besonders um den sogenannten Susurluk-Skandal im Jahre 1996, wurde aber schon in den 1970er Jahren mit Begriffen wie ''Kontra-Guerilla'' oder ''Özel Harp Dairesi'' (Amt für besondere Kriegsführung) geführt. In den letzten Jahren wurde in diesem Zusammenhang auch der offiziell inexistente Geheimdienst der Gendarmerie mit seiner Abkürzung JİTEM genannt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Hintergrund in der Türkei ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In der Türkei wird weithin davon ausgegangen, dass der Tiefe Staat im Geheimen bis heute eine signifikante Rolle in der türkischen Politik spielt und in der jüngeren Geschichte häufig massiven Einfluss genommen hat. Dabei werden unter anderem die beiden Militärputsche von 1971 und 1980 sowie eine größere Zahl von unaufgeklärten politischen Morden, Folter, Menschenrechtsverletzungen, zahlreiche Fälle des gewaltsamen Verschwindenlassens von Menschen und der Verlauf des Konflikts mit der kurdischen PKK in Südostanatolien genannt. Der heutige Stand der Aufklärung des Phänomens, seiner Geschichte und politischen Hintergründe kann jedoch nach wie vor als gering angesehen werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Phänomen des Tiefen Staats ist mit der Entstehungsgeschichte der modernen Türkei verknüpft. Sie entstand Anfang der 1920er Jahre aus dem [[Osmanisches_Reich|Osmanischen Reich]] durch eine radikale Transformation des politischen Systems und der Gesellschaft durch den Staatsgründer Mustafa Kemal Atatürk. Wesentliche Elemente des [[Kemalismus|Kemalismus]] waren und sind Demokratie, ein starker Nationalismus (Begriff des ''Türkentums'') sowie eine strikte [[Laizismus|Trennung von Religion und Staat]]. Als Hüter und Bewahrer dieses [[Staatsmodell|Staatsmodells]] sehen sich bis heute vor allem das [[Türkische_Streitkräfte|türkische Militär]] und Teile der staatlichen Verwaltung, darunter die Geheimdienste. Jegliche Bestrebungen oder Bewegungen, die diese Institutionen als potenzielle Bedrohung des kemalistischen Staats ansahen, wurden in der Vergangenheit mit großer Härte bekämpft, auch unter Einsatz geheimer [[Verdeckte_Operation|„verdeckter Operationen“]] von Geheimdiensten und Militär. Dabei kam es zu zahlreichen Menschenrechtsverletzungen. Als Bedrohung wurden dabei vor allem in den 1970er Jahren [[Sozialismus|sozialistische]] und [[Kommunismus|kommunistische]] Bewegungen sowie bis in die Gegenwart der [[Kurden|kurdische]] Nationalismus angesehen, letzterer insbesondere in Form der [[Marxismus|marxistischen]] [[Untergrundorganisation|Untergrundorganisation]] [[Arbeiterpartei_Kurdistans|PKK]]. Seit geraumer Zeit wird darüber hinaus auch der wieder zunehmende Einfluss des [[Politischer_Islam|politischen Islam]] kritisch gesehen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Wesen des Tiefen Staats wird darin gesehen, dass sich im Laufe der Auseinandersetzungen mit den verschiedenen als Bedrohung identifizierten Strömungen innerhalb des Staats Strukturen ausbildeten, die keiner demokratischen Kontrolle unterworfen waren, eine Art ''[[Staat_im_Staate|Staat im Staate]]''. Diese bedienten sich darüber hinaus teilweise krimineller und radikaler politischer Elemente, wobei die fehlende demokratische Kontrolle letztlich zu einer unkontrollierbaren Deformation und Verflechtung staatlicher Strukturen mit Elementen des [[Rechtsextremismus|Rechtsextremismus]] und der [[Organisierte_Kriminalität|organisierten Kriminalität]] führte.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Jahresbericht 1997&amp;quot; /&amp;gt; In diesem Zusammenhang wird auch oft das Vorgehen des Militärs und verschiedener Sicherheitskräfte gegen die Kurden in Südostanatolien in den 1980er und 1990er Jahren genannt, das teilweise als ''[[Schmutziger_Krieg|Schmutziger Krieg]]'' kritisiert wird.&amp;lt;ref&amp;gt;Peter Althammer: ''[http://www.phoenix.de/content/phoenix/die_sendungen/_schmutziger_krieg/267439?datum=2009-10-11 Schmutziger Krieg – Geheimoperationen in der Türkei.]'' Dokumentarfilm, Deutschland, 2009&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;Susanne Güsten: ''[http://www.nordbayern.de/turkei-kurdenermordung-war-staatspolitik-1.103665 Türkei: Kurdenermordung war „Staatspolitik“.]'' Nürnberger Nachrichten, 17. August 2010.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der unten näher behandelte [[Susurluk-Skandal|Susurluk-Skandal]] von 1996 erweckte deshalb großes Aufsehen in der Türkei, weil diese geheimen Verflechtungen erstmals offenkundig wurden: In einem verunfallten Wagen saßen mit Hüseyin Kocadağ ein hoher Polizeifunktionär, mit [[Abdullah_Çatlı|Abdullah Çatlı]] ein international gesuchter, rechtsextremer Drogenhändler und Mörder&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle|autor=René Althammer, Sabine Küper&lt;br /&gt;
|url=http://www.rbb-online.de/_/kontraste/beitrag_jsp/key=rbb_beitrag_1354519.html|titel=Heroinschmuggel aus der Türkei|werk=Rundfunk Berlin-Brandenburg|datum=1997-04-17|zugriff=2008-10-15&lt;br /&gt;
}}&amp;lt;/ref&amp;gt; mit erwiesenen Geheimdienstverbindungen, sowie mit [[Sedat_Edip_Bucak|Sedat Edip Bucak]] ein Parlamentsabgeordneter, der eine wichtige Rolle im Kampf gegen die [[Arbeiterpartei_Kurdistans|PKK]] gespielt hatte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Laut Kritikern hat sich unter der [[Adalet_ve_Kalkınma_Partisi|AKP]]-Regierung ein neuer Tiefer Staat gebildet. Dieser neue Tiefe Staat soll durch die Unterwanderung des gesamten Staatsapparats, vor allem der Justizbehörden und der Polizei, durch die [[Fethullah_Gülen|Fethullah Gülen]]-Bewegung organisiert sein.&amp;lt;ref&amp;gt;[[Die Welt]]: [https://www.welt.de/print/die_welt/politik/article12965784/Die-Tuerkei-jagt-ein-Manuskript.html ''Die Türkei jagt ein Manuskript''], abgerufen am 26. März 2011&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;Internetportal des außenpolitischen US-amerikanischen Magazins [[Foreign Policy]]: [http://www.foreignpolicy.com/articles/2010/02/25/whats_really_behind_turkeys_coup_arrests Whats really behind Turkeys coup arrests], Abgerufen am 25. Februar 2010, (englisch)&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;[[Der Spiegel]]: [http://www.spiegel.de/spiegel/print/d-77435260.html ''Zu tief gebohrt''], abgerufen am 14. März 2011&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;[http://derstandard.at/1285200087259/Der-freundliche-Staat-im-tuerkischen-Staat ''Der freundliche Staat im türkischen Staat''], abgerufen am 5. Oktober 2010&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;Congressional Research Service: [http://fpc.state.gov/documents/organization/150189.pdf ''Turkey: Politics of Identity and Power – Fethullah Gulen Movement''] (PDF; 359&amp;amp;nbsp;kB), S. 21 und 22 (englisch).&amp;lt;/ref&amp;gt; Eine Reihe von – zum großen Teil – unaufgeklärten Ereignissen hat die Diskussion um den ''Tiefen Staat'' geprägt. Einige davon sind:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Villa Ziverbey ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
''Ziverbey köşkü'' (eine Villa im Stadtteil Erenköy von [[Istanbul|Istanbul]]) wurde ein Symbol für die systematische Folter von Regimegegnern nach dem [[Militärputsch_in_der_Türkei_1971|Militärputsch im März 1971]]. Intellektuelle wie [[İlhan_Selçuk|İlhan Selçuk]] und [[Uğur_Mumcu|Uğur Mumcu]] wurden hier gefoltert und bestätigten, was Oberstleutnant Talat Turhan in seinem Buch über den ''Tiefen Staat''&amp;lt;ref&amp;gt;Talat Turhan, „Derin Devlet“ (Tiefer Staat), Verlag Ileri, Istanbul, November 2005, ISBN 9756288671&amp;lt;/ref&amp;gt; schrieb. Demnach stellten sich die Folterer bei ihm als Mitglieder der Kontra-Guerilla vor, die ihn nach eigenem Ermessen töten dürften.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Massaker auf dem Taksim-Platz (Istanbul) ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Am 1. Mai 1977 hielt die „Konföderation Revolutionärer Gewerkschaften der Türkei“ ([[DİSK|DİSK]]) eine Kundgebung auf dem [[Taksim-Platz|Taksim-Platz]] in [[Istanbul|Istanbul]] ab, an der sich eine viertel Million Menschen beteiligten. Unerkannte Personen schossen in die Menge und töteten mindestens 34 Personen. Die Täter wurden nie gefasst.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.bianet.org/bianet/insan-haklari/78385-1977-1-mayis-katliami-aydinlatilsin ''1977 1 Mayıs Katliamı Aydınlatılsın'']; Bianet vom 28. April 2006; Zugriff am 24. April 2011&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1987 sagte der ehemalige Vizepremier Sadi Kocas der Zeitung [[Hürriyet|Hürriyet]]: „Es war nicht nur der eine Vorfall, der am 1. Mai passiert ist. Seit 1968–1969 und den 70er Jahren gab es eine Serie von mindestens sieben bis acht Vorfällen pro Jahr.“ Am 7. Mai 1977 bekräftigte [[Bülent_Ecevit|Bülent Ecevit]]: „In den Vorfällen vom 1. Mai hatte die Konterguerilla ihre Finger.“&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.wsws.org/de/2003/mai2003/trk-m01.shtml ''Türkei: Massaker vom 1. Mai 1977 nach wie vor unaufgeklärt''], von Sinan Ikinci. 1. Mai 2003, World Socialist Web Site; Zugriff am 24. April 2011&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;amp;nbsp;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Susurluk-Skandal ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Susurluk-Skandal offenbarte sich bei einem Verkehrsunfall am 3. November 1996 in der Nähe der Kreisstadt Susurluk in der Provinz Balıkesir. Bei diesem Unfall kamen der damalige stellvertretende Polizeichef von Istanbul, Hüseyin Kocadağ, ein bekannter Aktivist der [[Graue_Wölfe|Grauen Wölfe]], Abdullah Çatlı, und dessen Frau Gonca Us ums Leben. Der Abgeordnete der [[Partei_des_Rechten_Weges|Partei des Rechten Weges]] (DYP) für die Provinz Urfa, Sedat Edip Bucak, der eine eigene Armee von Dorfschützern gegen die [[Arbeiterpartei_Kurdistans|PKK]] befehligte, wurde verletzt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ein parlamentarischer Untersuchungsausschuss veröffentlichte im April 1997 einen 350-seitigen Bericht zu dem Vorfall. Laut dem Bericht hatten [[Staatsorgan|Staatsorgane]] die Grauen Wölfe instrumentalisiert. In diesem Zusammenhang hätten Staatsorgane in den 1970er Jahren gewaltsame Konflikte zwischen politisch links und rechts stehenden Gruppen initiiert, um die Vorbedingungen für den [[Militärputsch_in_der_Türkei_1980|Militärputsch von 1980]] zu schaffen.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Jahresbericht 1997&amp;quot;&amp;gt;Menschenrechtsstiftung der Türkei (TIHV): Jahresbericht 1997, ISBN 975-7217-22-0 (in der türkischen Fassung steht die Aussage auf S. 7).&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Das Ereignis in Şemdinli ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Am 9. November 2005 explodierte in einem Buchladen in der Kreisstadt [[Şemdinli|Şemdinli]] in der Provinz [[Hakkâri_(Provinz)|Hakkâri]] eine Handgranate. Es gab einen Toten und viele Verletzte. Passanten stellten drei Verdächtige. Zwei von ihnen gehörten der [[Jandarma|Gendarmerie]] an und einer war ein Überläufer der PKK. Der Staatsanwalt Ferhat Sarıkaya, der Verbindungen der Gefreiten Ali Kaya und Özcan İldeniz sowie des Überläufers Veysel Ateş zu hochrangigen Militärs aufzudecken versuchte, wurde seines Amtes enthoben.&amp;lt;ref&amp;gt;Nachricht über die Entlassung des Staatsanwaltes Ferhat Sarikaya, 20. April 2006 (türkisch) [http://www.haber7.com/haber.php?haber_id=151642 türkischer Fernsehsender]&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;Meldung im [http://www.tuerkeiforum.net/Wochenbericht_45/2006 Wochenbericht 45/2006 des Demokratischen Türkeiforums] (Aufgerufen am 31. Januar 2009)&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Täter wurden an der 3. Großen Strafkammer in Van angeklagt und am 19. Juni 2006 zu 30 Jahren 10 Monaten und 27 Tagen Haft verurteilt.&amp;lt;ref&amp;gt;Siehe [http://www.tuerkeiforum.net/Wochenbericht_25/2006 Wochenbericht 25/2006 des Demokratischen Türkeiforums] (Aufgerufen am 31. Januar 2009)&amp;lt;/ref&amp;gt; Im Mai 2007 hob die 9. Strafkammer des Kassationshofes das Urteil auf.&amp;lt;ref&amp;gt;Siehe [http://www.tuerkeiforum.net/Wochenbericht_20/2007 Wochenbericht 20/2007 des Demokratischen Türkeiforums] (Aufgerufen am 31. Januar 2009)&amp;lt;/ref&amp;gt; Die Richter der 3. Strafkammer in Van weigerten sich, das Verfahren an ein Militärgericht abzugeben. Sie wurden danach versetzt.&amp;lt;ref&amp;gt;Siehe [http://www.tuerkeiforum.net/Wochenbericht_27/2007 Wochenbericht 27/2007 des Demokratischen Türkeiforums] (Aufgerufen am 31. Januar 2009)&amp;lt;/ref&amp;gt; Nachdem das Verfahren an das Militärgericht in Van übergeben worden war, wurde hier die Freilassung der Angeklagten angeordnet.&amp;lt;ref&amp;gt;Siehe [http://www.tuerkeiforum.net/Wochenbericht_51/2007 Wochenbericht 51/2007 des Demokratischen Türkeiforums] (Aufgerufen am 31. Januar 2009)&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Ermordung von Hrant Dink ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der armenische Journalist [[Hrant_Dink|Hrant Dink]] wurde am 19. Januar 2007 vor dem Büro seiner Zeitschrift [[Agos|Agos]] in Istanbul ermordet. Als Mörder wurde der minderjährige [[Ogün_Samast|Ogün Samast]] in Samsun gefasst. Am 7. Februar 2007 berichtete die Nachrichtenagentur ANKA von Verbindungen des Mörders zu nationalistischen Kreisen und wies darauf hin, dass er als Polizeispitzel und für den Geheimdienst der Gendarmerie ([[JITEM|JITEM]]) gearbeitet hatte.&amp;lt;ref&amp;gt;http://www.bianet.org/2006/11/01_eng/news91866.htm&amp;lt;/ref&amp;gt; Der Literaturnobelpreisträger [[Orhan_Pamuk|Orhan Pamuk]] gab der türkischen Regierung eine Mitschuld an diesem Mord.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.tagesspiegel.de/politik/archiv/23. Januar 2007/3036432.asp ''Pamuk sieht Mentalität des Lynchens''.] In: ''[[Der Tagesspiegel|Tagesspiegel]]'', 23. Januar 2007. Abgerufen am 21. Juni 2013&amp;lt;/ref&amp;gt; Die Anwälte von Dinks Hinterbliebenen kritisierten die türkischen Behörden. Die wahren Hintermänner der Tat seien gedeckt worden und Beweismittel seien verheimlicht oder vernichtet worden. Der [[Europäischer_Gerichtshof_für_Menschenrechte|Europäische Gerichtshof für Menschenrechte]] stellte im Jahr 2010 eine Mitverantwortung des türkischen Staates fest, weil er Dink trotz vorliegender Erkenntnisse über Pläne von Rechtsradikalen zur Ermordung kritischer Journalisten nicht schützte.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.zeit.de/politik/ausland/2011-07/Dink-Tuerkei-Samast Prozess in Istanbul] Die Zeit, 25. Juli 2011. Abgerufen am 21. Juni 2013&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Offizielle Kommentare ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Als Erster wies 1974 der damalige Ministerpräsident [[Bülent_Ecevit|Bülent Ecevit]] auf einen „Staat im Staate“ unter dem Begriff „Kontra-Guerilla“ (''kontr-gerilla'') hin. Der damalige Kommandant der angeblichen Geheimorganisation [[Özel_Harp_Dairesi|Amt für besondere Kriegsführung]], General [[Kemal_Yamak|Kemal Yamak]], soll den Chef des Generalstabs, [[Semih_Sancar|Semih Sancar]], gebeten haben, den Premierminister um die Zahlung von einer Million Dollar für sein Amt zu bitten. Bis zu diesem Zeitpunkt sei diese Summe jährlich von den [[Vereinigte_Staaten|USA]] gezahlt worden.&amp;lt;ref&amp;gt;Kemal Yamak: ''Gölgede Kalan İzler ve Gölgeleşen Bizler'' (Spuren im Schatten und Wir als Schatten), Doğan Kitap, Januar 2006, ISBN 975-293-415-3.&amp;lt;/ref&amp;gt; In den Memoiren des Generals [[Kenan_Evren|Kenan Evren]], der den [[Militärputsch_in_der_Türkei_1980|Militärputsch in der Türkei 1980]] angeführt hatte, berichtet er von einem Treffen mit dem damaligen Ministerpräsidenten [[Süleyman_Demirel|Süleyman Demirel]] am 5. Mai 1980. Demirel habe ihn gebeten, das Amt für besondere Kriegsführung im Einsatz gegen die ''Terroristen'' einzusetzen (wie es am 30. März 1972 geschehen sei). Kenan Evren habe abgelehnt, weil er keine Gerüchte über ''Kontra-Guerilleros'' hören wollte.&amp;lt;ref&amp;gt;Kenan Evren in Anıları (Memoirs of Kenan Evren), Istanbul 1990, S. 431&amp;lt;/ref&amp;gt; Ähnliches sagte Kenan Evren in einem Interview mit der Tageszeitung ''[[Hürriyet|Hürriyet]]'' am 16. November 1990.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Premierministerin [[Tansu_Çiller|Tansu Çiller]] kommentierte zum Unfall in Susurluk, dass „alle, die für den Staat Kugeln abfeuerten oder von Kugeln getroffen würden, ehrenwert seien“.&amp;lt;ref&amp;gt;Vgl. [http://www.cnnturk.com/YASAM/DIGER/haber_detay.asp?PID=223&amp;amp;HID=1&amp;amp;haberID=141345 Nachricht von CNN Türk].&amp;lt;/ref&amp;gt; In einem Programm des Fernsehsenders Kanal 7 zum Mord an [[Hrant_Dink|Hrant Dink]] sagte der Premier [[Recep_Tayyip_Erdoğan|Recep Tayyip Erdoğan]] am 27. Januar 2007, dass der „Staat im Staate“ (tiefer Staat – derin devlet) eine nicht zu leugnende Realität sei. Es habe ihn seit dem [[Osmanisches_Reich|Osmanischen Reich]] gegeben. Es ginge darum, ihn zu minimieren und, wenn möglich, auszuschalten.&amp;lt;ref&amp;gt;Vgl. [http://www.radikal.com.tr/haber.php?haberno=211350 Nachricht in Radikal vom 28. Januar 2007].&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Film ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Aspekte des Tiefen Staates wurden 2009 in fiktionalisierter Form in dem türkischen, dort sehr erfolgreichen Politthriller [[Tal_der_Wölfe_–_Gladio|Tal der Wölfe – Gladio]] thematisiert. Zugrunde liegt die Fernsehserie [[Tal_der_Wölfe|Tal der Wölfe]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Transfer des Begriffs auf die Bundesrepublik Deutschland ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Publizist [[Jürgen_Roth_(Publizist)|Jürgen Roth]] widmete sein Anfang 2016 erschienenes Buch ''Der Tiefe Staat. Die Unterwanderung der [[Demokratie|Demokratie]] durch Geheimdienste, politische Komplizen und den rechten Mob'' zu ungefähr gleichen Teilen dem Aufbau von [[Stay_behind|Stay behind]]-Gruppen in den Nachkriegsjahrzehnten, den Verbindungen von [[Verfassungsschutz|Verfassungsschutzämtern]] und anderen Behörden zum rechtsextremen [[Nationalsozialistischer_Untergrund|NSU]] sowie der Kampagne gegen Flüchtlinge im Sommer und Herbst 2015.&amp;lt;ref&amp;gt;[[Jürgen Roth (Publizist)|Jürgen Roth]]: ''Der Tiefe Staat. Die Unterwanderung der Demokratie durch Geheimdienste, politische Komplizen und rechten Mob.'' Wilhelm Heyne, München 2016, ISBN 978-3-453-20113-2.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Siehe auch ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*[[Balyoz|Balyoz]] (Putschplan) &lt;br /&gt;
*[[Staatsterrorismus|Staatsterrorismus]] &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*[[Jürgen_Roth_(Publizist)|Jürgen Roth]]: ''Der Tiefe Staat. Die Unterwanderung der Demokratie durch Geheimdienste, politische Komplizen und rechten Mob.'' Wilhelm Heyne Verlag, München 2016. ISBN 978-3-453-20113-2 &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*[http://www.amnesty.de/journal/1970/januar/der-tiefe-staat Übersichtsartikel zum Tiefen Staat] von [[Amnesty_international|amnesty international]] anlässlich des Beginns des Ergenekon-Prozesses 2008 &lt;br /&gt;
*[http://www.tagesspiegel.de/politik/div/Extremismus-Tuerkei;art771,2462364 Harter Schlag gegen Verteidiger des „Türkentums“], Tagesspiegel vom 24. Januar 2008 &lt;br /&gt;
*[http://www.tuerkeiforum.net/Geheimdienstliche_Aktivitäten_der_Gendarmerie#Der_Vorfall_in_Semdinli Kapitel zum Vorfall von Şemdinli] beim Demokratischen Türkeiforum &lt;br /&gt;
*[http://www.taz.de/!t5035971/ &amp;quot;Tiefer Staat&amp;quot; Artikel Dossier] der [[TAZ|TAZ]] &lt;br /&gt;
*[http://www.tagesspiegel.de/politik/pressekonferenz-von-donald-trump-droht-in-den-usa-ein-krieg-zwischen-der-regierung-und-dem-tiefen-staat/19407558.html Die Regierung und der &amp;quot;tiefe Staat&amp;quot;], Tagesspiegel vom 17. Februar 2017 &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Martin Rau</name></author>
		
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